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Teltow-Fläming Drehteam macht Fläming zur Filmregion
Lokales Teltow-Fläming Drehteam macht Fläming zur Filmregion
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21:33 10.08.2016
Tonmeister Sascha Etazazi verkabelt Elias Sebastian mit Mikrofon und Sender. Quelle: Fotos: Uwe Klemens (2)
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Dahme

Klare Sache: Wenn eine Königin zu Besuch kommt, wird auch schon mal die Hauptstraße abgesperrt. Zugetragen hat sich dies am Mittwoch in Dahme. Dass die Königin zwar nur aus dem benachbarten Niendorf kommt und gerade mal zehn Jahre alt ist, spielt so gesehen keine Rolle.

Aber anders als im richtigen Leben standen weder Bundeskanzlerin noch Bürgermeister Spalier. Nur eine Handvoll Schaulustiger guckte neugierig, warum ein Filmteam mit dem Auto und eine Bande Jungs auf Fahrrädern immer wieder dieselbe Strecke absolvierte.

Dreh auf der Dahmer Hauptstraße. Quelle: Uwe Klemens

„Überall sind wir mit unserem Filmprojekt auf großes Interesse und ebenso große Hilfsbereitschaft gestoßen“, sagt Joya Thome, die nicht nur als Regisseurin hinter der Kamera steht, sondern auch zusammen mit Philipp Wunderlich das Drehbuch des Kinderfilms „Die Königin von Niendorf“ geschrieben hat.

Regisseurin erlebte Kindheitstage im Fläming

Angefangen vom Casting für die kindlichen Hauptdarsteller in den Grundschulen in Dahme und Luckau über zwei Drehtage im Dahmer Bad bis zum Drehen einer Hofszene in der Dahmer Unverdorben-Oberschule: „Überall wurde uns unbürokratisch Hilfe angeboten“, freut sich die 25-jährige Filmfrau, die ihre Kindheit zum Teil in Niendorf verbracht hat.

Rudolf Thome (r.), selbst Regisseur, am Set seiner Tochter Joya (l.). Quelle: Uwe Klemens

Obwohl das Wetter nicht wie gewünscht mitspielte, ist Thomes Halbzeit-Fazit am zwölften Drehtag am Mittwoch durchweg positiv. Auch in Rietdorf, Niendorf und Ihlow hat die 30-köpfige Filmcrew die Bilder eingefangen, die dem 90-minütigen Kinder- und Erwachsenenspielfilm später den Weg auf die Leinwand ebnen sollen. „Auch dort waren die Hilfsbereitschaft und das Entgegenkommen groß“, sagt die Regisseurin. Anwohner haben auf Rücksicht auf die Dreharbeiten aufs Rasenmähen verzichtet, um die Tonqualität nicht zu beeinträchtigen oder haben einfach zugeguckt.

Anwohner half mit Frontlader aus

„Ein Niendorfer hat uns mit seinem Frontlader geholfen, von dessen Schaufel aus wir die Kinder im ihrem Baumhaus aus gleicher Höhe filmen konnten, wodurch wir starke Bilder bekommen haben“, schwärmt Thome. Auch die Niendorfer Wehr hat nachgefragt, wo sie helfen kann. Extra dafür wurde nachträglich eine kleine Brandszene eingebaut, die in den nächsten Tagen gedreht werden soll.

Hauptdarstellerin Lisa Moell. Quelle: Uwe Klemens

„Alle finden’s cool“

Die 10-jährige Berlinerin Lisa Moell ist die Hauptdarstellerin in „Königin von Niendorf“.

Wie hast Du auf die Anfrage reagiert, in einem Spielfilm die Hauptrolle zu übernehmen?
Lisa Moell: Ich hab’ mich riesig gefreut. Nicht nur wegen des Films, sondern auch, weil es cool finde, auf einem richtigen Bauernhof zu sein.

Hast Du gar keine Angst vor einer so großen Aufgabe?
Moell: Nö. Ich hab’ schon mal beim Casting für einen Kurzfilm vor der Kamera gestanden und kannte die Regisseurin. Außerdem hab’ ich schon mal in einem Kindertheaterstück mitgespielt, bei dem Mex, der jetzt die Erwachsenen-Hauptrolle spielt, Regisseur war.

Wie finden Deine Eltern und Deine Freunde, dass Du jetzt Schauspielerin bist? Sind die nicht auch ein bisschen neidisch?
Moell: Alle haben sich mit mir gefreut. Meine Freunde finden’s cool. Auch weil wir in der Schule zusammen schon mal einen eigenen Film gemacht haben.

Ist Filmarbeit anstrengend?
Moell: Ein bisschen. Heute bin ich um vier Uhr aufgestanden, um pünktlich zu sein.

Hast Du was dazu gelernt?
Moell: Beim Unterwasserdreh das Tauchen mit offenen Augen. Das konnte ich bisher noch nicht.

Interview: Uwe Klemens

Zu einem echten Team zusammengeschweißt sind während der Dreharbeiten auch die jungen Darsteller, die sich vorher nicht kannten und nun nicht nur im Film, sondern auch privat Freunde sind. „Das Arbeiten mit ihnen macht riesigen Spaß, auch wenn vor allem die Jungs – wie Jungs ebenso so sind – manchmal richtige Energiebündel und schwer zu bremsen sind“, freut sich Joya Thome über das glückliche Händchen bei der Auswahl der Kinder.

Tonmeister Sascha Etazazi verkabelt Elias Sebastian mit Mikrofon und Sender. Quelle: Uwe Klemens

Nach der letzten Klappe beginnt die langwierige Etappe der Materialsichtung und des Filmschnitts. Durchschnittlich zwei Stunden Videomaterial entstehen pro Drehtag. Ende Oktober geht die Schnittfassung dann in die Nachbearbeitung, um die Bild- und Tonqualität zu optimieren.

Anfang 2017 soll „Die Königin von Niendorf’ dann fertig sein und auf Festivals gezeigt sowie Fernsehsendern und Kinoverleihern angeboten werden.

Von Uwe Klemens

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