Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Expressionismus auf drei Etagen
Lokales Teltow-Fläming Expressionismus auf drei Etagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:43 14.05.2014
Das Luckenwalder „Rathaus II“. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Im Landkreis gibt es rund 1000 Baudenkmale sowie mehr als 1400 bekannte Bodendenkmale. Einige von ihnen werden im Denkmalschutzkalender 2014 vorgestellt. Das Kalenderblatt Mai widmet sich dem ehemaligen Luckenwalder Katasteramt. Es war von Architekt Paul Backes entworfen worden.

„Als bemerkenswertes Zeugnis expressionistischer Architektur der zweiten Hälfte der 1920er Jahre verkörpert der stattliche Baukörper die spannungsreiche Formgebung dieser relativ kurzen Stilepoche“, erklärt Ina-Christin Wilke von der Unteren Denkmalschutzbehörde die architektonische Bedeutung. Gleich gegenüber steht der zeitgleich entstandene Komplex von Stadttheater und heutiger Friedrich-Ebert-Schule, an dem Architekt Backes ebenfalls beteiligt war.

Das freistehende dreigeschossige Gebäude war einst als Katasteramt im Auftrag der Stadt errichtet worden. Zur Refinanzierung der Kosten wurden im Erdgeschoss Läden eingebaut. Später wurden die Geschäfte zu Büroräumen umgerüstet.

Historisches

Entworfen wurde das Gebäude in der Theaterstraße 16d von Architekt Paul Backes, der mit zahlreichen anderen Bauten das Gesicht Luckenwaldes prägte.

Errichtet wurde das Katasteramt 1928/29 im Auftrag der Stadt.

Zu DDR-Zeiten residierte dort die SED-Kreisleitung.

Heute haben das Ordnungs- und Rechtsamt, das Straßen-, Grünflächen- und Friedhofsamt sowie das Amt für Gebäude- und Beteiligungsverwaltung der Stadt dort ihren Sitz.

„Eine besondere Betonung erhält das Gebäude durch seine zurückversetzte Mittelachse, die die Vertikale unterstreicht“, erklärt Ina-Christin Wilke. So durchbreche die Fenstertür im Obergeschoss die klar voneinander getrennten Horizontalbänder und erhalte durch den expressionistisch gestalteten Balkon und das obere Dreieckfenster eine deutliche Akzentuierung.

Zu DDR-Zeiten residierte die SED-Kreisleitung in den Räumen, bevor nach der Wende einige Ämter der Stadtverwaltung dort Einzug hielten. Der Standort wird auch als „Rathaus II“ bezeichnet. Das Haus besitzt laut Wilke eine baukünstlerische und für die Stadt auch baugeschichtliche Bedeutung. Es stehe für die Zeit, in der Luckenwalde auf dem Bausektor eine ortsgeschichtliche Reformzeit erlebte.
Das sieht auch Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann so. „Wir freuen uns natürlich, dass dieser Gebäudeteil der Verwaltung so eine öffentliche Wertschätzung und Anerkennung erfährt“, sagte er gegenüber der MAZ, „für uns ist die Theaterstraße 16d ein wichtiges baukulturelles Erbe. Das Haus hat eine bewegte Geschichte.“ Mann verweist darauf, dass das 1928/29 errichtete ehemalige Wohn- und Geschäftshaus in seiner äußeren Gestalt noch nahezu den Originalzustand aufweist. Es sei ein markantes Ensemble, das wegen seiner hohen baulichen Qualität und der räumlichen Lage städtebaulich besonders bedeutsam sei.

„So ein Denkmal zu erhalten, ist mit großen Mühen verbunden“, räumte Mann ein. Die Stadt hatte Dach und Fassade vor wenigen Jahren mit Hilfe des Programms „Stadtumbau Ost“ für 235000 Euro sanieren lassen. „Wir haben damit einen wichtigen Impuls zur Aufwertung der Straße gesetzt“, sagte Mann. Die Putzfassade mit zahlreichen Klinkern wurde damals repariert und gereinigt, Türen und Fenster aufgearbeitet. Das Dach wurde neu gedeckt und die Dachkonstruktion repariert.

Elinor Wenke

Folgen Sie uns auf Facebook!

Aktuelle Nachrichten und Fotos aus den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald finden Sie auf unserer Facebook-Seite.  Folgen Sie unserer Seite und diskutieren Sie mit uns über aktuelle Artikel oder geben Sie uns Hinweise, worüber wir berichten können.

Hier kommen Sie direkt auf unsere Facebook-Seite: www.facebook.com/dahmelandflaeming.

Werden Sie Fan von der MAZ bei Facebook!

Polizei Polizei ermittelt wegen Giftködern und Schüssen auf Tiere - Hundehasser verunsichert Zossen

Seit mehreren Monaten macht ein Tierhasser die Region rund um Zossen unsicher. Die Polizei ermittelt, weil seit Ende letzten Jahres mehrere Giftköder gefunden wurden. Einige Hunde sind bereits gestorben. Ob das an den Ködern lag, wird untersucht. Und die Polizei ermittelt wegen eines weiteren unfassbaren Delikts.

14.05.2014
Polizei Teltow-Fläming: Polizeibericht vom 14. Mai - Jungbulle macht Ausflug

+++ Gottow: Ausgerissener Bulle beschädigt Auto +++ Luckenwalde: Auto rammt Wildschwein +++ Am Mellensee: Angetrunken Auto gefahren +++ Rangsdorf: 80 Euro verschwinden unerklärlich +++

14.05.2014
Teltow-Fläming Bürgermeister und Ortsvorsteher loben Projekt und Aufwertung von Altes Lager - Ausbau des Sommerwegs wird abgeschlossen

Mit der Fertigstellung der letzten Verkehrsinsel in Höhe des Friedhofs und der Bauabnahme von Mittwoch ist das Projekt Geh- und Radweg in Altes Lager abgeschlossen. Nach der unerwartet kurzen Winterpause wurden die Arbeiten sogar früher beendet als ursprünglich geplant.

14.05.2014