Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Dokumentarfilm über Blankensee
Lokales Teltow-Fläming Dokumentarfilm über Blankensee
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 21.03.2016
Barbara Högl hat inzwischen einige Unterstützer gefunden, die ihr für den Dokumentarfilm „Blankensee Beat“ Hilfe zugesagt haben. Quelle: Margrit Hahn
Anzeige
Blankensee

Der Trebbiner Ortsteil Blankensee ist mehr als nur ein Dorf am gleichnamigen See im Brandenburger Naturpark Nuthe-Nieplitz. Idyllisch, unaufgeregt, selbstbewusst, gastfreundlich. Ein Ort zum Durchatmen, so der vordergründige Eindruck für Besucher. Aber Blankensee ist viel mehr. Und das will die Filmemacherin und Autorin Barbara Högl jetzt in ihrem Film dokumentieren.

Das Schloss von Schriftsteller Hermann Sudermann

Für die 72-Jährige ist Blankensee ein spannender Ort, mit spannender Geschichte. Durch Jahrhunderte ist man sächsisch, obwohl mitten in Preußen liegend. Das zieht das Besondere an. Landschaft und See tun das ihrige. Hermann Sudermann ist eines Tages da, einer der erfolgreichsten Schriftsteller seiner Zeit. Der Schöneberger Landheimverein bringt jährlich tausende junger Menschen nach Blankensee. Die Weißenberger bauen ihre Sozialsiedlung. Dann kommt mit den Nazis eine Außenstelle des KZ Sachsenhausen in den Ort.

Nach dem Zweiten Weltkrieg folgt der Neuanfang mit sowjetischer Garnison, LPG und FDJ-Schule. 40 Jahre Großversuch Sozialismus und dann die Wende. Wieder mal gilt es, das Leben neu zu erfinden. Ein gerütteltes Maß an Umbrüchen, durchgeschüttelte Lebensläufe. Aber auch (Über)-Lebensstärke, Wärme, Witz und die Fähigkeit, aus Spannungen positive Energien zu ziehen.

Barbara Högl sucht die Geschichten der Blankenseer

In ihrem Dokumentarfilm befasst sich Barbara Högl mit den Fragen: Wo stehen wir heute? Was macht uns aus? Sie will, das Blankenseer ihre Geschichte

Barbara Högl Quelle: Margrit Hahn

Der Film „Blankensee Beat“ will Menschen unterschiedlichen Alters mit unterschiedlichem Hintergrund erzählen lassen: Dabei wird ein Zeitraum von mehr als 80 Jahren abbildet. So soll eine Collage entstehen, ein historisches Panorama mit lebenden Akteuren. Und mit überdauernden, Halt gebenden Strukturen: Vereine, Kirche, Schule, Glaubensgemeinschaften, Kultur-Einrichtungen, Landschaftspflege, Naturschutz und anderes mehr.

Drehorte: Museum, Naturpark, Schule

Gedreht wird unter anderem im Bauernmuseum, im Naturparkzentrum, in der Naturparkschule Blankensee und natürlich der Alltag der Bewohner. Barbara Högl kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Allerdings gibt es noch eine Hürde zu meistern, dass sind die Finanzen. Es ist ein Startgeld von 20 000 Euro erforderlich, erst dann kann die Stadt Trebbin den Fördermittelantrag stellen.

Insgesamt wird der Dokumentarfilm rund 100 000 Euro kosten, inklusive Produktion, Schnitt, Tonbearbeitung, Regie und Datenverwaltung. „Wir werden das Filmprojekt ins Internet stellen und hoffen, dass sich jemand findet, der spendet. Jede kleine Summe hilft dabei“, sagt die Filmemacherin.

Bürgermeister Berger (CDU): „Wir unterstützen das Projekt.“

„Wir unterstützen das Projekt. In den letzten Jahren wurde viel restauriert, jetzt geht es um die Dorfgeschichte und die Menschen“, sagt Bürgermeister Thomas Berger (CDU). Vor anderthalb Jahren hat Barbara Högl zum ersten Mal von ihrer Idee berichtet und er war sofort begeistert. Auch dem Trebbiner Gewerbeverband wurde das Projekt vorgestellt.

Inzwischen haben schon Einige Unterstützung angeboten, dazu gehört auch die Schulleiterin der Blankensee Grundschule. „Wir sind angetan von der Idee. Für mich gehören Schule im ländlicher Gegend und Dorfentwicklung zusammen. Wir sind gespannt, was für ein historischer Hintergrund zu Tage kommt“, so Sabine Fröhlich.

Barbara Högl hat schon etliche ambitionierte Filme gedreht und dafür 2007 den Verdienstorden der Bundesrepublik erhalten. Als sie vor knapp zwei Jahren nach Blankensee zog, stand für sie schnell fest, dass sie einen Film über diesen Ort drehen wird, in dem sie sich endlich angekommen fühlt.

Von Margrit Hahn

Die akute Wohnungsnot zwingt den Zuzugsort Großbeeren trotz eines fundamentalen Streits zum Handeln. Bei einem Bürgerforum kam jetzt die Chance auf den Tisch, ungeahnt von der Wohnraumförderung des Landes zu profitieren.

18.03.2016

Rund um Schlenzer stehen bereits unzählige Windkraftanlagen, bald drehen sich die ersten Mühlen auch in der Gemarkung. Ortsvorsteher Reinhard Siebert weiß, dass sich das nicht mehr verhindern lässt, kämpft aber weiter für das derzeit laufende Volksbegehren.

21.03.2016
Teltow-Fläming Landwirtschaft in Nuthe-Urstromtal - Spargel braucht Wasser aus Woltersdorf

Die Firma Winkelmann Agrardienstleistungen will alte Brunnen vom Wasserwerk in Woltersdorf nutzen. Das vereinbarte sie nun mit der Gemeinde in einem langfristigen Pachtvertrag. Davor stand die Klärung komplizierter Eigentumsverhältnisse.

18.03.2016
Anzeige