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Diskussion um Investitionen in Mietobjekte

Niedergörsdorf Diskussion um Investitionen in Mietobjekte

Einen sechsstelligen Überschuss erwirtschaftet die Gemeinde Niedergörsdorf jährlich mit ihren Miteshäusern. Das Geld fließt in den allgemeinen Haushalt. Ein Streit über die Vergabe von fünfstelligen Investitionssummen führte nun dazu, dass die Verwaltung einen Bericht über alle Mietobjekte öffentlich ablieferte.

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Investitionen in ein vermietetes Gewerbeobjekt in Niedergörsdorf waren ein Streitpunkt.

Quelle: Victoria Barnack

Niedergörsdorf. Die nackten Zahlen aller Mietobjekte, die der Gemeinde Niedergörsdorf gehören, klingen eigentlich gut: 123 000 Euro Überschuss erwirtschaften die Gemeinde mit den 20 Gebäuden pro Jahr. Nur zehn der 72 Wohneinheiten standen im August leer. „Einige davon sind inzwischen sogar schon wieder neu bezogen worden“, informierte Kämmerin Martina Schlanke jüngst die Gemeindevertreter.

Mieteinnahmen: 116 000 Euro pro Jahr

Hinzu kommt eine von acht Gewerbeeinheiten, die momentan nicht vermietet ist. 116 000 Euro werden dem Haushalt aus diesem Überschuss jährlich zugeführt. Erst bei Vor-Ort-Terminen wird deutlich, dass ein Teil dieses Geldes dringend für die Sanierung einiger Gebäude notwendig ist.

Ein gemeindeeigenes Wohnhaus

Ein gemeindeeigenes Wohnhaus.

Quelle: Victoria Barnack

Bei der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend kam deshalb erstmals die Diskussion auf, ob die Überschüsse nicht besser als Eigenmittel für die Mietobjekte genutzt und nicht dem Gemeindehaushalt zugeführt werden sollten. „Die Einnahmen sind für den Haushalt jedoch wichtig, weil die Schlüsselzuweisungen des Landes auch in Zukunft nicht steigen werden“, sagte Bürgermeister Wilfried Rauhut (parteilos) mit Blick auf die sinkende Einwohneranzahl seiner Gemeinde, in der momentan knapp 6000 Menschen leben. „Aufgabe der Gemeinde ist das öffentliche Wohl und nicht das Mietgewerbe“, sagte er weiter und verwies damit beispielsweise auf die Pflichten im Bereich Kultur und Jugendarbeit.

Regelmäßige Information über Immobilien

Die Verwaltung gab am Mittwoch erstmals öffentlich eine ausführliche Berichterstattung über die Zustände der gemeindeeigenen Mietobjekte und möchte dies zu einer Gewohnheit im Herbst machen, um den Gemeindevertretern die Entscheidungen bei der Aufstellung des Haushaltes zu vereinfachen und Beschlüsse durchsichtiger zu gestalten.

Notwendig wurden die Informationen unter anderem wegen eines Beschlusses über fünfstellige Investitionssummen für den Umbau und die Erweiterung der Physiotherapie Maurer in Niedergörsdorf. Vor allem die Mitglieder der Fraktion „Mehr Initiative für Niedergörsdorf“ hatten das Gefühl, darüber zu spät informiert worden zu sein. Sie beschwerten sich darüber, dass erst zur Sitzung der Beschlussfassung den Hauptausschussmitgliedern eine Tischvorlage mit einer drastischen Erhöhung der Investitionssumme vorgelegt worden war.

Um ähnliche Auseinandersetzungen in der gemeindeinternen Kommunikation künftig zu vermeiden, informierte die Kämmerin alle Gemeindevertreter nun über den aktuellen Stand. Schlanke verwies nicht nur auf Gebäude, die bereits saniert sind. Sie informierte auch über zum Verkauf ausgeschriebene Häuser und über Maßnahmen, die am dringlichsten sind und deshalb bei der Planung des nächsten Haushaltes berücksichtigt werden sollten. Dazu würden auch weitere Arbeiten an dem zuletzt diskutierten Gebäude gehören.

Von Victoria Barnack

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