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Dorffest-Tradition seit 42 Jahren

Dümde Dorffest-Tradition seit 42 Jahren

Seit 1974 feiern die Dümder ihr Dorffest. In diesem Jahr hatten sie erstmals sogar zwei Live-Bands. Ein weiteres Novum war die Bierglasrutsche, ein Spiel, das sie sich in anderen Orten abgeguckt haben. Ortsvorsteher Stefan Noak lobt den starken Zusammenhalt im Dorf.

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Musiker der regionalen Bands „Obstkiste“ und „AusrastEllis“ bei einem gemeinsamen Auftritt auf dem Dümder Dorffest.

Quelle: Iris Krüger

Dümde. Fragt man die Organisatoren des jährlichen Dorffestes in Dümde, wie lange das Sommerevent schon durchgeführt wird, kommen sie ins Grübeln. Dann fällt es Michael Gille, dem Vorsitzenden des Vereins zur Förderung der Gemeinschaft, ein: „Wir haben doch ein Schild auf dem Festplatz, da steht es drauf!“ Diesem ist zu entnehmen, dass es das gesellige Beisammensein bei Musik, Kaffee und Kuchen seit dem Jahr 1974 gibt.

Auch am Sonnabend hatte man wieder einmal zum traditionellen Dorffest geladen. „Wir freuen uns besonders, dass es uns diesmal gelungen ist, zwei ortsansässige Bands für das Fest gewinnen zu können“, sagt Michael Gille. In den Jahren zuvor habe man maximal eine einzelne Band gehabt. Das sei zwar ausreichend gewesen, so Gille: „Aber zwei sind besser!“ Diesmal sorgten also die „Obstkiste“ und die „AusrastEllis“ für Stimmung im Festzelt.

Ortsvorsteher Stefan Noack

Ortsvorsteher Stefan Noack.

Quelle: Iris Krüger

„Wir hätten gern ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus“

Ortsvorsteher Stefan Noack ist seit Mai 2014 Ortsvorsteher von Dümde.

Was ist im Ort passiert, seit Sie Ortsvorsteher wurden?
Stefan Noack: Zum einen ist hervorzuheben, dass wir Ende 2014 im Dorf eine neue Straßenbeleuchtung bekommen haben. Erste Schritte zur Umsetzung wurden bereits von meinem Vorgänger unternommen. Außerdem konnte mit Unterstützung der Dorfbewohner das Kriegerdenkmal im Ort wieder hergerichtet werden.

Wo drückt derzeit der Schuh?
Noack: Wir hätten gern ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus, denn derzeit trifft man sich nur in einem kleinen Raum, der nicht vielen Menschen Platz bietet. Auch unser Feuerwehrauto, ein alter B 1000, macht es sicher nicht mehr lange.

Was haben Sie sich als persönliches Ziel gesetzt?
Noack: Ich finde es wichtig, dass der Spielplatz Stück für Stück erweitert wird. Mit Hilfe der Bewohner und der Gemeinde konnten eine Doppelschaukel und eine Wippe angeschafft werden. Gemeinsam mit einem befreundeten Holzbildhauer habe ich außerdem eine Bank und eine Figur beisteuern können. Ich hoffe, das Engagement aller dauert noch an.

Wie würden Sie den Zusammenhalt im Dorf beschreiben?
Noack: Einige Bewohner aus Dümde sowie aus Schönefeld sind im Dorfclub organisiert, genauer gesagt im Verein zur Förderung der Gemeinschaft. Mit den Kameraden der Feuerwehr organisieren sie zum Beispiel die Dorffeste. Auch unsere Rentner sind aktiv.

Wie sieht es mit dem Zuzug von neuen Bewohnern aus?
Noack: Wir haben seit Jahren eigentlich keinen Leerstand. Zu den Zuzüglern zählen vor allem junge Familien, die dafür sorgen, dass es immer mehr Kinder im Dorf gibt. Auch ehemalige Dorfbewohner kommen gern zurück.

„Außerdem danken wir den Mitarbeitern der Awo, die diesmal die Hüpfburg gesponsert haben“, fügt er hinzu. Auf der Hüpfburg sprangen die jüngeren Besucher schon ab dem frühen Nachmittag herum. So konnten sich die Mädchen und Jungen nach Herzenslust austoben, während die Eltern sich in Ruhe unterhielten. Doch das war noch nicht alles, was die kleinen Gäste begeisterte. Auch ein Schminktisch stand bereit, an dem sie sich in gefährliche Tiger, bezaubernde Feen oder wilde Teufel verwandeln lassen konnten.

Kinderschminken beim Dorffest

Kinderschminken beim Dorffest.

Quelle: Iris Krüger

Außerdem gab es gleich zwei Kegelbahnen: Eine für die erwachsenen Gäste und eine für die Kinder. Jeder Wurf wurde registriert und für die Besten gab es kleine Preise. „Das Bierkrugschieben konnten wir sogar zum ersten Mal ins Programmangebot nehmen“, verrät Michael Gille. Einer der Dorfbewohner habe sich den Aufbau für das Spiel irgendwo abgeschaut und dann zu Hause nachgebaut, mitsamt Schieberutsche und Auffangnetz. „Dreimal schieben kostet einen Euro, dann werden Punkte vergeben“, sagt Gille. Nachdem am Nachmittag meist Familien mit Kindern erschienen, füllten Jugend und Erwachsene zum Abend hin das Festzelt. Bei Gegrilltem, Kaffee und Kuchen wurde geplaudert.

„Den Kuchen haben unsere Rentner gemacht“, freute sich Ortsvorsteher Stefan Noack. Auch lobte er die anderen Helfer, die das Fest zu einem Höhepunkt im Dorfleben haben werden lassen. „Das fördert auch den Zusammenhalt zwischen den Bewohnern, die im Arbeitsalltag oft keine Zeit haben, sich zu sehen“, sagte er.

Von Iris Krüger

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