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Diebe in Luckenwalde immer dreister

Zaun-, Tor- und Blumenklau Diebe in Luckenwalde immer dreister

In Luckenwalde wird offenbar geklaut, was das Zeug hält. Und die Diebe nehmen nicht einmal Rücksicht auf Friedhöfe. Nicht nur in der Stadtverwaltung ärgern sich die Mitarbeiter darüber, sondern auch viele Bürger stören sich an den unschönen Anblicken in ihrer 800 Jahre alten Stadt. Täglich gibt es neue Hinweise über dreiste Diebstähle.

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Rund 30 Meter Zaun wurden vom Luckenwalder Stalag-Friedhof gestohlen.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Die Stäbe sind noch vorhanden, den grünen Maschendrahtzaun haben die Diebe mitgehen lassen. Fein säuberlich wurde der Draht abgeschnitten. Insgesamt 30 Meter Zaun wurden am Luckenwalder Stalag-Friedhof gestohlen. Darüber wurde die Stadtverwaltung am Freitag von der Polizei informiert. Der Zaun ist 18 Jahre alt. Bisher hatte sich höchstens mal ein Reh oder ein Wildschwein darin verfangen. Jetzt müssen gleich zwei Rollen Maschendrahtzaun gekauft werden, denn auf einer befinden sich nur 25 Meter und das reicht als Ersatz nicht aus. Allein der Materialschaden beträgt 360 Euro. Hinzu kommt die Arbeitsleistung einer Fachfirma.

Wann genau und von wem der Diebstahl verübt wurde, steht nicht fest. Der Zeitpunkt kann aber eingegrenzt werden. Der Revierpolizist, dem der Schaden aufgefallen war, erklärte, dass am 10. März um 10 Uhr noch alles in Ordnung gewesen sei. Am Freitag um 7.45 Uhr fielen ihm die leeren Zaunfelder auf. Die Nachfrage ergab, dass dort derzeit keine Reparaturen vorgenommen werden.

Sauber abgetrennt

Sauber abgetrennt.

Quelle: Margrit Hahn

„Dass Diebe nicht mal vor Friedhöfen zurückschrecken, da fehlen uns die Worte“, sagt Michaela Hoffmann vom Grünflächenamt der Stadt Luckenwalde. Das Geld für einen neuen Zaun müsse jetzt aus dem Topf für die Ehrengräber genommen werden. Dafür fehlt dann das Geld für die eigentliche Pflege. Dass die 30 Meter ersetzt werden müssen, steht außer Frage, denn sonst würden die Wildtiere Friedhof und Gräber in Kürze ruinieren.

Doch das ist längst nicht alles, worüber sich die Mitarbeiter der Stadtverwaltung ärgern. Fast täglich gehen Mitteilungen ein, dass sich Bürger an kommunalem Eigentum vergriffen haben. So gab es in dieser Woche einen Hinweis, dass im Luckenwalder Stadtpark Löcher gebuddelt worden seien – genau an der Stelle, an der Blumenzwiebeln in die Erde gesetzt wurden. Mitarbeiterin Astrid Mai ging davon aus, dass sich ein Hund dort ausgetobt haben könnte, doch als sie sich die Schäden ansah, wusste sie, dass kein Vierbeiner, sondern ein Mensch dort sein Unwesen getrieben hat und die Blumenzwiebeln gestohlen wurden.

„Auch die Wiese gegenüber Pergola und Parkcafe wird ständig zerfahren“, sagt Astrid Mai. „Obwohl dort schon die Krokusse und Tulpen zum Vorschein kommen, treten Spaziergänger mit ihren Hunden die zarten Pflanzen kaputt, noch bevor sie blühen. Wir haben dort auch Spuren von Fahrrädern und Mopeds entdeckt.“

Die Bank am Luckenwalder Weichpfuhl wurde im vergangenen Jahr gestohlen und durch eine neue ersetzt. Vor wenigen Tagen musste mit Erschrecken festgestellt werden, dass zwei Latten der neuen Bank zerstört wurden.

Auch das Seitentor der Kita „Vier Jahreszeiten“ haben sich Langfinger unter den Nagel gerissen. „Am helllichten Tag haben zwei junge Männer, die auf dem Fahrrad unterwegs waren, das Tor mitgehen lassen. Unsere Kollegin hat sie gesehen, als sie an ihr vorbeifuhren. Sie hat überhaupt nicht daran gedacht, dass es sich um unser Tor handeln könnte“, sagt Kitaleiterin Carmen Scheibe.

Von Margrit Hahn

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