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Teltow-Fläming Drei Tage im Höhenrausch
Lokales Teltow-Fläming Drei Tage im Höhenrausch
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20:23 07.06.2015
Umjubelt: Stargast Mark Forster trat gleich am ersten Abend auf und trug mit zum Besucherrekord am Freitag bei. Quelle: Lorenz Reck
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Luckenwalde

Oft sind Ersatzlösungen besser als die ursprünglichen Lösungen. Das hat sich am Wochenende beim Luckenwalder Turmfest wieder einmal bewiesen. Die umstrittene Ausweichfläche im Nuthepark für die sonst übliche Veranstaltungsmeile auf dem Boulevard hat dem größten Volksfest im Landkreis Teltow-Fläming keinen Abbruch getan.

Ganz im Gegenteil: Dort auf der Fläche im Grünen, die zudem zum Flanieren besser geeignet war als der engere Boulevard, entwickelte sich ein angenehmes Flair und die Atmosphäre war insgesamt recht entspannt. „Die neue Fläche hat allen Besuchern, mit denen ich sprach, gut gefallen“, sagte am Sonntag Stephan Gruschwitz vom Kulturamt, der das Turmfest maßgeblich mitorganisiert hat.

Richtig eng wurde es dagegen gleich am ersten Abend auf dem Marktplatz, als Stargast Mark Forster auf der Hauptbühne auftrat. Dort konnte man sich zwischen all den anderen Menschen kaum bewegen. Doch die Fans ließen ihre Handys leuchten und jubelten ihrem Star lautstark zu.

Wer wollte, konnte beim 25. Luckenwalder Turmfest hoch hinaus auf Monsterschaukel oder Höhenkarussell. Dagegen wirkte selbst der Marktturm mickrig. Ansonsten gab es wieder viel Musik, viel zu essen und zu trinken. Und der Nuthepark erwies sich als gar nicht mal so schlechte Ausweichfläche für den Boulevard.

Wem es da zu eng wurde, der konnte die beiden anderen Bühnen – bei der Feuerwehr oder im Nuthepark – aufsuchen, oder das Ganze mal javascript:void(0)von oben betrachten. Dazu gab es vier Möglichkeiten: das altbekannte und inzwischen zum eigentlichen Wahrzeichen des Turmfestes avancierte Riesenrad sowie der „Free Fall“, bei dem man auf einer Bank sitzend in die Höhe gefahren und plötzlich wie im freien Fall ein paar Meter tiefer wieder aufgefangen wird.

Die eigentlichen Attraktionen waren in diesem Jahr aber zwei ganz neue Fahrgeschäfte, die mit ihren zahlenden Gästen ganz hoch hinaus wollten: das „Monster“ und das „Sky Dance“. Während das Monster wie eine Riesenschaukel, die sich auch noch um die eigene Achse dreht, die Fahr- oder besser gesagt die Fluggäste in eine Höhe von bis zu 42 Metern bis kurz vor dem Überschlag hin- und herschaukelt, vollführt das Riesenkarussell mit seinen Fluggästen einen Himmeltanz in bis zu 50 Metern Höhe. Somit schwebte man zwölf Meter über der Marktturmspitze und erhielt einen weiten Blick über das Turmfest und die gesamte Stadt.

Doch auch wer lieber auf dem festen Boden bleiben wollte, fand genügend Abwechslungen an den drei Tagen. Nicht zuletzt das gute Wetter sorgte gleich zu Beginn für einen Rekordbesuch. So wurden schon am Freitag allein 10 000 Besucher gezählt. Am Freitag und Sonnabend waren es insgesamt etwa 15 000.

Von Hartmut F. Reck

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