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Teltow-Fläming Ein Blick ins Verborgene
Lokales Teltow-Fläming Ein Blick ins Verborgene
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05:16 15.08.2017
Markus Hennen erklärt bei den kommenden Führungen auf dem Flugplatz Jüterbog-Damm, warum eine Nachnutzung dort so schwierig ist. Quelle: foto: Hennen
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Jüterbog

Der Begriff Konversion ist für viele Menschen noch immer ein Fremdwort, weiß Markus Hennen. Der Geschäftsführer eines Jüterboger Planungsbüros begleitet deshalb seit mehr als zwei Jahrzehnten das Netzwerk Fokus und leistet Aufklärungsarbeit zur zivilen Nutzung früherer Militärflächen.

Mit der Veranstaltungsreihe „Konversionssommer“ startete das Netzwerk im Jahr 1998 ihre ersten Informationsprogramme zu diesem Schwerpunkt. Nun jährt sich das Projekt zum 20. Mal.

Die abgelegenen Flächen zählen zu den größten Herausforderungen

Noch etwa 10 000 der einst rund 100 000 Hektar russischer Militärflächen werden heute in Brandenburg nicht zivil genutzt. Ein Prozent der brach liegenden Flächen befinden sich laut Hennen in zentralen Orten, zehn Prozent in unmittelbarer Zentrumsnähe.

Der große Rest verteilt sich jedoch auf abgelegene Areale. Und genau dort lauern auch die meisten Probleme. Denn gerade diese Flächen würden zum Großteil noch immer vernachlässigt und zählen damit zu den größten Herausforderungen des Netzwerks.

Illegale Taten bleiben dort nicht aus. „Leerstehende Kasernen verführen einige dazu ihren Müll dort zu entladen oder wichtige Baustoffe zu klauen“, berichtet Markus Hennen. Um die Bauten vor der Verwahrlosung zu schützen, thematisiert das Städte-Netzwerk kleiner und mittlerer Kommunen regelmäßig mögliche Herangehensweisen zur Nachnutzung der historischen Flächen.

Ein weiteres Erfolgsprojekt in Jüterbog

Jüterbog ist bereits seit Anfang der Gründung von Fokus dabei. Die historische Stadt zählt zu einem der größten Konversionsstandorte Deutschlands. Denn zwei Drittel von ihr wurden militärisch genutzt. Am vergangenen Wochenende konnte mit einer Führung durch eine ehemalige Kaserne im Ortsteil Jüterbog II wieder ein neues Erfolgsprojekt vorgestellt werden.

Das jahrelang leerstehende Gebäude wird ab September als Ort für Betreutes Wohnen genutzt. Markus Hennen traf auch dort wieder auf zahlreiche Besucher, die ihr Interesse an der Historie bekundeten und mit Staunen die geleisteten Umbauarbeiten betrachteten.

Das Verborgene macht die Besucher neugierig

Die Neugierde hat seinen Grund. „Normalbürger haben sonst kaum eine Chance, dort reinzukommen“, sagt Hennen. Viele wären deshalb gespannt, was sich hinter den Mauern so verbirgt.

Im Rahmen des Konversionssommers können Besucher nämlich auch Flächen begutachten, die bisher vergeblich auf eine Nachnutzung warten.

Die Nachnutzung des Flugplatzes gilt als schwierig

Markus Hennen wird dazu unter anderem am 22. September den Flugplatz Jüterbog-Damm vorstellen. Die Fläche hat eine hundertjährige Geschichte, eine Nachnutzung gilt jedoch bis heute als schwierig.

Grund dafür sei die Lage im Trinkwasserbereich und bestehende Altlasten auf dem Gelände. Außerdem sei der Denkmalschutz für viele Investoren ein Hindernis, da dieser die Möglichkeit für Veränderungen stark eingegrenzt.

Weitere Besichtigungen sind noch bis Oktober möglich

Weitere interessante Besichtigungen gibt es außerdem am 10. September im ehemalige Offizierscasino und heutigen Kulturzentrum „Das Haus“ in Altes Lager. Weiterhin steht die Führung „Bunker bei Nacht“ am 18. August ab 21 Uhr in Wünsdorf auf dem Programm. Darüber hinaus können bis Oktober Termine für die Besichtigung des Heizkraftwerks in Beelitz-Heilstätten vereinbart werden.

Mehr Informationen unter www.fokus-net.de

Von Isabelle Richter

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