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Digitales Allwissen über Grund und Boden

Dahmeland-Fläming Digitales Allwissen über Grund und Boden

Auf Papier gedruckte Landschaftskarten hält schon lange kaum mehr jemand in der Hand. Die Geoportale von Kreis und Land bieten weitreichende Informationen zu Grundstücksgrenzen, der Beschaffenheit von Radwegen und den Standorten von Kindertagesstätten.

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Das Geoportal des Landkreises Dahme-Spreewald zeigt alle Bushaltestellen an – so wie hier um Königs Wusterhausen.

Quelle: Screenshot: Brandenburg-Viewer

Dahmeland-Fläming. Die Geodaten-Infrastruktur in Deutschland soll weiter ausgebaut werden. Im Rahmen der EU-Richtlinie „Inspire“ sollen mehr Daten erhoben und anschließend verstärkt ausgetauscht werden. In den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald gibt es bereits umfassende Geo-Informationen im Internet.

Die Bürger können in Geoportalen umfangreiche Informationen über Grund und Boden abrufen. Die Internetseiten sollen relevante geografische Daten jederzeit unbürokratisch verfügbar machen. Nur wenige Bürgen wissen um dieses Angebot. „Die meistgestellte Frage bei uns ist: Wo liegt mein Grundstück?“, sagt Anett Thätner, Leiterin des Kataster- und Vermessungsamts in Teltow-Fläming. Das Geoportal sei die Lösung bei solchen Anfragen. Außerdem bilden die digitalen Karten heutzutage die Grundlage für viele Planungen und Verwaltungsentscheidungen.

Karte für Fahrradwege

Der Landkreis Dahme-Spreewald stellt in seinem Geoportal unter anderem eine Karte für Fahrradwege zur Verfügung. Dort ist nicht nur der Verlauf, sondern auch die Beschaffenheit der Wege genau erfasst. Diese Karte ist auch von Smartphone und Tablets zu erreichen. Ebenfalls im Internet abrufbar sind die Bodenwerte, also der Quadradmeterpreis von Grundstücken. Dabei wird auch angezeigt, wie viele Grundstücke im ausgewählten Gebiet in den vergangenen Jahren verkauft worden sind.

Der Umfang der verfügbaren Informationen ist größer geworden. „Es hat sich alles weiterentwickelt, es gibt immer mehr Daten und immer mehr Nutzen daraus“, sagt Nicole Michaelis, Koordinatorin für Geodateninfrastruktur im Landkreis Dahme-Spreewald.

Vielfältige Daten

Auf der sogenannten Kreiskarte können die Bürger die nächstgelegenen Bushaltestellen, Bahnhöfe und Ämter finden. „Eine Umkreissuche für solche Einrichtungen ist aktuell in der Entwicklung“, sagt Nicole Michaelis. Dann könnten Familien, die sich für einen Bauplatz interessieren, schauen, wo sich in der Nähe eine Kita befindet. Bewohnern werden auch Denkmäler, Badestellen und Wasserschutzgebiete auf Wunsch angezeigt.

Ähnlich vielfältig sind die Daten aus Teltow-Fläming. Selbstverständlich sind die Strecken der Fläming-Skate im Portal des Kreises eingezeichnet. Außerdem können die Standorte von Windrädern eingesehen und Kindertagesstätten gefunden werden. Für die Sportler hat der Landkreis sämtliche Sportstätten verzeichnet. Bei all diesen Informationen handelt es sich um Daten, die von den verschiedenen Fachämtern der Landkreise geliefert werden.

Erleichterung durch technische Fortschritte

Grundlage für alle Geoportale im Internet sind die topografischen Inhalte, also die Höhe, Tiefe und Form von Gelände – sie werden Geobasisdaten genannt. Dazu gehören auch die Grundstücks- und Flurgrenzen. Für diese Basisdaten gibt es ein eigenes Geoportal, den Brandenburg-Viewer. Er umfasst – im Gegensatz zu den Geoportalen der Kreise – das ganze Land. Einzig dort finden sich tiefergehende topografische Daten. Landes-, Gemeinde- und Grundstücksgrenzen sind dort auch verzeichnet.

Zuständig für die Erfassung dieser Daten sind das Landesvermessungsamt und die Katasterämter. Für alle Beteiligten sind die technischen Fortschritte eine große Erleichterung. „Früher wurden gedruckte Karten mit roter Farbe überzeichnet und erst neu angefertigt, wenn sie nicht mehr lesbar waren“, sagt Anett Thätner. Aber nicht nur die Verwaltung, auch die Erfassung der Daten ist einfacher geworden. Moderne GPS-Geräte bestimmen Grenzpunkte millimetergenau.

In den Geo-Systemen der zuständigen Ämter würden Gebäude bereits dreidimensional angezeigt. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis diese Ansicht auch für die Öffentlichkeit verfügbar sein wird, sagt Thätner.

Von Johannes Zimmermann

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