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EM-Spiele trotz Lärmbedenken am Markt

Public Viewing in Jüterbog EM-Spiele trotz Lärmbedenken am Markt

Das Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft auf dem Jüterboger Marktplatz wurde begrüßt, ist aber auch umstritten, weil viele Spiele erst um 21 Uhr angepfiffen werden. Die Veranstalter und die Stadtverwaltung haben sich nach Kritik nun auf den zentralen Standort geeinigt. Auch eine Nutzungsgebühr wurde nun vereinbart.

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Der Marktplatz in Jüterbog

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Das Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft auf dem Marktplatz in Jüterbog findet statt. „Wir haben am Montag unterschrieben“, sagte Stefan Krähe von der Agentur Six Event der MAZ. Gemeinsam mit dem Veranstaltungstechniker Oliver Schulze will er auf einer fünf mal drei Meter großen LED-Leinwand ab Sonntag um 18 Uhr alle Spiele mit deutscher Beteiligung, sowie die K.o.-Runde ab dem Viertelfinale bei freiem Eintritt übertragen. Im Vorfeld hatte es im Sozialausschuss und anschließend auch in der Stadtverordnetenversammlung kritische Stimmen gegeben. Dabei ging es zum einen um den Standort und die Lärmbelästigung für Anwohner, sowie um die Befreiung der Veranstalter von der üblichen Platzmiete.

Wegen Lärmbedenken hatten sich in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten mehrere Stadtverordnete gemeldet. Hintergrund ist, dass die bis zu elf gezeigten Partien bis auf eine Ausnahme frühestens um 22.45 Uhr abgepfiffen werden – in der Finalrunde durch Spielverlängerungen und Elfmeter-Schießen eventuell auch deutlich später. Philip Petzhold (Linke) merkte an, dass auf dem Markt bereits sehr viele Veranstaltungen stattfinden würden und so viele späte Ereignisse gegenüber den Anwohnern nicht fair seien. Er bat darum, über alternative Standorte wie den Sportplatz am Rohrteich nachzudenken. Auch die zulässige Höchstzahl von Veranstaltungen auf dem Markt nach Immissionsschutz-Richtlinien des Landes wurde angesprochen. Das Public Viewing dürfe nicht andere Ereignisse wie den Fürstentag gefährden.

Bürgermeister Arne Raue (parteilos) sagte, dass die Standortfrage intensiv mit den Veranstaltern diskutiert worden sei. Die Stadtverwaltung hatte unter anderem das Freibad und den Mönchenkirchplatz als Übertragungsort angeboten. Der Veranstalter habe sich jedoch dennoch bewusst für den Marktplatz wegen seiner zentralen Lage entschieden. „Gerade weil am Markt viele Interessen aufeinander stoßen, ist etliches wie Markttage, Parkflächen und Nachtruhe abzuwägen. Ich meine, dass die Verwaltung hier eher partnerschaftlich mit dem Veranstalter agiert, um den Bürgern eine attraktive Stadt zu sein und zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen“, sagte Bürgermeister Raue der MAZ. In dieser Frage schlügen „zwei Herzen“ in seiner Brust, „aber wer sich den Markt als Wohnort aussucht, muss mit Veranstaltungen rechnen“, so der Bürgermeister.

„Das Public Viewing ist ein Experiment. Es gibt keinen besseren Ort für solche Spiele als den Marktplatz, denn ich will niemanden ausgrenzen“, sagt Stefan Krähe. Er wolle die Spiele kostenlos anbieten und ein gemeinsames Ereignis für alle Jüterboger ermöglichen. „Ich hoffe, es gibt keine Spielverderber oder Nörgler“, fügte er hinzu.

Bei der Frage der Nutzungsgebühr für die blockierte Marktfläche haben sich Stadt und Veranstalter ebenfalls auf einen Kompromiss „im Rahmen der bestehenden Satzung zur Nutzung des Marktplatzes für private Veranstaltungen einigen können“, teilte die Stadtverwaltung mit. Laut Sondernutzungssatzung wären für das Leinwandgerüst, sowie einen Container für Lautsprechertechnik und Sitzbänke 250 Euro pro Tag fällig.

Da die Live-Übertragungen für die Bürger kostenfrei sein sollen, hatte der Bürgermeister ursprünglich auf die Gebühr verzichten wollen. Dagegen wurde Kritik im Sozialausschuss laut. Der Kompromiss sieht nun vor, dass nur für die Spieltage eine Gebühr für die rund vier Stunden gezahlt wird, in der tatsächlich der Marktplatz belegt wird. Diese Gebühr beträgt pro Spieltag 50 Euro.

Von Peter Degener

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