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Teltow-Fläming Dort vorzeigbar und da würdelos
Lokales Teltow-Fläming Dort vorzeigbar und da würdelos
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18:57 23.05.2013
JÜTERBOG

. Mit Feststellungen dieser Art wurde die Flämingbahn-Rundfahrt des Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketingausschusses vor der Sitzung vorige Woche kommentiert. Die Stadtverordneten wollten aus dem Blickwinkel von Touristen sehen, wie Jüterbog wirkt.

Besonders schmuddelig jedenfalls nicht, so der Tenor der Auswertung. Eingeschlagene Fenster und überhaupt sanierungsbedürftige Gebäude, Zäune und Fassaden, die Flämingbahn-Passagieren auffallen dürften, spielten dabei kaum eine Rolle. Notiert wurden Arbeiten, die die Bauhofmitarbeiter erledigen können.

Die berühmte Ausnahme: Jüterbog II, der Stadtteil, wo sanierte Gebäude und teilweise schon zugewachsene Ruinen direkt nebeneinanderstehen, Straßen Privatleuten gehören, die Eigentümer wechseln, insolvent oder im Ausland sind. Auf Kosten der Stadt kann hier nur „in allergrößter Not“, gehandelt werden, wie die Verwaltung wissen ließ. Bei 90 Prozent der „Problemgrundstücke“sei der Besitzer nicht greifbar.

Anton Gorisek (Die Linke), der den Ausschuss-Ausflug mit der von Horst Koplin gesteuerten Flämingbahn moderiert hatte, bezeichnete das Erscheinungsbild von Jüterbog II mit „unter aller Würde“. Das Unkraut wuchert, Schutt wird illegal abgeladen, die Ruinen und unbekannte Kellerlöcher stellen Gefahren insbesondere für unternehmungslustige Kinder dar.

Juliane Bergmann vom Ordnungsamt der Stadt konnte zumindest berichten, dass es im Mai einen Eigentümerwechsel bestimmter, an die Tauentzienstraße angrenzender, Flächen gegeben habe und der neue Besitzer einen Hausmeister beschäftigt. „Er versucht System reinzukriegen und nimmt Hinweise ernst“, erklärte sie in der Ausschusssitzung. Das Ordnungsamt ist jede Woche unterwegs, um Problemfälle zu sichten und deren Beseitigung zu veranlassen, zumindest dort, wo die Stadt zuständig ist. Das trifft beispielsweise nicht für – ungefährlichen – Müll auf privaten Flächen zu.

Dass die Orte gewinnen, wenn die Straßen vernünftig ausgebaut werden, merkte Karin Mayer (CDU) an. Es gebe auch in Jüterbog Vorzeigestraßen, wie zum Beispiel im Ortsteil Grüna, wo sich Investitionen für die Grundstücksbesitzer wieder lohnen.

In der Parkstraße in Jüterbog II haben Privatleute trotz der schlechten Straße und der Gehwege, die diesen Namen nicht mehr verdienen, Geld in ihre Häuser gesteckt. Der Gehweg auf der einen Seite soll, so die Auskunft aus dem Ordnungsamt, ganz beseitigt, der auf der anderen Seite instandgesetzt werden. Auf der Seite ohne Bürgersteig sollen lediglich die Ausfahrten hergerichtet werden. (Von Martina Burghardt)

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