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Teltow-Fläming Die schwierige Suche nach Mitarbeitern
Lokales Teltow-Fläming Die schwierige Suche nach Mitarbeitern
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06:09 17.10.2017
Logistikleiter Wilhelm Kloos (l.) führt die Delegation um Minister Albrecht Gerber (2. v.  l.) durchs Hochregallager von Porta in Trebbin. Quelle: Hartmut F. Reck
Trebbin/Niedergörsdorf

In regelmäßigen Abständen reist Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) durchs Land und besucht Betriebe der Region. Am Montag war er im Landkreis Teltow-Fläming unterwegs. Dort machte er am Vormittag zunächst Station im neuen Logistikzentrum des Möbelhändlers Porta in Trebbin.

Porta auf Wachstumskurs – weiteres Einrichtungshaus geplant

Mit diesem Standort ist das Unternehmen sehr zufrieden, wie der örtliche Logistikleiter Wilhelm Kloos betonte. Von hier aus werden die Kunden der Porta-Einrichtungshäuser in Potsdam und Berlin beliefert. Ein weiteres Wachstum ist so gut wie garantiert, plant Porta doch mittelfristig noch ein weiteres Möbelhaus in Berlin zu errichten. Insgesamt ist das große Familien-Unternehmen auf Wachstumskurs. Das heißt aber zugleich, dass es dringend nach Arbeitskräften sucht. Und weil man bis auf eine Ausnahme in der Region keinen fertig ausgebildeten Schreiner hat finden können, bildet man in Trebbin selbst aus in den Bereichen Büro, Lager und Auslieferung.

Ausbildungszentrum in Ungarn eingerichtet

Doch auch Auszubildende findet man nicht an jeder Ecke. Deshalb greift Porta mittlerweile auf Arbeitskräfte aus Ungarn zurück, wo man ein Ausbildungszentrum gegründet hat. Dort machen die Teilnehmer einen Führerschein und einen Deutschkurs. „Dafür investieren wir viel Zeit und Geld“, sagte Kloos, und die neuen Kollegen fühlten sich sehr wohl. Zwei ungarische Mitarbeiter seien schon mit ihren Familien in die Region gezogen, berichtete Kloos. Minister Gerber machte ihn darauf aufmerksam, dass die Wirtschaftsförderung des Landes Sprachkurse für ausländische Mitarbeiter finanziell fördere.

Mittelständler kritisieren berufsferne Schulbildung

Das Thema Mitarbeitergewinnung und Nachwuchs-Förderung ist auch für das Schreibwaren-Logistik-Unternehmen „Kaim bringt’s“ ein Dauerbrenner, wie die Geschäftsführer Günther und Uwe Kaim dem Minister erläuterten. Der Logistikstandort Altes Lager des vor 95 Jahren in Jüterbog gegründeten und heute 43 Mitarbeiter zählenden Unternehmens war die dritte Station der Minister-Rundreise.

Als dringend verbesserungswürdig empfinden die Geschäftsführer die Vernetzung von schulischer Ausbildung und Berufsorientierung. „Der vermittelte Stoff ist oftmals viel zu weit weg von der Praxis“, ist sich Uwe Kaim sicher und nennt die USA als Vorbild, wo Unterricht und Schülerpraktika viel näher an den Erfordernissen der Unternehmen ausgerichtet seien.

Günther und Uwe Kaim begrüßen den Minister und Siegmund Trebschuh (v.l.) vom Amt für Wirtschaftsförderung im Logistik-Zentrum. Quelle: Uwe Klemens

Den Breitbandausbau sehen Günther und Uwe Kaim als zweites, für die regionale Wirtschaft bedeutsames Thema, auch wenn sich da in den vergangenen Jahren bereits viel getan habe. Immerhin gibt es mittlerweile eine 100-MBit-Leitung. Beim Start des Logistikzentrums vor dreieinhalb Jahren habe man davon noch geträumt. „Trotzdem sollten wir heute bereits an ein Gigabit-Netz denken, damit wir nicht irgendwann abgehängt werden“, sagte Uwe Kaim.

Punkte wie die Ungerechtigkeit beim Netz-Entgelt für Stromkunden, die Kaim jährlich 10 000 Euro Mehrausgaben beschert, konnten am Montag wegen des Zeitplans nur angerissen werden. Weitere Probleme im Schriftverkehr zu besprechen, lautete Gerbers Angebot.

Von Uwe Klemens und Hartmut F. Reck

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