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Ein Bahnhof verschwindet

Bagger schaffen Platz für den Tunnel in Dahlewitz Ein Bahnhof verschwindet

Wer noch einen Blick auf das Dahlewitzer Bahnhofsgebäude werfen möchte, sollte sich beeilen. Am Montag haben Bagger mit dem Abriss des Fahrradschuppens begonnen. In den kommenden anderthalb Jahren entsteht dort ein Straßentunnel unter der Eisenbahnstrecke. Autofahrer müssen sich auf Sperrungen einstellen.

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Ende kommender Woche soll der Bahnhof abgerissen sein.

Quelle: Christian Zielke

Dahlewitz. Eigentlich sollte der Bahnhof schon im Mai beseitigt sein, doch dann wurde bei Routinekontrollen in den Dachbalken Reste eines gefährlichen Holzschutzmittels gefunden. Weil das Mittel aus den 1940er Jahren Arsen enthält, mussten die Arbeiter Schutzanzüge und Gasmasken tragen. „Zuerst muss der Staub abgesaugt werden“, sagt Polier Uwe Remus von der Firma Arikon aus Genshagen. Dann werden die Balken von Hand abgesägt und entsorgt. Bis Ende kommender Woche soll das Gebäude verschwunden sein.

Nicht alle Dahlewitzer freuen sich auf die neue Ortsmitte. „Hier entsteht eine Öde“, sagt Hans-Jürgen Scholz, der ein paar Fotos von dem Gebäude macht, mit dem sich für ihn so viele Erinnerungen verbinden. „Drei Jahre lang bin ich täglich von hier zur Lehre nach Zossen gefahren“, sagt Scholz, „ein bisschen wehmütig bin ich schon“. Allerdings sei der Bahnhof in den vergangenen Jahren eher ein Schandfleck gewesen.

Tunnel entsteht bis 2015

Ende kommender Woche soll das Bahnhofsgebäude abgerissen und die Hilfsbrücken eingebaut sein. Auf der Ostseite entstehen eine Buswendeschleife, ein Sickerbecken und provisorische Parkplätze.

Ab dem 23. Juni wird der Bahnhofsplatz für etwa 14 Tage wegen Arbeiten an den Trink- und Abwasserleitungen gesperrt.

Im Mai 2015 soll die Eisenbahnbrücke fertig sein.

Im September 2015 sollen die ersten Autos durch den Tunnel fahren.

Peter Rink (CDU), der scheidende Ortsvorsteher, erinnert sich, wie er für 30 Pfennig mit dem Sputnik-Doppelstockzug nach Berlin gefahren ist. Ihn bekümmern momentan eher die vielen Einschränkungen für die Dahlewitzer. Vor allem die abgesperrten Gehwege an der Bahnhofstraße machen ihm Sorgen. „Wir können nur hoffen, dass nichts passiert“, sagt Rink. Ein Ende der Provisorien ist nicht in Sicht. In der kommenden Woche werden Spundwände für Behelfsbrücken errichtet. Von Pfingstmontag, 7 Uhr, bis zum 14. Juni, 20 Uhr, geht in Dahlewitz so gut wie nichts mehr. Der Bahnübergang ist für den Autoverkehr voll gesperrt, auch die Bahnstrecke ist unterbrochen. Die Regionalzüge werden durch Busse ersetzt. Autofahrer müssen die ausgeschilderte Umleitung über Blankenfelde und Glasow nehmen. Fußgänger und Radfahrer sind von der Sperrung nicht betroffen.

Ende Juni soll die Buswendeschleife vor dem Bürgerhaus fertig sein. Als Ersatz für den bisherigen Parkplatz hat die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow Stellplätze des Netto-Marktes am Bahnhofsschlag angemietet.

Von Christian Zielke

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