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Dörfler setzen Bushaltestelle um

Liebätz Dörfler setzen Bushaltestelle um

Die Bushaltestelle im kleinen Liebätz soll an ihren ursprünglichen Standort zurückversetzt werden. Dafür packen die Bewohner in Nuthe-Urstromtals kleinstem Ortsteil selbst mit an. Denn dort, wo die Haltestelle jetzt ist, will sie eigentlich keiner haben. Bis zum Schuljahresanfang soll alles erledigt sein.

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Sven Suck vor der Bushaltestelle, die in Kürze in Eigenregie von den Liebätzern versetzt wird.

Quelle: Margrit Hahn

Liebätz. Sven Suck würde sich freuen, wenn sein Ortseingangsschild frische Farbe bekäme. „Leider ist es in die Jahre gekommen und ziemlich abgenutzt und grau“, sagt der Liebätzer Ortsvorsteher.

Aber es gibt wichtigere Dinge im Dorf. In Kürze wollen die Liebätzer ihre Bushaltestelle im Ort umsetzen. „Das soll in den Sommerferien passieren“, berichtet Sven Suck. Der jetzige Standort der Bushaltestelle an der Kirche ist den Liebätzern ein Dorn im Auge. Sie wünschen sich, dass die Bushaltestelle wieder dort hin kommt, wo sie früher einmal war – im Bogen.

Der Horstweg wurde bislang nur notdürftig geflickt

Der Horstweg wurde bislang nur notdürftig geflickt.

Quelle: Margrit Hahn

In den 1990er Jahren verschwand sie von dort und wurde an die Kirche verlegt. „Vermutlich weil die Hauptverkehrsstraße da entlangführte und durch die haltenden Busse der fließende Verkehr gestört wurde“, sagt Suck. Im Laufe der Jahre wurde die Straße An der Kirche, die unter Denkmalschutz steht, immer schlechter. Das Kopfsteinpflaster wölbt sich in der Mitte über die gesamte Fahrbahnlänge. Bei jeden Fahrzeug vibriert das Geschirr im Schrank. Die Anwohner klagen über Risse an ihren Häusern und baten den Ortsvorsteher, sich der Sache anzunehmen.

Breite Unterstützerschaft beim Haltestellen-Versetzen

Die Liebätzer erklärten sich bereit, bei der Umsetzung des Buswartehäuschens selbst Hand anzulegen. Die Umrahmung der Fläche übernimmt das Unternehmen Belm, um alles andere kümmern sich die Dorfbewohner. Auch die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr haben ihre Unterstützung zugesagt. „Ich kann mich auf die Liebätzer verlassen. Es sind ja alle daran interessiert, dass was passiert“, fügt der Ortsvorsteher hinzu.

Laut Nuthe-Urstromtals Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke) wurde die Sache im Vorfeld mit dem Straßenverkehrsamt und Verkehrsgesellschaft abgesprochen. Von dort gab es grünes Licht. Bis zum Beginn des neuen Schuljahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Gegenüber des Buswartehäuschens soll noch ein Haltepunkt entstehen.

Liebätzer Horstweg ist marode

Ein weiteres Thema in Liebätz: Der Horstweg muss ausgebessert werden. Dann wär man im Dorf zufrieden. Bisher wurden die Löcher nur halbwegs gestopft. Wobei von den Anwohnern keiner Interesse daran hat, dass die Straße aufwendig saniert wird und sie Anliegerbeiträge bezahlen müssen.

Sven Suck fühlt sich wohl in seinem 77-Seelen-Dörfchen – vielleicht auch weil es der kleinste Ort in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal ist und jeder jeden kennt. Ihm sind alle bekannt – vom Jüngsten (2 Jahre) bis zum mit 95 Jahren ältesten Bewohner. Hin und wieder gibt es Anfragen von Auswärtigen, die gern nach Liebätz ziehen möchten, doch momentan gibt es keinen einzigen freien Hof. In den vergangenen Jahren hat sich viel getan, jeder hat Haus und Hof je nach eigenen finanziellen Möglichkeiten verschönert, sodass es sich in Liebätz gut leben lässt.

Von Margrit Hahn

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