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Ein Beet für alle

Flüchtlinge in Jüterbog Ein Beet für alle

Drei Schülerinnen aus Jüterbog zeigen Courage und Engagement. Sie haben ein Pflanzenbeet angelegt, dass die Flüchtlinge in Jüterbog auch nutzen sollen. So soll der Gemeinschaftssinn gestärkt werden. Dennoch haben sie auch Angst vor der Reaktion einiger Mitmenschen.

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Gemeinsam anpacken, lautet die Devise auf dem Beet.

Quelle: Barnack

Jüterbog.
Die ekelhaften Ereignisse, die sich während der vergangenen Tage in deutschen Flüchtlingsheimen abgespielt haben, lassen auch die Jüterboger nicht kalt. Drei Schülerinnen des Gymnasiums wollen für die Asylbewerber im Waldauer Weg Beete anlegen. Ihre Namen möchten sie allerdings nicht nennen – aus Angst vor möglichen Repressalien. Diese Tatsache ist offen und ehrlich gesagt eine Schande.

Von dem couragierten Vorhaben lassen sich die zukünftigen Abiturienten dennoch nicht abbringen. Seit Mittwochvormittag wird an dem kleinen Garten gearbeitet.

Entstanden ist das Engagement der Gymnasiasten aus der Pflicht heraus, sagt das Trio. „Im Wirtschaftsunterricht der Oberstufe sollten verschiedene Projekte entwickelt und durchgeführt werden, um Spenden zu sammeln“, sagt eine der drei Initiatorinnen.

Da die Gruppen aus maximal vier Personen bestehen durften, war den Schülern schon vorher klar, dass ihre Idee nur mit der Unterstützung freiwilliger Helfer funktionieren kann. In einer Facebook-Gruppe, in der sich Flüchtlingshelfer aus Jüterbog und Umgebung zusammengetan haben, kündigten sie ihr Vorhaben an und baten um Hilfe. Die gab es beim Umgraben am Mittwoch sowohl von Bewohnern des Heims als auch von Jüterbogern.

Das erste Ziel des Projektes haben die drei Gymnasiasten außerdem schon erreicht. Spenden erhielten sie zum ersten Arbeitseinsatz von mehreren Unternehmen der Stadt. Von einem Baumarkt gab es beispielsweise Gartengeräte. Bis Ende der Woche soll die Fläche umgegraben sein. Damit es im kommenden Jahr aber tatsächlich etwas zum Ernten gibt, brauchen die Schülergruppe und die Bewohner des Heims weitere Spenden.

Vor allem Kräuter, Beerensträucher und andere mehrjährige Stauden, die den Winter überstehen, werden benötigt. Am 5. September nehmen die Schülerinnen sowohl am Übergangswohnheim von 10 bis 19 Uhr als auch an den Gartenanlagen am Kappan von 10 bis 15 Uhr Pflanzen und Samen als Spenden entgegen.

Von Victoria Barnack

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