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Teltow-Fläming Die schönsten Heimatmuseen in Teltow-Fläming
Lokales Teltow-Fläming Die schönsten Heimatmuseen in Teltow-Fläming
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14:54 06.12.2018
In der Museumsscheune in Diedersdorf lagern landwirtschaftliche Geräte aus vergangenen Zeiten. Quelle: Hannah Rüdiger
Teltow-Fläming

In Teltow-Fläming geht nichts verloren: Zahlreiche kleine Museen widmen sich der Heimatgeschichte des Landkreises. Allein die Region um Großbeeren, Ludwigsfelde und Zossen beheimatet eine Handvoll liebevoll geführter Museen, die Besucher auf eine Zeitreise einladen. Ein paar besonders interessante Einrichtungen hat unsere Redaktion für sie zusammengestellt.

Heimatstube & Museumsscheune in Diedersdorf

Die Heimatstube in Diedersdorf wird von einem Förderverein betrieben. Quelle: Hannah Rüdiger

Die Heimatstube in Diedersdorf zeigt, wie das alltägliche Leben in der Region einst aussah. Ausgestellt werden historische Möbel und Gebrauchsgegenstände, wie es sie Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts auf jedem typischen Bauernhof in der Mark Brandenburg gab. Dazu zählen Originalstücke aus alten Schlaf- und Wohnzimmern sowie Küchen und Badezimmern.

Direkt neben der Heimatstube befindet sich eine Museumsscheune, in der Besucher landwirtschaftliche Geräte und Maschinen aus den vergangenen Jahrhunderten bestaunen können. Betrieben und betreut werden beide Einrichtungen vom Förderverein Gemeinschaftsleben Diedersdorf.

Adresse: Dorfstr. 21, 15831 Diedersdorf Öffnungszeiten: April-September: So 14-17 Uhr und nach Absprache unter 03379 / 37 62 68 Eintritt: frei

DDR-Motorroller und Stadtgeschichte in Ludwigsfelde

Mitglieder des Vereins „Freunde der Industriegeschichte Ludwigsfelde“ an einem Lkw L60 im Stadt- und Technikmuseum. Quelle: Jutta Abromeit

In der Industriestadt Ludwigsfelde sind Stadtgeschichte und die Entwicklung von Technik und Fahrzeugbau nicht voneinander zu trennen. Wissenswertes rund um Motoren, Luft- und Raumfahrttechnik vermittelt das Stadt- und Technikmuseum. Das Museum befindet sich in dem alten Bahnhofsgebäude der Stadt, das zu diesem Zweck im Jahre 2002 umgebaut und zehn Jahre darauf durch einen Anbau erweitert wurde. Auf einer Fläche von 400 Quadratmetern werden neben Nutzfahrzeugen und Flugzeugmotoren von 1936 auch modernste Triebwerke ausgestellt.

Liebhaber dürften sich vor allem über die DDR-Motorrollermodelle Pitty, Wiesel oder Troll aus dem früheren Industriewerk der Stadt freuen. Fans der knatternden Zweiräder treffen sich alle zwei Jahre vor dem Museum. Im Obergeschoss des Hallenanbaus befindet sich eine Galerie, in der immer wieder Themenabende stattfinden.

Mehr Informationen zum Stadt- und Technikmuseum gibt es hier.

Adresse: Am Bahnhof 2, 14974 Ludwigsfelde Öffnungszeiten: Mi-Fr, 10-15 Uhr, Sa und So, 13-17 Uhr Eintritt: 2,50 Euro, ermäßigt 1 Euro

Militärgeschichte im Wünsdorfer Garnisonsmuseum

Blick auf das Garnisonsmuseum im Zossener Ortsteil Wünsdorf. Quelle: Martin Küper

Am einstigen Militärstandort Zossen-Wünsdorf befand sich von 1913 bis 1945 eine Garnison, deren Geschichte seit 2001 in einem kleinen Museum gezeigt wird. Das Museum ist in einem ehemaligen Pferdestall untergebracht. Auch ein alter Luftschutzturm kann besichtigt werden.

In einem Pferdestall direkt gegenüber hat der Förderverein Garnisonmuseum Zossen-Wünsdorf eine Dauerausstellung zum Thema „Russischer Soldatenalltag“ auf die Beine gestellt. Zu besichtigen sind unter anderem Gebrauchsgegenstände aus den Kriegsjahren. Schautafeln bieten Tipps zum Leben und Überleben in der Kaserne. Erklärt wird zum Beispiel, wie Fußlappen richtig gewickelt werden oder was beim Gemüseputzen in der Großküche zu beachten ist.

Mehr Informationen zum Garnisonsmuseum gibt es hier.

Adresse: Gutenbergstraße 9, 15806 Zossen Öffnungszeiten: April-Oktober: Di-So, 10-17 Uhr, November-März: Di-So, 10-16 Uhr Eintritt: Garnisonsmuseum: 3 Euro Dauerausstellung Sowjetischer Soldatenalltag: 3 Euro Luftschutzturm: 1,50 Euro

Geschichte der Kulturlandschaft Teltow

Das Museum des Teltow in der ehemaligen Dorfschule von Wünsdorf. Quelle: Martin Küper

Wie haben sich die Menschen früher gekleidet? Wie haben sie gelebt, gearbeitet und gefeiert? Das Museum des Teltow versucht diese Fragen zumindest für die historische Kulturlandschaft zwischen Dahme, Spree, Nuthe und dem Baruther Urstromtal zu klären. Das Museum beleuchtet die Geschichte und Kultur des nördlichen Teils des Landkreises Teltow-Fläming und stellt anschaulich dar, was sich seit dem Mittelalter in der Region abgespielt hat.

Ständige Ausstellungen beschäftigen sich mit den Themen „Streiflichter aus der Geschichte der Teltowlandschaft“ und dem „Lernort Natur“, wo Besucher über die heimische Tierwelt aufgeklärt werden. Darüber hinaus gibt es immer wieder Sonderausstellungen, Veranstaltungen und Vorträge rund um die Teltower Heimatgeschichte. Beheimatet ist das Museum in der ehemaligen Wünsdorfer Dorfschule, die 1898 erbaut wurde.

Mehr Informationen zum Museum des Teltow gibt es hier.

Adresse: Schulstraße 15, 15806 Zossen-Wünsdorf Öffnungszeiten: Sa und So, 13-16 Uhr Eintritt: 2 Euro, ermäßigt 1,50 Euro, Kinder 0,50 Euro

Zeitreise im Bauernmuseum Blankensee

Blick in das Bauernmuseum in Blankensee. Quelle: Margrit Hahn

Das älteste Wohnhaus von Trebbin befindet sich im Ortsteil Blankensee und wurde 1649 erbaut. Seit 60 Jahren beherbergt das Fachwerkhaus ein Bauernmuseum, das Besuchern märkische Traditionen und Bräuche näherbringt. Jeder Raum bietet einen Einblick in frühere Wohn- oder Schlafzimmer und demonstriert, wie damals gelebt wurde.

Auch das Bauernhaus selbst ist historisch wertvoll: Die Bauweise zeugt von einer Zeit, in der Mensch und Vieh unter einem Dach gelebt haben. Was erstmal nicht sonderlich komfortabel klingt, erleichterte damals die Fütterung und half dabei, die Bewohner des Hauses auch im Winter warm zu halten. Wie das Bauernleben im 17. Jahrhundert ausgesehen haben könnte, kann man sich in dem Blankenseer Museum gut vorstellen.

Gegen Spende bietet das Museum themenspezifische Führungen für Gruppen von bis zum 15 Personen an. Weite Informationen zu aktuellen Ausstellungen gibt es hier.

Adresse: Blankenseer Dorfstraße 4, 14959 Trebbin-Blankensee Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr, 10-12 Uhr, 13-17 Uhr, Sa und So, 13-17 Uhr Eintritt: 2 Euro, ermäßigt 1,50 Euro, Kinder 1 Euro

Ausgrabungsstücke in der Heimatstube Sperenberg

Die Heimatstube Sperenberg zeigt Ausstellungsstücke aus der Steinzeit bis zur Gegenwart. Quelle: Klaus Schlage

Im Gebäude der ehemaligen Dorfschule von Sperenberg zeigt ein Förderverein Ausgrabungsobjekte aus der Ur- und Frühgeschichte, die der Heimatforscher Karl Fiedler im vergangenen Jahrhundert entdeckte. Das Museum zeigt Ausstellungsstücke aus der Steinzeit bis zur Gegenwart. Neben voll möblierten Wohnstuben informiert eine Dauerausstellung über Gipsabbau in der Region. Außerdem finden immer wieder Sonderausstellungen statt.

Nach telefonischer Vereinbarung bietet das Museum Führungen durch die Heimatstube oder die Sonderausstellungen sowie Gespräche mit Zeitzeugen an. Informationen zu aktuellen Veranstaltungen finden Sie hier.

Adresse: Karl-Fiedler-Straße 1, 15938 Am Mellensee-Sperenberg Öffnungszeiten: Sa und So, 14-17 Uhr und nach Absprache unter 033703/ 69 38 30 Eintritt: frei

Museum „Alter Krug“ in den Weinbergen

Das Museum „Alter Krug“ ist in einer früheren Schankwirtschaft untergebracht. Quelle: Privat

Das Museumsgebäude „Alter Krug“ in den Zossener Weinbergen stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und ist nahezu unverändert erhalten geblieben. Der „Alte Krug“ zählt zu den ältesten Bürgerhäusern der früheren Kolonie Weinberge bei Zossen. Bis zum Jahre 1890 befand sich in dem Gebäude eine Schankwirtschaft, die wahrscheinlich schon 1780 eröffnet wurde.

Das Haus samt Einrichtung wurde originalgetreu mit Naturbaustoffen restauriert, um es der Nachwelt als Baudenkmal zu erhalten. Der Heimatverein richtet im Alten Krug regelmäßig Veranstaltungen, Ausstellungen oder Vorträge aus.

Weitere Informationen zum „Alten Krug“ gibt es hier.

Adresse: Weinberge 15, 15806 Zossen Öffnungszeiten: Sommermonate: Mi 15-18 Uhr, Sa 14-17 Uhr und nach Vereinbarung unter 03377/ 30 05 76 Eintritt: 1 Euro, ermäßigt 0,50 Euro, Kinder frei

Historisches Klassenzimmer in Zossen

Die ehrenamtliche Betreuerin Gudrun Haase im Schulmuseum Zossen. Quelle: Frank Pechhold

Einen Blick ins historische Klassenzimmer bietet das Schulmuseum in Zossen. Das Museum eröffnete im Jahre 2002 und stellt alte Sitzbänke, Rechenschieber oder Schiefertafeln aus. Ziel der Ausstellung ist es, Besuchern den Wandel des Schulalltags in den vergangenen 300 Jahren näher zu bringen. Ein Klassenraum ist zum Beispiel so eingerichtet, wie es zu DDR-Zeiten üblich war. Zu besichtigen sind darüber hinaus allerlei Lehrmaterialien wie Bücher, Spiele oder Musikinstrumente.

Das Angebot richtet sich besonders an Gruppen und Schulklassen. Unter Anleitung können sie zum Beispiel alte deutsche Schriften auf Schiefertafeln üben. Aber auch für ältere Mitbürger, die sich an ihre eigene Schulzeit zurückerinnern wollen, ist das Schulmuseum einen Besuch wert.

Weitere Informationen zum Schulmuseum gibt es hier.

Adresse: Kirchplatz 7 Fachwerkhaus, 15806 Zossen Öffnungszeiten: Do und Sa, 10-12 Uhr Eintritt: k.A.

Im Norden von Teltow-Fläming gibt es zahlreiche kleine Heimatmuseen, die oft privat und mit viel Liebe geführt werden. Hier sind ein paar Eindrücke.

Von Hannah Rüdiger

Jaqueline Fischer aus Wildau ist alleinerziehende Mutter. Als Hartz-IV-Empfängerin bleibt ihr am Ende des Monats kaum Geld übrig, um die vielen kleinen und erst recht nicht die großen Wünsche ihrer drei Kinder zu erfüllen.

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