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Diskussion über Gefahren im Netz

Luckenwalde Diskussion über Gefahren im Netz

Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming, Sexting: Das kriminelle Treiben im Internet nimmt zu. Betroffen sind auch Kinder und Jugendliche, die ahnungslos Spiele oder Apps nutzen und auf Kriminelle hereinfallen. Eine Diskussionsrunde in Luckenwalde klärte über die Gefahren auf.

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Gut besucht war die Diskussion über Cyber-Kriminalität.

Quelle: Lisa Blech

Luckenwalde. Die Aula des Friedrich-Gymnasiums in Luckenwalde wurde am Donnerstagabend in ein Forum zum Thema „Spielplatz Internet: Paradies für Täter?“ verwandelt. Mehr als 100 Interessierte hatten sich zusammengefunden, um über Risiken, Lösungsansätze und Verantwortungen der digitalen Kriminalität von Experten informiert zu werden und darüber zu diskutieren.

Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming, Sexting und Hate Speech

Als Hauptreferent war der Kriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger geladen, der sich besonders für die digitale Kriminalprävention über Medienbildung einsetzt. Stichworte wie Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming, Sexting und Hate Speech führte er an und erklärte, was sich dahinter verbirgt – mit allen Folgen bis zum Tod. Sowohl Computerspiele als auch Smartphone-Apps sind riskant. Zudem erinnerte er daran, das ab 14 Jahren die Strafbarkeit einsetzt. „Eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Wenn es um den Schutz der Kinder vor digitalen Risiken geht, wird häufig allein den Eltern die Verantwortung zugeschoben.“, erklärte Rüdiger.

Als Lösungsansatz und Anregung schlug der Kriminologe vor, dass nicht nur die Erziehungsberechtigten, Kinder und Jugendlichen, sondern auch Erzieher, Lehrer und weitere gesellschaftliche Akteure medienkompetent werden und Verantwortung übernehmen müssen. Laut Rüdiger sei eine Medienkompetenzschulung ab der Grundschule nötig, da 80 Prozent der Opfer von Cyber-Grooming zwischen 10 und 14 Jahren, fünf Prozent sogar unter 6 Jahren seien. Der englische Begriff beschreibt das gezielte Ansprechen von Kindern und Jugendlichen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte. Zwei von drei Tätern sind jünger als 30 Jahre.

Experten: Kinder früh aufklären

Die folgende Podiumsdiskussion wurde von Uwe Madel, Moderator des RBB-Kriminalmagazin „Täter-Opfer-Polizei“ und Unterstützer der Opferhilfeorganisation „Weißer Ring“, moderiert und von regionalen Experten begleitet. Zu diesen zählten die Luckenwalder Rechtsanwältin Christiane Lindner-Klopsch, Psychologe Gerd Reimann und Claudia Sponholz von der Polizei Teltow-Fläming, die im Bereich Gewaltprävention und Opferschutz tätig ist.

Madel und Lindner-Klopsch betonten die Wichtigkeit, von Anfang an mit den Kindern über das Thema zu reden, zu informieren und eine Vertrauensbasis zu schaffen. Lindner-Klopsch und Rüdiger rieten dazu, die Spiele und Apps, die der Nachwuchs nutzt, selbst zu nutzen. Auf diese Weise wird eine Kommunikationsplattform zwischen den Generationen geschaffen.

Die Prägnanz der Kommunikation stellt Sponholz bei ihrer Arbeit an den Schulen heraus, bei der sie zunächst körperliche und seelische Gewalt erkläre. „Die Kinder haben ganz große Schwierigkeiten damit, sich zu öffnen“, sagte sie.

Info: Hinweise zu Cyber-Kriminalität oder Anzeigen konkreter Taten sind auf der Internetseite der Polizei möglich, https://polizei.brandenburg.de

Von Lisa Blech

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