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Teltow-Fläming Dorfteich soll renaturiert werden
Lokales Teltow-Fläming Dorfteich soll renaturiert werden
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12:19 19.02.2018
Die schilffreie Wasserfläche des Teiches ist heute etwa nur noch halb so groß, wie vor etwa zwanzig Jahren. Quelle: Uwe Klemens
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Höfgen

Der Dorfteich in Höfgen ist ein kränkelndes Sorgenkind. 16 Jahre ist es her, dass der damalige Ortsvorsteher Burkhard Wilke angesichts des stark gesunkenen Wasserpegels und der zunehmenden Verschilfung ALarm schlug und dringend die Wiederherstellung des Gewässers als Nutz- und Feuerlöschteich einforderte. Geschehen, außer dass sich der Zustand kontinuierlich weiter verschlechterte, ist bislang nichts.

Lange Zeit des Nichtstuns

„Dass so lange nichts geschehen ist, ärgert uns Einwohner gewaltig“, sagt Landwirt Christian Schulz, der heute Ortsvorsteher des mit 20 Einwohnern kleinesten Ortes der Gemeinde Niederer Fläming und des Amtes Dahme ist. Die Hoffnung, dass sich doch noch etwas tut, bevor es im Dorf brennt aber der Teich nicht genug zum Löchen hergibt, hielt die Höfgener bislang über Wasser.

Erst am Rande der letzten Graben- und Gewässerschau durch den zuständigen Wasser- und Bodenverband Nuthe-Nieplitz erfuhr der Ortsvorsteher, dass der Höfgener Teich bereits seit mehreren Jahren auf der Vorhabenliste des Verbandes steht, es aber seitens der Gemeinde bislang kein Grünes Licht dafür gegeben habe.

Wunsch verkehrt sich ins Gegenteil

Auf weiteres Nachbohren bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises erfuhr Christian Schulz, dass für den Dorfteich Fördermittel aus dem Brandenburgischen Naturschutzfonds beantragt wurden. Der Fonds verwaltet die finanziellen Mittel, die von Investoren, zum Beispiel beim Bau von Windparks, für Ausgleichsmaßnahmen in der Natur zur Verfügung gestellt werden müssen. Ziel des Teichsanierung in Höfgen ist demnach nicht die Wiederherstellung eines nutzbaren Gewässers, sondern genau das Gegenteil, seine Renaturierung.

„Wie diese Umkehr unseres ursprünglichen Zieles, den Teich vom wild wuchernden Schilf und den inzwischen im flachen Uferbereich wachsenden Bäumen zu befreien zustande kommt, kann im Dorf niemand verstehen“, sagt Schulz, der sich und die Einwohner nicht ernst genommen fühlt.

Die einstige Nutzung als Angelgewässer hält der Höfgener als verzichtbar, aber die Funktion als Löschteich keinesfalls. Darauf, dass man das Problem auch in der Gemeinde erkannt hat, lässt die vor zwei Jahren beauftragte Bohrung eines Löschwasserbrunnens schließen. Doch der führt bis heute keine Wasser, vermutlich, weil der Grundwasserspiegel viel tiefer liegt, als angenommen, glaubt Schulz und weist auf die offengebliebene Setzgrube für den Bohrschlamm.

Fördermittel zur Renaturierung bereits zugesagt

Den Plan, den Teich zu renaturieren, bestätigt auf Anfrage auch Ex-Bürgermeister und seit Januar neuer Amtsdirektor David Kaluza (parteilos). Der Fördermittelbescheid vom Naturschutzfonds für die Renaturierung der Dorfteiche in Höfgen, Körbitz und Sernow in Höhe von rund 400 000 Euro liegt demnach mittlerweile vor. Auf der nächsten Gemeindevertretersitzung am 5. März werden die Abgeordneten über die konkreten Pläne beraten und einen Grundsatzbeschluss fassen. Fällt die Entscheidung für die Renaturierung, soll die Ausschreibung der Bauleistungen erfolgen.

„Den Zweck zur Sicherstellung des Brandschutzes hätte der Teich damit verloren“, sagt Verbandsvorsteher Christoph Höhne vom Wasser- und Bodenverband. Die Unterhaltungsmaßnahmen würden dann auf ein Minimum sinken.

Von Uwe Klemens

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