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Eigeninitiative am Rohrteich

Jüterbog Eigeninitiative am Rohrteich

Mit Fördermitteln und vor allem Eigenleistung will der Sportverein FC Viktoria Jüterbog am Sportplatz Rohrteich eine heruntergekommene Vereinsbaracke wieder herrichten. Nachdem die Stadtverordneten sich erst vor Kurzem zur langfristigen Neukonzeption der umfangreichen Sportanlage bekannt haben, will der Verein den ersten Schritt in eigener Initiative wagen.

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Thomas Faber (l.) und Jens Schander vor der Baracke des FC Viktoria am Jüterboger Sportplatz Rohrteich.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Nachdem die Jüterboger Stadtverordneten und der Bürgermeister sich zur Entwicklung des Sportplatzes am Rohrteich bekannt haben, regt sich auch beim größten Sportverein der Stadt, dem FC Viktoria, der Wunsch nach Verbesserungen. Und dafür will man richtig zupacken.

„Bis das Konzept realisiert ist, wird es noch dauern, wir wollen unsere Bedingungen aber schon jetzt in Eigeninitiative verbessern“, sagt Thomas Faber, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins.

Bislang gibt es in dem Bau zwar eine Umkleide, aber keine Toilette

Er hat dabei eine vom Verein genutzte Baracke im Sinn, deren Zustand als Vereinsheim eigentlich untragbar ist. Die Wände sind feucht, die Fenster undicht und die Fassade bröckelt. „Es gibt keine Heizung und keine Duschen oder zumindest Toiletten, das ist hier eine Notlösung“, sagt Faber.

Thomas Faber ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins

Thomas Faber ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins.

Quelle: Peter Degener

„Wenn man Vereinsleben erleben will, braucht es Räumlichkeiten, in denen sich der Verein auch treffen kann. Aber nicht nur Feiern, sondern auch für die Theorie braucht man Räume“, ergänzt Jens Schandert.

Der Jüterboger Unternehmer ist zwar kein Mitglied, engagiert sich aber seit Jahren als Sponsor für den Verein. „Die Gaststätte „Fuchsbau“ nebenan ist zwar gemütlich, aber nicht geeignet. Dort gibt es keinen Rückzugsort für uns“, so Faber.

Und statt den Mitgliedern und Gastmannschaften eine Trophäensammlung präsentieren zu können, haben die einzelnen Trainer der 13 Mannschaften die Pokale bei sich zu Hause. „Ich stelle die Pokale meiner Mädchen ins Schaufenster der Mönchenapotheke“, sagt Faber.

Förderung der Sparkasse dient als Anschubfinanzierung

Seit 2006 pachtet der Verein das Objekt vom Landkreis. Ein kleiner Fitnessraum, ein Büro, ein Lager für Bälle und andere Utensilien und eine Umkleidekabine sind darin. Die Miete sei angesichts des Zustands gering, aber Investitionen sind nicht geplant.

Der Kreis war ursprünglich sogar zum Verkauf der Baracke bereit – doch ein Erwerb zum Verkehrswert ist für den Sportverein nicht zu finanzieren. „Es bleibt uns nichts anderes übrig, als es selbst anzupacken, um zu vernünftigen Bedingungen zu kommen“, so Faber.

Das Gebäude soll nicht nur saniert werden, sondern auch in den Vereinsfarben blau und weiß gestaltet werden

Das Gebäude soll nicht nur saniert werden, sondern auch in den Vereinsfarben blau und weiß gestaltet werden.

Quelle: Peter Degener

Dass es jetzt einen großen Helfer-Aufruf an alle Mitglieder und die Eltern der vielen Kinder im Verein gibt, ist auch einer ersten Förderung zu verdanken. „Wir haben von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam eine finanzielle Zuwendung in Form einer Spende erhalten“, sagt Faber.

Die Höhe will er nicht nennen, doch es sei nur ein Anfang für die geschätzten Gesamtkosten von 50.000 Euro. „Langfristig soll ein Vereinsheim entstehen, das auch eine Begegnung- und Integrationsstätte ist“, sagt Faber.

Am dringendsten sind neue Fenster, Türen und trockene Wände, sowie ein Sanitärtrakt mit Toiletten und Duschen. Den alten Putz der Außenfassade wollen die Sportler in den Vereinsfarben blau und weiß gestalten.

Viele Arbeiten sollen durch Sponsoren und Eigenleistung erfolgen

„Wir sondieren, was wir in Eigenleistung machen können, suchen aber dringend Sponsoren. Ich bin mir, dass es Unterstützer gibt und sich auch die Eltern der vielen Kinder beteiligen werden“, sagt Schandert. Jeder solle seinen Teil leisten – auch, um die erforderlichen Eigenanteile weiterer Förderzuwendungen aufzubringen.

Den eigentlichen Sportplatz vergisst Faber auch nicht – die städtischen Trainingsplätze mit dem empfindlichen Rasen sollen auf Kosten eines privaten Sponsors aus dem Viktoria-Umfeld im Sommer hergerichtet werden.

Von Peter Degener

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