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Teltow-Fläming Drei kunstvolle Wandbrunnen werden mit saniert
Lokales Teltow-Fläming Drei kunstvolle Wandbrunnen werden mit saniert
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15:20 13.08.2016
Diese drei Wandbrunnen auf den Schulhoffluren schuf Keramik-Malerin Eva Schulz-Endert. Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

Jetzt beim Sanieren der Theodor-Fontane-Grundschule in Ludwigsfelde werden sie wieder erzählt, die vielen Geschichten, die es mit und zu diesem Gemäuer mit dem großen Mosaikfenster in der Straßenfront und den drei aus Keramik-Kacheln gestalteten Wandbrunnen auf den Fluren gibt.

Nicht nur, dass sich heutige Lehrer im Ruhestand oder ehemalige Schüler daran erinnern, dass DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl die 1955 eröffnete „Schule an der Autobahn“ fünf Jahre später besuchte. Einige wissen auch noch, dass die Kinder einer damaligen 3.Klasse seinen an die Tafel geschriebenen Gruß erst Tage später abwischten, als er vor Kreidestaub nicht mehr zu lesen war.

Berühmte Schüler

In dieser Schule lernten Schauspieler Horst-Günter Marx oder Harald Preuß vom Berliner Puppentheater „Firlefanz“. Berühmtester Schüler war zweifellos Boxer Henry Maske. Ende der 1970er Jahre wurden in der damaligen Hans-Beimler-Schule unter Regisseur Jurij Kramer Szenen des Fernsehfilms „Eine Anzeige in der Zeitung“ (nach dem gleichnamigen Roman Güner Görlichs) gedreht; halb Ludwigsfelde saß vor dem Bildschirm, als er am 7. September 1980 gesendet wurde.

Wie jüngst berichtet gehört das Kleist-Fenster von Ilse Fischer zu den Kunstwerken an diesem Bau, der 1998 mit der Unterschutzstellung des gesamten Dichterviertels ebenfalls Baudenkmal wurde. Es gibt jedoch weitere Kunstwerke im Haus, die man nur von innen sieht: die drei Wandbrunnen auf den drei Etagenfluren. Unstrittig ist, dass sie unterschiedlich gestaltet werden sollten, um auch den Jüngsten, die noch nicht lesen konnten, eine Orientierungshilfe zu sein. Ob sie nach der Sanierung mit Beginn des Schuljahres 2017/18 wieder als Trinkbrunnen genutzt werden sollen, ist noch unklar. Geschaffen hatte die drei markanten Gestaltungselemente die 1912 in Hennigsdorf geborene Keramik-Künstlerin und -Malerin Eva Schulz-Endert. Sie hatte ihre Ausbildung 1928 in den Steingut-Fabriken Velten-Vordamm erhalten, in denen die damals 20 Jahre alte Hedwig Bollhagen die Malabteilung leitete. Weitere Ausbildungsstationen von Schulz-Endert waren die Porzellanmanufaktur Berlin sowie die Kunst- und Handwerkerschule der Stadt Berlin. 1933 begann sie ihre Arbeit in der Porzellanfabrik Hennigsdorf, fünf Jahre später begann sie bei Schmidt-Lehmann & Co in Velten ihre künstlerische Selbstständigkeit. Ab 1948 betrieb sie im Ort mit ihrem Ehemann, dem Bildhauer und Medailleur Fritz Schulz, in Gemeinschaft eine eigene Keramikwerkstatt. Später zogen sie mit dieser Werkstatt nach Berlin in den Prenzlauer Berg um.

Kunst im öffentlichen Raum

Schulz-Endert beteiligte sich mit ihren Arbeiten DDR-weit an Ausstellungen und zeigte sie auf Kunsthandwerkausstellungen in sozialistischen Ländern. Präsentationen in Faenza/Italien und London machten sie international darüber hinaus bekannt. Neben damals beliebter Gefäßkeramik führte sie – oft mit ihrem Ehemann  – Aufträge für Brunnen, Öfen, Kamine und Wandgestaltungen im öffentlichen Raum aus. Außerdem bildete sie Lehrlinge aus und bereitete Gesellen und Facharbeiter auf Meisterprüfungen vor. Sie war Mitglied der Meister-Prüfungskommission im Bezirk Potsdam.

Von Jutta Abromeit

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