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Kakofone Töne in kurioser Klo-Debatte

Zesch am See: Dixi-Klos sollen weg Kakofone Töne in kurioser Klo-Debatte

Wer baden geht, der muss auch mal ein wichtiges Geschäft erledigen. Wer in Zesch am See, einer kleinen aber feinen Badestelle in Teltow-Fläming, baden geht, der muss dafür aufs Dixi-Klo gehen. Das finden die Besucher nicht so schön. Nun wird unter den Verantwortlichen über eine andere Lösung diskutiert, die Klo-Debatte ist in vollem Gange.

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Zwei Dixi-Toiletten stehen am Strandbad in Zesch am See.

Quelle: foto: pechhold

Zesch am See. Klein, aber oho – das ist der Badestrand in Zesch am See, bis auf das Klo jedenfalls. Darüber sind sich die Zossener Stadtverordneten und Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) einig. Ungeachtet dessen wird der Streit um ein angemessenes stilles Örtchen für die Freizeit-Oase nun doch lautstark ausgetragen.

Aufreger ist ein Beschlussantrag, den Links-Fraktionschef Carsten Preuß (parteilos) in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten erfolglos einbrachte. Darin heißt es, dass das 2011 neu gestaltete Strandbad moderne, saubere und zeitgemäß ausgestattete Toiletten braucht. Und zwar bis zum Beginn der Badesaison 2016.

Badegäste gehen nur ungerne auf Dixi-Klos

Aktuell werden zur Badesaison zwei einfache Dixi-Toiletten im Eingangsbereich aufgestellt. „Die meisten Strandnutzer nehmen diese Art von Toiletten aber nur sehr ungern an“, sagt Preuß. Zudem komme es in den Sommermonaten zu Geruchsbelästigungen. Deshalb sei der Bau eines Toiletten-Häuschens nötig. Bislang sei das Projekt daran gescheitert, dass der dafür von der Stadtverwaltung vorgesehene Standort aus Sicht des Naturschutzes nicht weit genug vom Ufer des Zeschsees entfernt liege. Im Abstand bis 50 Meter von der Uferlinie dürfen keine Bauten errichtet werden. Deshalb schlage man die rund 84 Meter von der Uferkante entfernte Straße „Zum Campingplatz“ als neuen Standort für eine mit Holz verkleidete, vandalismussichere Toilettenanlage vor. Diese müsse mindestens zwei WC-Kabinen – davon eine barrierefreie – mit vollautomatischen, selbstreinigenden Wasserklos haben.

Forderung nach einem Toilettenhäuschen

Für den Beschlussantrag der von ihm geleiteten Links-Fraktion wurde Carsten Preuß scharf kritisiert. „Das ist einfach politischer Diebstahl“, sagte Bürgermeisterin Michaela Schreiber. „Eine Unverschämtheit“, legte Waltraud Schröder (Plan B) nach. Schließlich habe man das Thema im Beisein von Preuß in der jüngsten Sitzung des Tourismus-Ausschusses diskutiert. Laut Sitzungsprotokoll informierte Bürgermeisterin Schreiber unter anderem über Dinge, die für das Strandbad in Zesch am See geplant sind: Ein Steg für Schwimmer und zur Kenntlichmachung des Nichtschwimmerbereiches; eine Zaunanlage um den Strandbadbereich und ein Sanitärhäuschen einschließlich Imbiss.

„Über das Toilettenhäuschen diskutieren wir schon seit fünf, sechs Jahren“, so der Ausschussvorsitzende Reinhard Schulz (Wählergemeinschaft Kallinchen) gegenüber MAZ. Passiert sei bisher nichts. „Deshalb finde ich es nicht verwerflich, dass die Linke unsere Forderung nach einer modernen Sanitäranlage mit einem Beschlussantrag unterstützt.“

Von Frank Pechhold

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