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Ein Abend mit Thriller-Autor Vincent Kliesch

Lesung in Großbeeren Ein Abend mit Thriller-Autor Vincent Kliesch

Thriller-Autor Vincent Kliesch aus Berlin hat am Sonnabend in Großbeeren aus seinem aktuellen Roman „Im Augenblick des Todes“ gelesen. Kliesch ist zugleich als Comedian und Moderator unterwegs, im Filmpark Babelsberg moderiert er seit neun Jahren verschiedene Shows.

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Thriller-Autor Vincent Kliesch las in Großbeeren.

Quelle: Foto: Krischan Orth

Großbeeren. Die Leiche ist mit Angelhaken am Schreibtischstuhl befestigt. Ihr gegenüber am Tisch ein Kunststoffskelett, drapiert mit den Eingeweiden des Opfers. So führt Thriller-Autor Vincent Kliesch seinen Buchhelden Severin Boesherz an den Tatort. Als Zeugen war das Großbeerener Publikum im Bücherhaus Ebel zugegen. Der Bestsellerautor aus Berlin hatte Samstagnacht aus seinem Roman „Im Augenblick des Todes“ gelesen. „Ich arbeite nachts alleine am Schreibtisch“, sagt er. „Bei Lesungen habe ich die einmalige Gelegenheit, den Lesern diese Arbeit näher zu bringen.“

Er erklärt, wie die Figur des Kommissar Severin Boesherz konzipiert ist. „Er ist eine Art Sherlock Holmes.“ Jemand, der aus jedem Detail Hinweise liest. Kliesch lässt die geniale Spürnase das zweite Mal in Berlin ermitteln, das Buch ist sein fünfter Krimiroman. Die Idee zu der Tatortszene sei ihm während der Fernsehserie „Hannibal“ gekommen. Aber auch die Detektivcharaktere zeichnen sich durch bestimmte Eigenschaften ihres Schöpfers aus, wie Boesherz Vorliebe für guten Rotwein. „Im Buch läuft Boesherz durch meine Wohnung“, erzählt Kliesch. „Ich teile meine Eigenschaften auf die Figuren auf.“

2008 beginnt Kliesch Thriller zu schreiben, aber eigentlich schon viel früher. Als Kind hat er bereits Gruselgeschichten für seine Klassenkameraden aufgeschrieben. Zum Vorbild für seinen Helden nahm er sich John Sinclair, den Geisterjäger aus den Groschenheftchen. Seine Oma hat die Geschichten abgetippt, sein Vater kopiert und binden lassen. Bei der Ausbildung zum Restaurantfachmann war die Literatur aber weit weg. Dennoch hat sich Kliesch, wie die Helden seiner Geschichten, wieder ran gekämpft.

In der Hand hält er ein Manuskript. Aus Kindertagen. „Jetzt kommen wir zum blanken Horror“, scherzt Kliesch. Mit zwölf Jahren hat der Autor das „Schreckenhotel von Nottingham“ geschrieben. Bei den Geschichten ist zu erkennen, worauf es Kliesch in seinen Thrillern ankommt. Auf eine Heldengeschichte in einem durchkomponierten Thriller, in dem jedes Detail wichtig werden kann.

Von Krischan Orth

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