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Eichelbaum fordert Tempo 30 in Wietstock

Landesstraße 79 Eichelbaum fordert Tempo 30 in Wietstock

Der CDU-Kreis- und Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum hat gefordert, auf der L79 in Wietstock durchgängig Tempo 30 einzuführen. Das solle die Anwohner vor allem vor Lärm schützen. Die dafür zuständige Kreisverwaltung hält das aber für nicht machbar – die Straße sei gut genug ausgebaut.

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So dicke ist der Verkehr auf der Landesstraße 79 an der Blitzersäule im Ludwigsfelder Ortsteil Wiestock des öfteren.

Quelle: FOTO: Abromeit (2)

Wietstock. Mit Tempo 30 auf der Landesstraße 79 durch ganz Wietstock   – das stellt sich Land- und Kreistagsmitglied Danny Eichelbaum (CDU) vor. Nach Bürgerbesuchen in seiner Ludwigsfelder Sprechstunde sagt er: „Unbestritten besteht hier eine hohe Lärmbelästigung für die Anwohner, die nach meiner Auffassung zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung führen muss.“ Deshalb hatte er sich an Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) gewandt. Sie möge verkehrsrechtliche Maßnahmen prüfen, die zu Lärmreduzierung führen.

Zustimmung von der Landrätin

Wehlan stimmte ihm schriftlich zu. Sie verweist jedoch auf alles, was die Stadt bereits seit 2014 unternommen hatte. Und darauf, dass nach Prüfung des Straßenverkehrsamtes Teltow-Fläming keine Voraussetzung für die gewünschte Maßnahme vorläge. Die Landesstraße weise in Ortslage einen für die überörtliche Verkehrsfunktion ausreichenden Ausbau auf, so Wehlan. Es würden jedoch andere Maßnahmen in Betracht gezogen und angeordnet, erklärt die Landrätin, dazu seien erneut Messungen nötig. Was nicht funktioniere, das sei beim Einbiegen auf die L 79 „die Verschiebung der eigenen Sorgfaltspflichten hin zu den Vorfahrtsberechtigten auf der Straße“, erklärte Wehlan.

Im Rathaus von Ludwigsfelde verweist man darauf, dass die Stadt kaum Einflussmöglichkeiten hat, weil die L79 eine Landesstraße ist. Die neue Messung läuft, bis Donnerstag hing schräg gegenüber der Blitzersäule ein mobiles Messgerät, um Fahrzeuge zu zählen und ihre Geschwindigkeiten zu messen. Die Ergebnisse werden am heutigen Freitag an den Kreis und die Landrätin übermittelt, so Stadtsprecherin Marina Ujlaki. Ordnungsamtsleiter Henry Nottrott und Ortsvorsteher informieren zur nächsten Sitzung des Ortsbeirates über diese Ergebnisse. Ortsvorsteher Benno Bleifuhs freut sich zwar über Eichelbaums Initiative. Er hätte sich jedoch gewünscht, dass der Ortsbeirat vorher davon informiert und in die Diskussion einbezogen worden wäre. „Die Forderung selbst finden wir top.“

Sicherheit und Lärm waren Thema bei Einwohnerversammlungen

Wie berichtet waren Verkehrssicherheit und -lärmbelastung in Wietstock mehrfach Thema von Einwohnerversammlungen. Nach einer ersten Zählung der Stadt stand fest: Die Wietstocker übertreiben nicht, mehr als 80 Prozent der Fahrzeuge kommen deutlich zu schnell von Groß Schulzendorf aus bergab in den Ort hinein. Spitzenwerte liegen weit über 100 km/h. Deshalb steht die Blitzersäule für Benno Bleifuhs auch an der falschen Stelle. „100 Meter weiter wäre sie richtig.“ Der Ortsbeirat habe das gründlich geprüft und festgestellt: „Es gibt kein Gesetz und keine Vorschrift, die einen Mindestabstand eines Blitzers vom Ortsein- oder Ortsausgang vorschreiben“, sagt er.

Von Jutta Abromeit

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