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Dorffest mit Feuerwehr

Lüdersdorf Dorffest mit Feuerwehr

Es begann mit einer Brandschutzübung, es folgte das Tauziehen der Dorfbewohner und dann mussten sich auch noch Ortsvorsteher Dietmar Ertel und Bürgermeister Thomas Berger bei einem skurrilen Wettkampf messen: Das Lüdersdorfer Dorffest hatte in diesem Jahr einiges zu bieten.

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30 Feuerwehrleute demonstrierten, wie ein Haus gelöscht wird.

Quelle: Iris Krüger

Lüdersdorf. Die Flammen schlugen hoch in die Luft. Dichter Qualm stieg aus der kleinen Hütte. Zum Glück entdeckten aufmerksame Nachbarn den Rauch und wählten die Notrufnummer der Feuerwehr. Sofort heulten die Sirenen auf, kurze Zeit später rollten vier Einsatzfahrzeuge heran. Mit voller Schutzausrüstung ging es ans Werk: Die Schläuche wurden ausgerollt, das Feuer gelöscht, die Tür aufgebrochen und ein Mensch unverletzt aus den Häuschen geborgen. Dann gab es Applaus, denn das alles war natürlich nur eine inszenierte Aufführung für die Besucher des diesjährigen Lüdersdorfer Dorffestes.

„Wir wollten den Gästen einmal etwas anderes bieten“, so Ortsvorsteher Dietmar Ertel (AfD). Schließlich feiert Lüdersdorf in diesem Jahr sein 660-jähriges Bestehen. Daher hatte man die Feuerwehr in den Mittelpunkt der ersten Aufführung gestellt. „30 Kameraden aus Lüdersdorf, Christinendorf, Wiesenhagen und Kliestow haben daran mitgewirkt“, sagt der Ortsvorsteher. Es sei wichtig, über die Arbeit der Feuerwehr zu informieren. Sie sei immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wird. Aber auch wenn es nicht brennt, könne man sich auf sie verlassen, betonte der Ortsvorsteher, der auch selbst an der Übung teilnahm. Er begrüßte die Gäste und übernahm die Moderation.

Anschließend begann ein abwechslungsreiches Programm. So gab es eine Vorführung des Jagdgebrauchshundvereins „Baruther Urstromtal“. Drei Mitglieder zeigten mit ihren Hunden Teile des Ausbildungsprogramms. Am späteren Nachmittag stand das traditionelle Tauziehen auf dem Programm. Dabei durfte jede Straße aus Lüdersdorf eine Mannschaft stellen. Diese musste aus je drei Männern und zwei Frauen bestehen. Zu gewinnen gab es einen Wanderpokal, der schon zweimal in die Friedhofsgasse ging. Diesmal duften ihn allerdings die Bewohner der Straße Im Rundling mit nach Hause nehmen.

Ein weiterer Höhepunkt am Nachmittag war der Wettkampf zwischen dem Ortsvorsteher und Trebbins Bürgermeister Thomas Berger. Jedes Jahr müssen beide in einer Disziplin antreten, die sie vorher nicht kennen. Diesmal mussten beide einen Riesenluftballon aufblasen, bis er nicht mehr durch einen Reifen passte. „Bis zum diesjährigen Dorffest stand es zwei zu eins für Berger, aber zum Glück konnte ich heute ausgleichen“, freute sich Dietmar Ertel.

Amüsieren konnten sich die Gäste auch bei dem Auftritt der Theatergruppe, die zum elften Mal ihr Können im Festzelt präsentierte. Sie führte das Stück „Ferien auf dem Bauernhof“ auf. Am Abend sorgten DJ Micha und die Band „No Limit“ für musikalische Unterhaltung im Festzelt. Die Kinder durften sich auf einer großen Hüpfburg austoben, sich am „Hau-den-Lukas“ ausprobieren oder beim Pedalo-Spielmobil ihre Geschicklichkeit testen. Zudem gab es auch „Aalwürfeln“ sowie eine Tombola.

Unter den zahlreichen Gästen, die am Samstag auf dem Fest zugegen waren, fand sich auch eine ehemalige Gadsdorferin. „Ich wohne seit 65 Jahren im Schwarzwald, aber ich komme hin und wieder gerne zurück in die Heimat“, sagt sie. Dass sie genau zum Dorffest kommt, hatte sie zuvor nicht geahnt. „Aber das ist schön, so kann man doch noch den einen oder anderen Bekannten treffen“, freut sich die 82-Jährige.

Im Vorfeld des Dorffestes wurde am Samstagvormittag zum 11. Albert-Wuthe-Gedenklauf geladen. „Dieses Event ist bei den Läufern sehr beliebt und zieht von Jahr zu Jahr immer mehr Teilnehmer verschiedenster Altersklassen an“, sagt Ortsvorsteher Ertel. Diesmal gingen 180 an den Start und machten sich auf die 5, die 10 oder 15 Kilometer lange Strecke durch Wald und Feld.

Von Iris Krüger

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