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Diese neue Straße ist zu eng zum Radfahren

Verkehr in Großbeeren Diese neue Straße ist zu eng zum Radfahren

Die Großbeerenerin Ursula Schinowsky steigt bei Gegenverkehr in der Teltower Straße lieber vom Rad, als dass sie verunsichert stürzen könnte. Es gibt dort viele Anwohner, viele parkende Autos. Das ist gefährlich.

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Helmer und Ursula Schinowsky fahren Slalom im Verkehr auf der Teltower Straße in Großbeeren.

Quelle: Jutta Abromeit

Großbeeren. Neue Straßen sind schön, doch manchmal ist für Radfahrer hinterher kaum noch Platz. Das findet bei der Teltower Straße in Großbeeren Ehepaar Schinowsky. Beide fahren leidenschaftlich gern Rad. Doch wegen oft zugeparkter Fahrbahnränder bleibt bei 5,50 Metern Breite nicht viel Raum zum Radeln. Die Kritik von Helmer Schinowsky: „Für das Begegnen von zwei Pkw plus insgesamt einen Meter Sicherheitsabstand ist laut Gerichtsurteil eine Fahrbahnbreite von 6,75 Metern nötig.“

Halteverbot in Schulnähe

Hinzukommen müsste Platz für Radfahrer. Der Großbeerener fragt: „Wer parkt dort? In Schulnähe herrscht Halteverbot, und ansonsten muss laut Bauvorschrift jeder auf seinem Grundstück für Pkw-Plätze sorgen.“ Seine Frau Ursula steigt lieber ab und wartet, als sich zwischen Slalom fahrenden Pkw oder Müll- und Lieferfahrzeugen irgendwelchen Gefahren auszusetzen. Schinowskys sehen zwei Lösungen: „Entweder man nutzt die zwei Meter Grünfläche bis zur Grundstücksgrenze für Geh- und Radwege oder man unterbricht die lückenlose Parkgenehmigung in geeigneter Weise“.

Bürgermeister sieht das Problem

Bürgermeister Carl Ahlgrimm kennt das Problem: „Im Nordbereich zwischen Jägerstraße und Kita ,Sterntaler’ besteht am Westrand tatsächlich ein erhebliches Problem durch geparkte Kraftfahrzeuge.“ Östlich gibt es einige Parkbuchten, den nur einen Meter breiten Gehweg und kaum Grundstückszufahrten. „Autos können allenfalls hinter den Häusern auf Privatplätzen abgestellt werden. Aber ihre Zahl liegt nach Kenntnis der Verwaltung weit unter den tatsächlich vorhandenen Fahrzeugen“, so Ahlgrimm. Eine gemeinsame Nutzung des schmalen Gehwegbereichs für Fußgänger und Radfahrer halte die Verwaltung wegen deutlich zu schmaler Verkehrsflächen ebenso wenig für möglich wie die Einbeziehung des „Grünstreifens“ mit Parkbuchten und Straßenbäumen. Nur zwischen Kita und Schule wäre der einseitige, für die Schulwegsicherung zwei Meter breite Gehweg auch für Radfahrer denkbar, meint der Bürgermeister. Allerdings gebe es dort mit drei Fahrbahneinmündungen und einer Kreuzung erhebliche Fußgänger- und Radfahrer-Konzentrationen, so dass Sicherheitsaspekte zur gegenwärtigen Situation mit Tempo 30 führten. Für eine Verbesserung wenigstens von der Poststraße bis zur Schule prüfe man jetzt beim Erstellen des Verkehrsentwicklungskonzepts, ob eine Einbahnstraße Richtung Schule mit Linksparken sinnvoll ist. Der Nordbereich ab Kita könne aus Verwaltungssicht nur wirksam entschärft werden, wenn der öffentliche Verkehrsraum mit der Entwicklung der westlich anschließenden Fläche erweitert werde, so Ahlgrimm.

Von Jutta Abromeit

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