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Diskussion um Feuerwehr-Schriftzug

Bauausschuss streitet über Hinweis an neuem Feuerwehrgebäude in Rangsdorf Diskussion um Feuerwehr-Schriftzug

Kurz vor seiner Fertigstellung sorgt das Feuerwehrhaus in Rangsdorf für Diskussionen. Den späteren Nutzern ist der geplante Schriftzug zu klein und nichtssagend. Sie wollen große Buchstaben über den Toren – für Architekt Tassilo Soltkahn ein absolutes No-Go. Er hat deswegen einen eigenen Vorschlag gemacht.

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Auch ohne Schrift gut erkennbar: das neue Feuerwehrhaus.

Quelle: Zielke

Rangsdorf. Gut einen Monat vor der Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses steht man in Rangsdorf plötzlich vor brennenden Fragen: Wo soll der Schriftzug an der neuen Fassade hin? Oder reichen ein symbolisierter Feuerwehrhelm samt Axt und Spritze und ein Wappen aus? Braucht es überhaupt einen Hinweis auf ein Gebäude, dessen Funktion eigentlich schon von weitem zu sehen ist?

Die Architekten des gut eine Million Euro teuren Gebäudes wollten mit den drei nüchternen Buchstaben FFW an einer Wand darauf aufmerksam machen, dass es sich um eine freiwillige Feuerwehr handelt. Den Kameraden ist das zu wenig. „Das sieht nach nichts aus“, sagte Peter Straube, der Gemeindewehrführer, der MAZ. Über den Toren soll deshalb groß der Schriftzug „Feuerwehr Rangsdorf“ prangen, so die Forderung der Brandschützer. Rechts und links davon sollen Helmsymbol und Wappen auch den letzten Zweifel ausräumen, dass es sich um eine Kita in Zossen oder ein Rathaus in Mahlow handeln könnte. Deswegen beschäftigte sich der Bauausschuss am Dienstag mit der Frage nach dem passenden Schriftzug. Alexander Boldt (Linke) sprach sich dafür aus, die Wünsche der Feuerwehr zu berücksichtigen. Matthias Gerloff (Grüne) hingegen wollte auf die Schrift ganz verzichten. „Das Gebäude spricht für sich.“ Stephan Wilhelm (SPD) hingegen sprach sich für noch mehr Text aus. „Wir sollten das Wort Freiwillig mit aufnehmen, um zu zeigen, dass hier Ehrenamtler arbeiten“, sagte er.

Simone Götsche, die Bauamtsleiterin, war bei der Diskussion merklich unwohl zumute. „Beim Rathaus und beim Hort hatten die Nutzer auch keinen Einfluss auf die Gestaltung“, sagte sie und warnte davor, das Gebäude zu „verkitschen“. Tassilo Soltkahn, CDU-Fraktionsvorsitzender und selbst Architekt, warnte davor, Entwürfe einfach zu verändern. Diese seien urheberrechtlich geschützt und ein Eingriff in die Architektur. Einen großen Schriftzug über den Toren bezeichnet er als „absolutes No-Go“. Er schlug deshalb vor, einen kleinen Schriftzug über der Eingangstür anzubringen – was die Mehrheit des Bauausschusses befürwortete. Gemeindewehrführer Peter Straube ist bereit, darüber in einer der nächsten Sitzungen zu diskutieren: „Ich bin da offen“, sagte er.

Von Christian Zielke

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