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Ebertstraße: Eine Holperpiste weniger

Jüterbog Ebertstraße: Eine Holperpiste weniger

Die Friedrich-Ebert-Straße in Jüterbog war eine Holperpiste, in der man unter häufigen Rohrbrüchen zu leiden hatte. Besonders schwierig war der Zustand der Straße für die Feuerwehr, deren Wache dort liegt. Nach einem Jahr Bauzeit ist die Straße nun fertig saniert.

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Die symbolische Freigabe der Straße mit Bürgermeister Arne Raue (3. v. r.).

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Seit kurzer Zeit rollt der Verkehr leise durch die Jüterboger Friedrich-Ebert-Straße. Am Dienstag hat sich Bürgermeister Arne Raue (parteilos) bei den beteiligten Ingenieurbüros Andert und Pölemann, der Baufirma Eurovia und den Mitarbeitern des Bauamts für die erfolgreiche und termingerechte Sanierung bedankt. Er sprach von einer „Höchstleistung“.

„Die Baumaßnahmen hier waren nicht ganz einfach wegen des Baugrunds“, resümierte Lutz Engler Bauleiter vom Straßenbauriesen Eurovia. „Das Grundwasser beginnt nur einen Meter unter der Straße und der Boden besteht aus Torf. Der ist aber nicht tragfähig, wenn Wasser dazukommt“, sagt Engler. Die Straße hat deshalb eine Betontragschicht erhalten, die wie ein Fundament unter dem Asphalt die Lasten verteilt.

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Statt holpriger Fahrbahn und unbefestigter Einfahrten bietet die Straße nun Komfort für Fußgänger und bereifte Fahrzeuge aller Art

Statt holpriger Fahrbahn und unbefestigter Einfahrten bietet die Straße nun Komfort für Fußgänger und bereifte Fahrzeuge aller Art.

Quelle: Uwe Klemens

m August 2015 war Baubeginn. Weniger als ein Jahr später präsentierte sich die Friedrich-Ebert-Straße auf etwa 300 Meter Länge bereits nicht mehr als wellige Pflasterstraße, sondern mit glattem und geräuscharmen Asphalt. Mittlerweile sind auch die Grünstreifen und Gehwege sowie der Vorplatz der Feuerwache fertiggestellt, wo sich noch Reste des alten Pflasters wiederfinden.

Baukosten von rund 600 000 Euro waren ursprünglich von der Stadt vorgesehen. Inklusive der Baunebenkosten werde die Schlussrechnung bei etwa 660 000 Euro liegen, so Silke Göritz vom Bauamt. Auch der Wasser- und Abwasserzweckverband Jüterbog-Fläming (WAZ) investierte kräftig. Etwa 260 000 Euro kostete die Erneuerung der alten Stahlleitungen, die in der Vergangenheit häufig zu Rohrbrüchen geführt hatten, sagte Falk Kubitza, der als WAZ-Vertreter vor Ort war.

Dem Bürgermeister wird das Band zum Durchtrennen gereicht

Dem Bürgermeister wird das Band zum Durchtrennen gereicht.

Quelle: Uwe Klemens

Die Anwohner genießen die Ruhe, kritisieren jedoch die neuen Grünstreifen, die als kleine Becken gebaut sind und in denen das Regenwasser versickert. Die Pflege dieser sogenannten Rigolen ist aufwendiger als ein ebener Grünstreifen.

Geklärt werden muss auch die Parksituation. Die derzeitige Beschilderung erlaubt wie vor der Sanierung entlang des größten Teils der Straße beidseitiges Parken. Doch die Feuerwehr hat durch die nun schmalere Fahrbahn ein Problem, sobald ein Auto unsauber am Straßenrand steht. Dann werde die Lücke für die breiten Löschfahrzeuge schnell zu eng, sagt Vize-Feuerwehrchef Michael Rinderle.

Ausblick

Nach Fertigstellung der Friedrich-Ebert-Straße soll nun die Jüterboger Goethestraße erneuert werden. Die Entwurfsplanung werde laut Bauamt derzeit beim Landkreis geprüft.

Anfang 2017 sollen die Aufträge für die Bauunternehmen ausgeschrieben werden. Das Geld dafür ist bereits im diesjährigen Haushalt eingeplant.

Eine wichtige Vorarbeit für die Sanierung der Goethestraße war die Erneuerung des unterirdischen Graben-Durchlasses, die im Sommer erfolgt ist.

Schon seit 1998 drang das Bauamt auf die Sanierung dieser Straße, doch damals habe die Priorität auf der Innenstadt gelegen, sagte Bauamtsleiterin Kira Wenngatz. Nun seien die Vorstädte dran. „Es gibt auch andere desaströse Straßen, etwa die Geschwister-Scholl-Straße und auch das zweite Teilstück der Friedrich-Ebert-Straße“, erinnerte Raue. Doch wegen der Feuerwache habe er hier den Anfang machen wollen.

Von Peter Degener

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