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Diskussion um die Zukunft des Sportlerheims

Schlenzer Diskussion um die Zukunft des Sportlerheims

Mehrere Jahrzehnte lang ist das Sportlerheim in Schlenzer gewachsen. Der Verein Traktor Schlenzer hatte es einst in Eigeninitiative seiner Mitglied erbaut. Zuletzt investierte auch die Gemeinde Niederer Fläming in das Gebäude. Dennoch sieht es nicht gut aus für die Zukunft des Häuschens. Deshalb haben die Dorfbewohner nun verschiedene Alternativen vorgestellt.

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Momentan sieht es trist um das Sportlerheim aus. Die Schlenzeraner setzen sich nun für den Erhalt des Gebäudes ein.

Quelle: Victoria Barnack

Schlenzer. Fast 50 Jahre lang war der Verein Traktor Schlenzer ein fester Bestandteil im Leben des 200-Einwohner-Ortes im Niederen Fläming. Seit einiger Zeit sieht es jedoch schlecht um seine Zukunft aus. Spekulationen um eine Auflösung existieren bereits seit Längerem, auch wenn der Vorstand offiziell noch davon absieht. Das Sportlerheim direkt neben dem inzwischen unbenutzten Fußballfeld hat er noch bis Ende 2017 gemietet. Ob der Verein, der das Haus einst in Eigenleistung erbaut hatte, es auch über diesen Zeitraum hinaus erhalten kann, ist ungewiss.

Um dieses Gebäude gibt es nun erstmals eine öffentliche Diskussion. Denn die Schlenzeraner würden es gern erhalten. Ortsvorsteher Reinhard Siebert stellte dem Gemeindeentwicklungsausschuss deshalb in der vergangenen Woche verschiedene Nutzungsmöglichkeiten vor. Alternative Nummer eins wäre eine Umfunktionierung als Dorfgemeinschaftshaus. „Dafür wäre aber die Gründung eines neuen Vereins nötig“, erklärte Siebert, „oder der Beitritt in den Sportverein mit einer Änderung der Satzung.“ Denn einen Heimatverein besitzt der kleine Ort bisher nicht. „Die Mehrheit im Dorf ist für diesen Vorschlag“, fügte der Ortsvorsteher an.

Zwei weitere Zukunftsperspektiven, die Siebert erläuterte, sind eher als theoretische Modelle anzusehen. Der erste Vorschlag wäre die Verpachtung des Gebäudes an einen gastronomischen Betrieb. Immerhin liegt der Sportplatz direkt an der Fläming-Skate. „Es ist jedoch selbstverständlich, dass wir keine Konkurrenz zur örtlichen Gastronomie schaffen werden“, wägte Uwe Gottwald, Vorsitzender des Gemeindeentwicklungsausschusses, den Vorschlag ab.

Als letzte Möglichkeit bliebe nur noch der Zerfall des Gebäudes, wenn die Gemeinde das Haus in Zukunft nicht mehr vermietet und auch nicht investiert. Laut Ortsvorsteher Siebert würde das unter den Einwohnern jedoch „große Unverständnis“ hervorrufen.

Vom Gemeindeentwicklungsausschuss gab es deshalb schwere Hausaufgaben für die Schlenzeraner. „Gelder werden nur dort fließen, wo auch etwas passiert“, stellte Uwe Gottwald klar. Momentan wird das Sportlerhaus regelmäßig lediglich einmal pro Woche genutzt. Der Gemeinde ist das zu wenig Aktivität, um das Gebäude zu erhalten. Die Schlenzeraner argumentieren nun, dass das Sportlerheim wesentlich öfter genutzt würde, wenn erst einmal die sanitären Anlagen renoviert wären. Sie haben schon mehrere Ideen für Arbeitsgemeinschaften und Freizeitgruppen, die sich dort treffen könnten.

Eine konkrete Entscheidung kann momentan nicht von der Gemeinde erwartet werden. „In Schlenzer muss man sich untereinander erst einmal einig werden, was man will“, hieß es von dort in der vergangenen Woche. Denn in dem Ort selbst hatte es zuletzt vor allem an der richtigen Kommunikation gemangelt. Der Vorstand des Sportvereins und die engagierten Einwohner von Schlenzer haben es bisher noch nicht geschafft, sich an einen Tisch zu setzen und die verschiedenen Möglichkeiten zu diskutieren. Unterstützung, vor allem in finanzieller Form, wird es von der Gemeinde jedoch erst dann geben, wenn ein Konzept vorliegt.

Von Victoria Barnack

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