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Diskussion um Sportplatz Rohrteich

Jüterbog Diskussion um Sportplatz Rohrteich

Im Jüterboger Sportlerbeirat ist man sich über die Teilsanierung des Sportplatzes Rohrteich uneinig. Stattdessen hoffen einige auf Verteilung der Gelder an die Sportvereine der Stadt, während andere für die schrittweise Sanierung der Sportstätten der Stadt sind, wie es bei den Kitas praktiziert wird.

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1996 wurden Tartanbahn und Rasenplatz am Rohrteich in der aktuellen Form angelegt. Die Lebensdauer der Bahn ist fünf Jahre überschritten.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Das lange Ringen von Jüterbogs Leichtathletiktrainer Ernst Troelenberg und vieler Stadtverordneter um die Sanierung der maroden Tartanbahn am Sportplatz Rohrteich schien Anfang Juli endlich von Erfolg gekrönt zu werden. Der Jüterboger Hauptausschuss hatte eine Vorlage auf dem Tisch, in der die Planungsleistungen für die Laufbahn und die Hochsprunganlage an ein Ingenieurbüro vergeben werden sollten. 30 000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. Die eigentliche, etwa 300 000 Euro teure Sanierung der Anlage hätte noch in diesem Jahr beginnen können.

Hauptausschuss wollte nicht ohne Anhörung des Beirats beschließen

Doch der Hauptausschuss geriet vor der Entscheidung in eine lange Diskussion um das Für und Wider der Anlage. Statt den Beschluss zu fassen, wollte man den Sportlerbeirat anhören. Dieses neue Gremium hat zwar keinerlei Beschlusskraft, doch soll es die verschiedenen Meinungen innerhalb der Jüterboger Sportlerschaft vertreten.

Am Dienstagabend stand der Sportplatz Rohrteich auf der Tagesordnung des Beirats bei seiner Sitzung im Vereinsheim des SV Kloster Zinna. Durch die Anwesenheit von Stadtverordneten aus vier Fraktionen mutierte der Beirat beinahe zu einem Sportausschuss – und erneut wurde vehement diskutiert.

Der Sportlerbeirat am Spielfeldrand beim SV Einheit Kloster Zinna

Der Sportlerbeirat am Spielfeldrand beim SV Einheit Kloster Zinna. V.l.n.r.: Vorsitzender Kurt Radke, Jamie-Tom Becker, Thomas Faber, Elly Neumann-Fabry, Katja Dammmüller, Eberhard Mertens, Ernst Troelenberg und Steffen Zirnstein.

Quelle: Peter Degener

Beirat soll Prioritätenliste für Sanierung der Sportstätten erstellen

„Gibt es in den nächsten Jahren noch eine Chance, dass die Stadt so viel Geld für Vereine ausgibt?“, fragte Beiratsmitglied Thomas Faber vom FC Viktoria Jüterbog. Er wünscht, dass alle Vereine etwas von den freiwilligen Investitionen der Stadt abbekommen. Stadtverordnete Maritta Böttcher (Linke) warnte davor, den Beschluss am Ende einer jahrelangen Kette von Sparmaßnahmen und Diskussionen noch zu kippen.

Sie plädierte für eine Prioritätenliste dringender Maßnahmen, die der Beirat erstellen soll und die dann über die nächsten Jahre abgearbeitet werden könnte. „Bei den Kitas können wir auch nur eine nach der anderen machen, bei den Sportstätten sollten wir einen ähnlichen Weg einschlagen“, sagte sie.

Auch Fußballer verteidigten die Tartanbahn

Jens Schandert (Für Jüterbog) unterstützt dagegen die Fußballer. Im Gegensatz zu Kitas sehe er wenig Chancen auf Fördermittel oder größere eigene Investitionen der Stadt in der Zukunft. Ernst Troelenberg, ebenfalls Beiratsmitglied, verteidigte das Projekt gegenüber den Fußballern. „Die Drainage der Tartanbahn dient auch den Fußballplätzen von Viktoria, die sonst bis Mai unter Wasser stehen würden“, sagte Troelenberg.

Gastgeber Steffen Zirnstein vom SV Kloster Zinna ist selbst Fußballer und hatte vor der Sitzung die teils schlechten Platzverhältnisse seines Vereins dem Beirat präsentiert. Er plädierte trotzdem für die Tartanbahn: „Dann ist eine Sache geschafft und danach kämpfen wir gemeinsam für das nächste Ding.“

Eingesparte Mittel sollen nur im Bereich Sport investiert werden

Am kommenden Dienstag werden der Sportplatz Rohrteich und das Meinungsbild des Beirats noch einmal Thema im Sozialausschuss sein. Dort wird dann eine Beschlussempfehlung für den Hauptausschuss abgegeben, der am 1. August entscheiden soll. Die erneute Beratung hat bereits jetzt zur Folge, dass die Planungen nicht mehr in diesem Jahr beginnen können. Ein positiver Nebeneffekt davon könnte sein, dass die eigentliche Sanierung günstiger wird. Im Winter buhlen die Firmen stärker um solche Aufträge, sagte Schandert. „Was von den eingestellten Mitteln nicht benötigt wird, bleibt im Bereich Sport“, versprach er.

Von Peter Degener

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