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Teltow-Fläming Die unendliche Sanierung des Amtsgerichts
Lokales Teltow-Fläming Die unendliche Sanierung des Amtsgerichts
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13:14 25.02.2016
Die Flure im Gerichtsgebäude sind jetzt hell und freundlich. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Eigentlich sollte das Luckenwalder Amtsgericht spätestens zum 100. Bau-Geburtstag frisch durchsaniert sein. Das wäre 2013 gewesen. Doch die Bauarbeiten dauern an. Lichtblick: Das Ende könnte 2018 erreicht werden.

Noch beim Baubeginn im Jahr 2011 war angedacht, dass Brandschutz-Arbeiten und Sanierung ohne Freizug über die Bühne gehen sollten. Doch dann wurde entschieden, den Kernbereich des Gerichts auszulagern und die Mitarbeiter zogen in die ehemalige Polizeivilla am Markt. Von einigen Monaten des Provisoriums war die Rede. Nun ist dies vier Jahre her. Geblieben sind in der Lindenallee das Grundbuchamt, die Zwangsvollstreckung und die Zwangsversteigerung.

Dass sich das Bauvorhaben so in die Länge zieht, begründet Christin Bargel, Pressesprecherin im Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) folgendermaßen: „Das Hauptgebäude steht unter Denkmalschutz. Die Anforderungen der Sicherheit, des Brandschutzes und der Barrierefreiheit musten mit den Vorgaben des Landesamtes für Denkmalpflege in Einklang gebracht werden. Dazu waren wiederholt intensive und zeitaufwendige Abstimmungen notwendig“. Zur Umsetzung des Sicherheitskonzepts für die Gerichte im Land Brandenburg musste die Entwurfsplanung neu erarbeitet werden. „In diesem Zuge ist auch das Brandschutzkonzept für das Hauptgebäude erneuert worden“, so Bargel weiter. Weitere Sicherheitsanforderungen stellt das Justizministerium an den Gerichtsbau. „Es ist wirtschaftlicher, die Sicherheitsstandards im Zuge der laufenden Sanierung umzusetzen, als zu einem späteren Zeitpunkt erneut Baumaßnahmen vornehmen zu müssen“, sagt Bargel.

In den vergangenen Jahren wurde ein kompletter Austausch der Heizungsanlage im Altbau vorgenommen. Die alten Fußbodenbeläge und die Fenster-Innenflügel wurden erneuert. Die Wände wurden von Restauratorin Jutta Brumme aufwendig mit Schablonen per Hand bemalt, tauschte defekte Fliesen aus. Zum Glück gab es altes Bildmaterial von 1913, nach dem die Restaurationsarbeiten vorgenommen wurden. Der Eingangsbereich und die obere Etage sind inzwischen saniert. Der Verhandlungssaal in dem die Zwangsversteigerungen stattfinden, erhielt wieder die Originalfarbe – ein helles Grün.

Wie teuer die Sanierung insgesamt wird, ist noch offen. Zahlen zur Bauinvestition wollte die Behördensprecherin nicht nennen. „Die Höhe der Baukosten steht erst mit Vorliegen der abschließenden Haushaltsunterlagen fest“, sagt sie. Es wird aber mit einem siebenstelligen Betrag gerechnet. Der Landesbaubetrieb verwaltet sowohl die alte Villa am Luckenwalder Markt als auch das Gerichtsgebäude.

Von Anfang an bestand der Wunsch, dass im Zuge der Bauarbeiten ein barrierefreier Eingangsbereich entstehen soll. „Die Gebäude werden barrierefrei erschlossen, um allen Besuchern den Zugang zu ermöglichen“, erläutert Bargel.

Nachdem die sehr aufwendige Sanierung des Hauptgebäudes im vergangenen Jahr weitestgehend abgeschlossen wurde, soll nun mit dem nächsten Bauabschnitt begonnen werden. Noch befindet sich das Archiv im Kellergeschoss. Dafür ist ein neuer Anbau am Hauptgebäude geplant. Nach aktueller Planung wird die Gesamtmaßnahme im ersten Quartal 2018 abgeschlossen sein. Ob und wann mit einem Anstrich der Außenfassade zu rechnen ist, steht noch nicht fest.

Den Luckenwaldern ist die Lindenallee noch gut als „Sing-und-Brumm-Straße“ in Erinnerung, wie sie im Volksmund genannt wurde. Denn ein Jahr nachdem das Gericht fertig gestellt war, wurde die katholische Kirche errichtet. Während man auf der einen Straßenseite sang, wurde auf der anderen Seite in den Arrestzellen gebrummt.

Von Margrit Hahn

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