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Teltow-Fläming Durchbruch beim Schulneubau
Lokales Teltow-Fläming Durchbruch beim Schulneubau
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06:03 20.10.2017
Ansicht des Mehrzweckgebäudes. Quelle: grafik: wolf
Zossen

Der Durchbruch für den geplanten Neubau des Dabendorfer Gesamtschulkomplexes ist da. Die Mitglieder des Aufsichtsrates der Zossener Wohnungsbaugesellschaft (ZWG) beauftragten deren Geschäftsführer Thomas Kosicki damit, die Ausschreibung für den Rohbau des Mehrzweckgebäudes vorzubereiten.

„Es macht Sinn, mit dem Mehrzweckgebäude zu beginnen, weil sich darin die Energiezentrale befindet“, so Kosicki. Sonst hätte man eine Schule stehen und kann sie nicht beheizen. Mehrheitlich stimmten die Stadtverordneten 2015 dafür, dass die ZWG und nicht wie eigentlich geplant die Kommune den für 1000 Schüler ausgelegten neuen Gesamtschulkomplex baut. Die bisherigen Angaben über die benötigte Bausumme schwanken zwischen 37 und 29 Millionen Euro in einer abgespeckten Variante. Zu dem Komplex gehören die rund 4300 Quadratmeter große, zwei- bis dreigeschossige Schule und das rund 750 Quadratmeter große Mehrzweckgebäude. Heizungsanlage, Mensa, Aula und Umkleideräumen für den Sportunterricht befinden sich im Mehrzweckgebäude.

Bessere Ausgangslage für Verhandlungen mit der Bank

Für dieses Bauwerk will Kosicki bis November gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro Plafond die Ausschreibungsunterlagen zusammen tragen und anschließend in die Ausschreibung gehen. Er rechne damit, dass die Angebote im Januar/Februar 2018 vorliegen. Möglicherweise werde das Bauvorhaben angesichts des Konjunktur-Hochs teurer als erwartet. Schließlich sei seit der Entscheidung für den Bau viel Zeit vergangen. „Wenn wir sehen, dass uns die Baupreise davon rennen, müssen wir uns alle noch mal zusammen setzen“, so Kosicki. In diesem Fall wäre zu klären, ob man sich das Projekt leisten könne. Allerdings sei er guter Hoffnung, vernünftige Angebote zu kriegen.

So bald die benötigte Bausumme fest steht, wird der Kredit bei der Bank beantragt. Bei den Verhandlungen mit der Bank über den Kredit für den Schulneubau könne man nun eine zusätzliche Sicherheit bieten, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Schließlich habe sich der von ihr geleitete ZWG-Aufsichtsrat Montag einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Kommune der Wohnungsbaugesellschaft den 52 085 Quadratmeter großen, stillgelegte Sportplatz an der Thomas-Müntzer-Straße zur Vermarktung übereignet. Diese von den Stadtverordneten beschlossene Übertragung habe positive Effekte für das Eigenkapital der städtischen Wohnungsbaugesellschaft und gebe der Bank mehr Sicherheit bei der Kreditvergabe. Dienstag sei die Grundstücksübertragung notariell beurkundet worden.

Projekt könnte „Wohnpark Sportplatz“ heißen

Schreiber zufolge habe der Aufsichtsrat die Überlegungen der ZWG für das Grundstück wohlwollend zur Kenntnis genommen. „Wir werden einen Bebauungsplan für rund 35 000 Quadratmeter erarbeiten“, so Thomas Kosicki. Grundstücke würden in heutzutage üblichen Größen von 500 bis 900 Quadratmeter vermarktet. Vorstellbar seien vor allem Einfamilienhäuser, möglicherweise eine dreigeschossige Bebauung an der Thomas-Müntzer-Straße. Kosicki zufolge könnte das Projekt „Wohnpark Sportplatz“ heißen, könnte man die Straßen nach altbekannten Zossener Sportlern benennen. „Das Ganze steckt aber noch in den Kinderschuhen.“

Von Frank Pechhold

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