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Drei Männer – ein Ziel

Wahlkampf-Endspurt in Großbeeren Drei Männer – ein Ziel

Am Sonntag entscheidet sich, wer für die kommenden acht Jahre Bürgermeister in Großbeeren wird. Uwe Fischer (CDU), Tobias Borstel (SPD) und Michael Voigt (FBB) hatten nur wenig Zeit, die Bürger für sich zu gewinnen. Dennoch sind sie sich sicher, welche Themen sie angehen wollen: die Wohnungsnot und der Nahverkehr brennen den Großbeerenern unter den Nägeln.

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Beim MAZ-Wahlforum am Montag stellten sich Michael Voigt (FBB), Tobias Borstel (SPD) und Uwe Fischer (CDU, v.l.) den Fragen der Journalisten und der Bürger.

Quelle: Foto: Christian Zielke

Großbeeren. Kurz und intensiv sei er gewesen, der Wahlkampf in Großbeeren. So lautet das Fazit von SPD-Kandidat Tobias Borstel. Tatsächlich blieben den drei Bürgermeisterkandidaten abzüglich der Feiertage zwischen Weihnachten und Neujahr nur gut zwei Wochen, um die Großbeerener von ihrer Person und ihren Zielen zu überzeugen.

Tobias Borstel wird deshalb bis zum Wahltag von Tür zu Tür ziehen. „Ich will jeden erreichen“, sagt der 36-Jährige. In den vergangenen Wochen habe er sehr aufgeschlossene und interessierte Großbeerener erlebt. „Ich blicke sehr gespannt auf den Sonntag“, sagt er. Sein Konkurrent von der CDU, Uwe Fischer, spürt im Angesicht des Wahltages eine „steigende Nervosität“. Auch er will sich bis zum Sonntag den Großbeerenern zeigen.

Michael Voigt blickt euphorisch auf den Wahltag

Mit viel Zuversicht auf den Wahlsonntag blickt FBB-Kandidat Michael Voigt: „Ich bin sehr euphorisch“, sagt er, auch wenn völlig unklar sei, wer das Rennen macht.

Zumindest bei der Frage der wichtigsten Themen sind sich alle drei einig. Vor allem der Wohnungsmangel und der Nahverkehr brannten den Großbeerenern unter den Nägeln. Dort für Verbesserung zu sorgen, haben sich alle Kandidaten auf die Fahnen geschrieben. Tobias Borstel will für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen, Uwe Fischer spricht von einer Wohnungsnot, unter der vor allem junge Familien und Senioren zu leiden haben. Michael Voigt spricht sich für „bedarfsgerechten Wohnraum“ aus, der sich an der sozialen Struktur des Ortes orientiert.

Bürger sind nicht gut auf die Verwaltung zu sprechen

Während ihrer Gespräche mit Bürgern haben alle Kandidaten offenbar eine Menge Frust über das Rathaus zu hören bekommen, anders ließe sich wohl nicht erklären, dass jeder von ihnen die Kommunikation zwischen Bürgern und Verwaltung verbessern will. „Es ist nicht gut, wenn Bürger auf Fragen keine Antwort bekommen“, sagt Uwe Fischer.

Michael Voigt drückt es drastischer aus: „Es kann nicht sein, dass E-Mails nicht beantwortet werden und Briefe verschwinden.“ Er spricht von „gewaltigen Kommunikationsproblemen“, die er als Bürgermeister lösen wolle. Moderner und bürgernäher müsse die Verwaltung werden. Voigt will die Internetseite der Gemeinde umgestalten und den Bürgern ermöglichen, besser mit der Behörde in Kontakt zu treten. Auch das Thema Senioren will er stärker als bisher in den Vordergrund rücken. „Bisher war das nicht auf der Agenda“, sagt er. Defizite sieht er auch bei der Einbeziehung der Ortsteile in die Politik.#

Welche Themen die Kandidaten zuerst angehen wollen

Auf die Frage, welchem Thema sie sich im Amt als erstes widmen würden, antworten die Kandidaten unterschiedlich. Tobias Borstel als Großbeeren-Neuling würde sich erst einmal einen Überblick über alle wichtigen Themen verschaffen. „Ich möchte das Gespräch mit allen Mitarbeitern im Rathaus suchen“, sagt er. Ziel sei es, „ein Team-Gefühl zu entwickeln“.

Uwe Fischer, der bereits im Rathaus arbeitet, möchte als erstes das Wohnungsproblem angehen. „Da ist einiges angeschoben, was nun weitergehen muss“, sagt er. Eine ähnliche Agenda verfolgt Michael Voigt: „Ich würde mir das Thema Wohnungsbau sofort auf den Tisch ziehen. Da dürfen wir keine Zeit verlieren.“ Schließlich dauerten Planung und Bau von Wohnungen lange.

Ein Tipp vom Amtsinhaber

Noch-Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU), der noch bis Ende Mai im Amt ist, sieht vor allem die Themen Kitas und Schulen als dringend an. „Da muss man sich kümmern“, schreibt er seinem Nachfolger ins Aufgabenheft. Wer auch immer dies sei, Ahlgrimm wünscht ihm „ein gutes Gespür dafür, was notwendig und was machbar ist“. Dazwischen klaffe oft eine große Lücke. Nichts, so Ahlgrimm, enttäusche Menschen so sehr wie Versprechen, die man nicht einhalten kann.

Von Christian Zielke

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