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Teltow-Fläming Drogenhund trifft Rettungshund
Lokales Teltow-Fläming Drogenhund trifft Rettungshund
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00:28 14.09.2015
Polizeiobermeister Rainer Stoof geht mit seinem Holländischen Schäferhund in Hennickendorf auf Rauschgiftsuche. Quelle: Margrit Hahn
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Hennickendorf

Flynn braucht nur Sekunden, um das Rauschgift an der Hauswand aufzuspüren. Für das zweite Päckchen, das Polizeiobermeister Rainer Stoof am Traktor versteckt hatte, braucht die Spürnase ein wenig länger. Allen Beobachtern wird sofort klar, der Holländische Schäferhund und sein Herrchen sind ein eingespieltes Team. Auch Polizeikommissar Thomas Heise und sein Deutscher Schäferhund Blacky meistern die Aufgabe in kürzestes Zeit.

Dass die beiden Hundeführer der Polizei zu Gast bei der Johanniter Rettungshundestaffel war, hatte Revierpolizist Eckehard Seidel eingerührt. Er hatte den Johannitern in Hennickendorf das Einmaleins des Funkens beigebracht und festgestellt, dass es darüber hinaus Gemeinsamkeiten gibt.

Oft sind die Rettungshundestaffel und Polizeihundeführer gemeinsam auf der Suche nach vermissten Personen. „Auf so ein Treffen hätten wir eigentlich schon eher kommen können!", sagt Thomas Heise. Die beiden ehemaligen Fährtenhundeführer sind mit ihren Vierbeinern vorwiegend in der Rauschgiftkriminalität unterwegs. Einen kleinen Einblick ihrer Arbeit gaben sie am Mittwochabend in Hennickendorf. Bevor es allerdings zur Sache ging, hatten die Johanniter jede Menge Fragen. So erkundigten sich die Hennickendorfer nach der Ausbildung und ob die Tiere mit nach Hause genommen werden dürfen. „Ja wir nehmen sie nach Feierabend auch mit nach Hause. Es ist ja kein Besen, den man eben mal so abstellt“, sagte Heise. Er hat neben seinem Diensthund „Blacky“ noch dessen Vorgänger, der inzwischen im Ruhestand ist, und einen privaten Hund. „Ich finde die Familienanbindung sehr wichtig“, fügt Heise hinzu. Ein Polizeihund kann höchstens neun bis zehn Jahre im Einsatz sein, denn die Arbeit hinterlässt Spuren.

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Zu einem Erfahrungsaustausch trafen sich die Hundeführer von Polizei, Johanniter-Unfallhilfe und Deutschem Roten Kreuz in Hennickendorf. Sie berieten über die Ausbildung ihrer tierischen Helfer und die Einsatzmöglichkeiten.

Die Johanniter hatten aber nicht nur die Polizei, sondern auch Vertreter der DRK-Rettungshundestaffel eingeladen. „So ein Erfahrungsaustausch soll allen zugutekommen“, sagte Michael Schuchardt, Leiter der Johanniter-Rettungshundestaffel in Hennickendorf. Etwas verwundert waren er seine Mitstreiter allerdings, als sie erfuhren, dass die Hunde für den Polizeidienst erst mit einem bis anderthalb Jahren angeschafft werden. Normalerweise wird schon bei den Welpen geschaut, welcher in Frage kommen könnte.

Die Johanniter berichteten zudem, dass bei einer Vermisstensuche zuerst durch Angehörige oder durch das Pflegepersonal das persönliche Umfeld ermittelt wird. Meist werden die Vermissten im Umkreis bis zu drei Kilometern gefunden. Für Rainer Stoof steht fest, dass Hunde nicht nach Jahren noch mal eine Fährte absuchen können. „Maximal 21 Tage nach Verschwinden einer Person kann der Hund die Fährte aufnehmen“, erklärt er.

Stephanie Hagen fand den Abend interessant und spannend: „Wieder einmal hat sich gezeigt, dass Hunde einfach wunderbare Tiere sind und jeder von uns dankbar ist, so einen treuen Gefährten an seiner Seite zu haben.“

Von Margrit Hahn

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