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Teltow-Fläming Eichspitze soll Industriepark 4.0 werden
Lokales Teltow-Fläming Eichspitze soll Industriepark 4.0 werden
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18:00 15.03.2018
Hier zwischen Anhalter Bahn, Nordanbindung und Bundesstraße 101 soll er entstehen, der neue Industriepark von Ludwigsfelde namens Eichspitze. Quelle: Foto:Abromeit
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Ludwigsfelde

Neue Mobilität in gewachsene Strukturen bauen, trotz aller neuen Technik gewohnte Lebensräume erhalten oder attraktiver machen und weitere Investoren anlocken – all das will der Regionale Wachstumskern Ludwigsfelde unter einen Hut bekommen. Damit das gelingt, bindet sich die Kommune an ihr Integriertes Stadtentwicklungskonzept (Insek). Diese zweite Insek-Auflage nach 2009 für neue Förderhorizonte bis 2040 befürworteten die Stadtverordneten diese Woche bei einer Stimmenthaltung.

Nach der Autoproduktion 4.0 jetzt auch neue Form eines Industrieparks

In dem Konzept geht es um Verkehrsströme, Wohnbereiche, Einzelhandelspotenzial oder neue Industrie. Für letztere wird das Gebiet Eichspitze vorbereitet, die Wirtschaftsförderer der Stadt nennen es Industriepark 4.0. Solche Begriffe kommen nicht von ungefähr aus dem Rathaus, war doch Bürgermeister Andreas Igel (SPD) vorher IT-Manager beim Autobauer Mercedes. Dort entwickeln rund 2000 Beschäftigte seit einigen Jahren Autoproduktion 4.0. So erfolgreich, dass das auch beim Daimler-Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche präsent ist. Der nannte jüngst zur Hauptversammlung der Daimler AG in Berlin beim neuen Miteinander von Mensch und Maschine das 30 Kilometer entfernte Ludwigsfelde: „Dort bauen wir den Sprinter.“ Früher standen am Band Gitterkörbe und Regale voller Material. Die Mitarbeiter mussten Teile suchen, holen und verbauen. „Heute bringen Roboterwagen vollautonomes Material genau im Takt der Produktion ans jeweilige Fahrzeug“, verkündet der Konzernchef stolz.

Bürgermeister will Biotope neu bewerten

Ähnlich pragmatisch geht Igel an Gesetzesvorgaben und Baupläne. In einem Pressegespräch sagt er: Lebten in begehrten Arealen geschützte Pflanzen oder Tiere, müsse eine Kommune nicht nur von ihnen wissen. „Dann muss ich bei Anfragen ihre Zahl parat haben und muss fragen: Sind sie wirklich noch zu schützen?“ Gebe es rundherum inzwischen genug andere Biotope für Feldlerchen oder Braunkehlchen, „dann muss erlaubt sein, Flächen anders zu nutzen“. In diesem Prozess sei Europa erst am Anfang. „Der Schutz von Lebensraum steht ganz vorn, keine Frage. Aber es ist ein Umdenken nötig“, meint Igel.

Gefällte Bäume nah bei belasteten Menschen ausgleichen

Wie er sich das vorstellt, erklärt er am Industrieprojekt Eichspitze: „Dort machen wir den Ausgleich und Ersatz wegfallender Bäume anders. Gefällte Bäume wolle die Stadt nicht irgendwo pflanzen lassen, wie schon geschehen im Spreewald, sondern „hier, wo die Menschen auch den Lärm und die Belastung von Verkehr, Industrie und Gewerbe haben“, so Igel. „Dabei ist es uns egal, wem die Flächen gehören – wir werten Grünzonen auf, wo Menschen leben.“ Dazu müssten beispielsweise Auffassungen von innerstädtischem Erholungsraum neu definiert werden. Igel denkt dabei auch an Radwege. „Aber weniger an neue, für die niemand Geld hat, sondern eher ans Erhalten vorhandener.“ Kurz und knapp finden sich in der Standortinformation zum Plan Industriepark 4.0. kaum Texte, nur Fakten. Wo die noch fehlen, steht einer der wenigen Sätze: „Busverbindungen werden nach Bedarf zur Ergänzung des bestehenden Liniennetzes eingerichtet.“

Mit dem Plan Eichspitze präsentierte sich Ludwigsfelde auf der Hannover-Messe. Und erntet dafür höchstes Lob. „Von diesem Auftritt waren wir beeindruckt“, erklärt Steffen Kammradt, Sprecher der Wirtschaftsförderung Brandenburg, „goldrichtig“ sei die Eichspitze. Und er sagt: Wie die Stadt eine Kette sinnvoller Schritte ging, das mache sie zum Brennglas Aufbau Ost. Mit Blick auf die Metropolenregion Berlin mit Flughafen, südlichem Umland und dem Wissenschaftsstandort Wildau sei der Wirtschaftskern Ludwigsfelde „ein wesentlicher Baustein im Business Guide Brandenburg“, so Kammradt.

Von Jutta Abromeit

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