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Teltow-Fläming Diskussion über freie Trägerschaft für Kitas
Lokales Teltow-Fläming Diskussion über freie Trägerschaft für Kitas
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00:25 03.03.2018
Gut besucht war die von Judith Kruppa (Die Linke/vorn) mit organisierte Diskussionsrunde im voll besetzten Bürgerhaus Saalow. Ansprechpartner waren Gewerkschafter Willy-Fred Thoms, Klaus-Dieter-Hartung (Die Linke), Ex-Bürgermeister von Hohen Neuendorf; moderiert wurde die Veranstaltung von Sven Rosig (v. l. n. r.). Quelle: Fotos: frank Pechhold (2)
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Saalow

Noch ist nichts entschieden. Das war die Botschaft an rund 70 Gäste im Bürgerhaus Saalow. Dort fand Montagabend eine offene Diskussionsrunde über kommunale oder freie Trägerschaft für Kitas und Horte in der Gemeinde Am Mellensee statt. Veranstalter war der Verein „Kommunalpolitisches Forum Land Brandenburg“.

Im Podium saßen Klaus-Dieter Hartung (Die Linke), Ex-Bürgermeister von Hohen Neuendorf (Oberhavel), Willy-Fred Thoms, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, sowie Moderator Sven Rosig. „Ein vierter Stuhl kann gerne von der Verwaltung besetzt werden“, bot Rosig an. Von diesem Angebot machte Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) später Gebrauch.

Ausgangspunkt aller Überlegung war Kritik von der Kreisverwaltung

„Wir wollen Fakten sammeln und Wissensstände erweitern“, sagte Rosig. Wie berichtet läuft die Diskussion über Vor- und Nachteile einer Überführung der vier kommunalen Kitas und zwei Horte in freie Trägerschaft auf Hochtouren. Ausgangspunkt dieser Überlegungen war die von der Kreisverwaltung vor zwei Jahren geübte Kritik an der Qualität der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes in den Einrichtungen. „Wir stellen das Licht der Angestellten nicht unter den Scheffel. Die leisten bestimmt eine gute Arbeit“, sagte der Finanzausschuss-Vorsitzende Heiko Winterstein (CDU) der MAZ. Aber die Bewertung des Kreises habe gezeigt, dass es noch wesentlich besser geht. Deshalb erarbeitet eine aus Finanz- und Sozialausschuss bestehende Arbeitsgruppe Vorschläge für Verwaltung und Gemeindevertretung.

„In Hohen Neuendorf gab es einen Grundsatzbeschluss der Stadtverordneten, die acht Kitas in freie Trägerschaft zu übergeben“, sagte Klaus-Dieter Hartung. Dieser Beschluss sei von der Verwaltung umgesetzt worden. Hartung zufolge dürfe man von freien Trägern keine Wunder erwarten. Auch die müssten kostendeckend arbeiten. „Die Frage ist nur: Kann das ein freier Träger besser als die Kommune?“

Mütter meldeten sich zu Wort

Gewerkschafter Willy-Fred Thoms warnte davor, den Stab über freie Träger zu brechen. Deren Qualität hänge immer von den ihre Arbeit leistenden Menschen ab.

Nach positiven Erfahrungen mit freien Trägern fragte eine Mutter. Freie Träger seien manchmal beweglicher, was pädagogische Inhalte betrifft, so Klaus-Dieter Hartung. Eine andere Mutter sagte, dass es den Eltern vor allem darauf ankomme, überhaupt einen Platz in einer Kita zu bekommen, wo die Kinder sicher betreut werden und genügend Erzieher arbeiten.

Broshog: „Das Thema ist noch nicht ausdiskutiert“

Eine Sperenberger Horterzieherin fragte, ob freie Träger die Arbeitsverträge übernähmen. Da es sich um einen Betriebsübergang handele, blieben die Konditionen für drei Jahre festgeschrieben, so Hartung. „Dann gelten die Bedingungen des freien Trägers.“ Bisher hätten sich fünf freie Träger vorgestellt, so Bürgermeister Broshog. Drei davon hätten erklärt, sich bei den Gehältern an den Tarif des öffentlichen Dienstes anzulehnen. „Das Thema ist noch nicht ausdiskutiert“, verwies Broshog auf die nächste Beratung der Arbeitsgruppe am 15. März. Dazu lade man alle Kita- und Hortleiterinnen sowie die Kita-Ausschüsse ein. Alle Kitas stellen noch mal ihre Konzepte vor. „Wir sollten unbedingt die Eltern mit ins Boot holen und in großer Runde informieren“, sagte Heiko Winterstein. In den vergangenen Wochen sei das Gerücht gestreut worden, die Übertragung der Kitas in freie Trägerschaft sei schon in Sack und Tüten. „Das stimmt nicht.“

Von Frank Pechhold

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