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Diskussion über Verkehr in Waldblick

Mahlow Diskussion über Verkehr in Waldblick

Halb Waldblick war am Dienstagabend im Mahlower Vereinshaus, um mit dem Ortsbeirat über den Verkehr in ihrem Ortsteil zu diskutieren. Dabei ging es um die Frage, wie die Straßen eines Tages ausgebaut werden sollen. Vor allem bei der Verteilung des Verkehrs gibt es unterschiedliche Lager.

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Die Ortsbeiratsmitglieder Bernd Marquardt, Vera Hellberg und Regina Bomke und die stellvertretende Bürgermeisterin Marion Dzikowski (v.l.) bei der Veranstaltung.

Quelle: Christian Zielke

Mahlow. Fast 200 Waldblicker haben am Dienstagabend mit dem Mahlower Ortsbeirat über den Verkehr in ihrem Gemeindeteil diskutiert.

Die Gemeindeverwaltung hat acht verschiedene Varianten der Verkehrsführung erarbeitet. In diesen sind die Straßen in Waldblick nach ihrer Verkehrsbedeutung gruppiert. Daraus soll sich später einmal ableiten, wie die Straßen ausgebaut werden – als Haupterschließungsstraße mit beidseitigen Gehwegen, als Wohnstraße mit einem Gehweg oder als Wohnweg, den sich Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger teilen. Wie Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin erläuterte, sei eine flächendeckende Anordnung von Wohnwegen vor allem zwischen Marienfelder und Arcostraße als Spielstraßen schwer durchzusetzen. „Das Straßenverkehrsamt will keine Mischverkehrsflächen“, sagte sie. Im bisherigen Verkehrskonzept von 2013 waren diese noch als Anliegerstraßen bezeichnet – doch diese gibt es in der aktuellen Straßenbaurichtlinie nicht mehr, weshalb das Konzept überarbeitet werden müsse.

Viele wollen so wenig Verkehr wie möglich

Viele Waldblicker wollen vor allem so wenig Verkehr wie möglich. Größter Knackpunkt dürfte die Entscheidung darüber sein, ob die Verbindung von der Marienfelder Straße zur Hubertusstraße für Autos geöffnet wird. Anwohner beider Straßen wehren sich dagegen, weil sie eine Zunahme des Autoverkehrs fürchten – vor allem, wenn die Marienfelder Straße wie beabsichtigt ausgebaut wird. In der Arcostraße gibt es Befürworter dieser neuen Öffnung. Dort, in der Hauptstraße von Waldblick wünschen sich viele eine Entlastung vom Verkehr. Gleichzeitig wolle man auf den Bus nicht verzichten.

Gegen Verzicht auf Kopfsteinpflaster

Eine Anwohnerin klagte über den Lärm, der von den Kopfsteinpflasterstraßen ausgeht und sprach sich dafür aus, die Straße zu teeren, was auf sofortigen Widerspruch derer stieß, die glatte Straßen immer auch mit Raserei verbinden. Vor allem in den bisher unbefestigten Straßen gab es jedoch viele, die sich „zivilisierte Verhältnisse, wie sie sich fürs 21. Jahrhundert gehören“, wünschten, so Alexander Korsch. Er forderte, sämtliche Straßen in Waldblick mit Gehweg auszubauen – für die Sicherheit der Kinder und Älteren. „Ich möchte nicht von meinem Nachbarn über den Haufen gefahren werden“, sagte Korsch und bekam Applaus, aber auch Kritik. Peter Jankowski, Anwohner der Ziethener Straße, regte eine Umgehungsstraße an, die von der Lichtenrader Straße über das Feld nach Berlin führen könnte.

Kosten unklar

Immer wieder kam auch die Frage nach den möglichen Kosten für einen Ausbau der Straße. Peter Abend von der Initiative Waldblick will ausgerechnet haben, dass auf die Anwohner Beiträge von rund 2,5 Millionen Euro zukommen, wenn die Gemeinde sämtliche Straßen erneuern lässt.

Auch wenn es immer wieder emotional zuging, blieb die Diskussion meist sachlich. „Wir dürfen uns nicht auseinander dividieren lassen“, appellierte Monika Gysi.

Ortsvorsteherin Regina Bomke will die Ergebnisse nun zusammen mit der Verwaltung zu einem Papier zusammenfassen, das dann im Internet veröffentlicht und am 3. November im Bauausschuss beraten werden soll. Dieser muss das Kunststück vollbringen, das eine ältere Dame in einem Satz zusammenfasste: „Alle wollen mit dem Auto fahren, aber niemand will den Verkehr.“

Von Christian Zielke

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