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Teltow-Fläming Die turbulenten Schelm-Geschichten gehen weiter
Lokales Teltow-Fläming Die turbulenten Schelm-Geschichten gehen weiter
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00:36 05.07.2015
Das Cover von Fabichs neuem Clauert-Buch. Quelle: Elinor Wenke
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Glau

Eigentlich sollte „Clauerts letzte Fahrt“ der fünfte und endgültig letzte Band von Peter J. Fabichs Schelmenromanen um den märkischen Eulenspiegel Hans Clauert sein. Doch nun liegt auf 126 Seiten druckfrisch der sechste Band „Krullhaar oder Clauerts Testament“ vor. „Aus der Pentalogie ist eine Hexalogie geworden“, sagt der 70-jährige Autor aus Berlin, der gemeinsam mit Jürgen Bieber­stein das Künstlerhaus Rollwenzel in Glau betreibt.

Die Hauptfigur Hans Clauert wurde 1506 im Ackerbürgerstädtchen Trebbin geboren. Clauert ist ein Schelm, der die Leute mit Spaß und Häme aufs Korn nimmt, sie betrügt und eines Besseren belehrt. „Aber er ist auch ein verwegener Spitzbube, der gut und gern in die Gegenwart passen könnte“, sagt Fabich. Mit den fünf vorangegangenen Geschichten (von 2008 bis 2014) beschreibt der Autor das Leben Clauerts bis zu seinem Tod durch die Pest im Alter von 60 Jahren. Den überlieferten Erinnerungen von Bartholomäus Krüger dichtete Fabich allerlei fantasiereiche Geschichten hinzu und lässt den Schelm selbst auch mal gewaltig auf die Nase fallen.

Die fiktive Handlung des neuen Buches spielt im Jahr 1568, also zwei Jahre nach Clauerts Tod. Wieder geht es um dramatische Ereignisse und spannende Zufälle. Clauerts Weggenossen erleben die Schrecken, Kümmernisse und selbst die wenigen heiteren Seiten in dieser aufblühenden und zugleich gnadenlosen Zeit. Doch dann taucht wie aus heiterem Himmel jemand auf, dessen Existenz jahrzehntelang verschwiegen wurde: Gumprecht Krullhaar, Clauerts Stiefsohn. Über Clauerts Tod hinaus war das Geheimnis streng gehütet worden, dass seine Frau Margret schon einmal verheiratet war und einen Sohn hatte. Krullhaar hatte weder seine leibliche Mutter noch Clauert jemals kennengelernt. Nun begibt er sich zu Clauerts hinterlassenem Gehöft in der Trebbiner Röllerstraße. Der Anblick des von Feuer und Pest zerstörten Städtchens sollte für Krullhaar nicht der schlimmste gewesen sein. Die gesellschaftskritische Geschichte mit Bezug zur Gegenwart wird zum Teil recht unappetitlich – bis hin zu rollenden Köpfen.

„Natürlich hatte der alte Clauert mich zu neuen Fantasien angeregt. Es hat Spaß gemacht, die Geschichte nach seinem Tode weiterzuspinnen“, resümiert Fabich mit einem Augenzwinkern. Die Buchpremiere wird am 4. Juli ab 18 Uhr im Rahmen des 39. Festspielsommers in der Rollwenzelei in Glau gefeiert. Peter J. Fabich wird dann ein Kapitel aus seinem neuen Buch lesen.

Das Berliner Sommertheater spielt Heinrich von Kleists „Der zerbrochne Krug“. Zu vorgerückter Stunde gibt es die pikant-frivole Nachtrevue mit Pianlola unter dem Titel „Von Berlinern bis Argentinier(n)“.

Von Elinor Wenke

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