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Diskussion zur Zukunft des Birkenwäldchens

Blankenfelde Diskussion zur Zukunft des Birkenwäldchens

Für die Einen ist das Birkenwäldchen in Blankenfelde nur eine Abkürzung auf dem Weg ins Ortszentrum, andere wollen dort spielen, Sport machen oder einfach nur auf der Bank sitzen. Anwohner haben in den vergangenen Monaten viele Ideen zur Neugestaltung des Grünzugs entwickelt. Die Politik ist sich uneinig, was vor allem an den zu erwartenden Kosten liegt.

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Mehrfach haben Landschaftsplaner und Anwohner in diesem Jahr über das Birkenwäldchen diskutiert.

Quelle: Foto: v. Fournier

Blankenfelde. Monatelang haben sie sich den Kopf über die Zukunft des Birkenwäldchens in Blankenfelde zerbrochen. Sie, das waren Anwohner, Gemeindevertreter, Ortsbeiratsmitglieder, Verwaltungsmitarbeiter und die Planer des Landschaftsarchitekturbüros Gruppe F aus Berlin. Drei Termine hat es seit dem Frühjahr gegeben, bei denen es um die Gestaltung des rund 40 000 Quadratmeter großen Grünzugs zwischen dem Wohngebiet an der Rembrandtstraße und der Käthe-Kollwitz-Straße ging.

Am Mittwoch positionierte sich der Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport (BJS) der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow zum weiteren Verfahren. Bis zum Januar soll die Verwaltung der Gemeindevertretung drei Varianten zur Entscheidung vorlegen. In der Diskussion im Ausschuss wurde deutlich, dass die Vorstellungen weit auseinander gingen, was vor allem an den zu erwartenden Kosten lag.

Die Wahl zwischen Minimal- und Maximalvariante

Rund 580 000 Euro soll die Maximalvariante kosten, hat Landschaftsarchitektin Bettina Walther berechnet. In der Summe sind dann die vielen Ideen von Anwohnern, Schulkindern und Jugendlichen berücksichtigt. Sie haben sich Sport-, Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten gewünscht. Diese sollen sich, so die Idee der Planer, in drei Inseln entlang des Hauptweges gruppieren. Dort kann man hangeln und schaukeln, laufen oder balancieren. Dazu soll es noch eine kleine BMX-Strecke und ein Baumhaus geben. Entlang des Weges sollen blühende Pflanzen und Sträucher wachsen.

Daniel Freiherr von Lützow (WIR) bezeichnete dies alles als „überflüssigen Schnickschnack“. Im benachbarten Wohngebiet gebe es ausreichend Spielplätze, zudem befinde sich nicht weit entfernt der Natursportpark. Von Lützow sprach sich dafür aus, nur den Weg zu erneuern und zusätzliche Laternen aufzustellen. „Alles andere ist rausgeschmissenes Geld.“ Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin, kritisierte das. Es sei Auftrag der Gemeindevertretung gewesen, das Birkenwäldchen attraktiver zu machen.

Glaubwürdigkeit und gewachsene Ansprüche

Man habe sich bewusst dazu entschieden, die Bürger in den Prozess einzubeziehen. „Wir machen uns unglaubwürdig, wenn wir den Bürgern plötzlich sagen, dass ihre Wünsche zu teuer sind. Die Bürger sollten eine Chance haben, dass ihre Wünsche umgesetzt werden.“ Zudem habe die Gemeindevertretung keine finanzielle Obergrenze festgelegt.

Die Mehrheit der Ausschussmitglieder will mehr als das Minimum umsetzen. „Blankenfelde ist kein Dorf mehr. Die Ansprüche der Einwohner sind gewachsen“, sagte Patrick Moskal (CDU). Die Gemeinde habe genug Geld für eine attraktive Gestaltung ihrer Flächen. „Die Kosten waren in der Höhe zu erwarten“, sagte Andrea Hollstein (BB/FDP) und sprach sich dafür aus, das Birkenwäldchen ähnlich wie die Märkische Promenade zu gestalten.

Marion Dzikowski schlug vor, im Jahr 2019 mit der Umgestaltung zu beginnen. Das Geld dafür soll aus für die Grüngestaltung vorgesehenen Haushaltsposten fließen.

Von Christian Zielke

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