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Drei Neue am Start

Jüterbog Drei Neue am Start

Beim Stadtfest „Tetzel kommt“ am 8. und 9. September öffnen einige Gastgeber erstmals ihre Höfe. Für ihren ersten Auftritt haben sich alle Drei etwas Besonderes für die Besucher ausgedacht. Hier wird es nicht nur angenehm für den Gaumen, sondern auch für Augen und Ohren.

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Die Jüterboger Dietlind Pusch (l.) und Kurt Radke (r.) freuen sich auf ihre Gäste.

Quelle: foto: Isabelle Richter

Jüterbog. „Wir sind voller Erwartungen und die Gäste können es auch sein“, sagt Kurt Radke. Der 66-jährige spricht vom Stadtfest „Tetzel kommt“. An diesem Wochenende öffnen er und seine Partnerin neben 19 weiteren Höfen ihre Türen.

Das Öffnen der eigenen Hoftüren war keine spontane Idee

Für Kurt Radke und Dietlind Pusch ist es das erste Mal, dass sie so viele Menschen auf ihr Grundstück einladen. Die Idee kam aber nicht spontan. „Das war schon länger in Überlegung und nun setzen wir es endlich mal um“, erzählt Dietlind Pusch.

Die 63-Jährige freut sich auf einen netten Plausch mit den Besuchern. Trotzdem ist auch ein wenig Aufregung mit dabei. Denn Gastronomieerfahrung haben die beiden bisher nicht. Damit alles gut über die Bühne geht, werden die Hofbesitzer von ihrer Familie unterstützt.

Ein schützendes Dach und Palmen an der Wand

Um ihren Gästen ein gemütliches Ambiente zu bieten, haben sich Kurt Radke und Dietlind Pusch im Vorfeld einiges einfallen lassen. Im Frühling dieses Jahres kam eine Überdachung auf die Terrasse des mühevoll sanierten Fachwerkhauses.

Außerdem richtete Kurt Radke extra eine Gästetoilette ein. Ein professionelles Airbrush-Gemälde über dem Pool sorgt mit Strand und Palmen für Urlaubsstimmung.

Ausgeklügelte Rezeptur für das Fleisch

Die eigentliche Besonderheit im „Räuchereck“, wie die beiden Rentner ihren Hof nennen, ist aber, wie der Name schon verrät, das selbst geräucherte Fleisch. Vier Stunden dauert es, bis das Schweinefleisch im Räucherofen bei einer Temperatur von 90 Grad fertig ist. Vorher wird es eingelegt.

Um die in ihren Augen perfekte Rezeptur zu finden, probierten Dietlind Pusch und Kurt Radke mehrere Varianten aus. Im Bekanntenkreis kam das selbstgeräucherte Fleisch bereits gut an, berichten die Gastgeber.

Neben Getränken, Kaffee und Kuchen gibt es auch das Fleisch zum günstigen Preis.

Spezialitäten aus Spanien und Kunst aus Berlin

Zusammen mit dem „Räuchereck“ gibt es zwei weitere Einkehrpunkte, die neu sind. Da ist die Nikolai Bar in derselben Straße. Dort geht es kulinarisch in Richtung Spanien und Lateinamerika. Die Tapas Bar bietet neben einer umfangreichen Auswahl an spanischen Snacks und Weinen auch vegetarische Gerichte an.

Darüber hinaus wird Jüterboger Bier serviert. Das Saxofon-Duo „Sax Two“ mit Matthias Wacker und Christina Unnerstall sorgt für Live-Musik.

Kunstliebhaber und Trödelfreunde sollten auch einmal in das ehemalige Amtsgericht hineinschauen. Drei Berliner Künstler stellen dort ihre Arbeiten im Bereich Fotografie, Malerei und Grafik aus.

Genug zum Stöbern sowie Kaffee und Kuchen gibt es auch.

Von Isabelle Richter

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