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Teltow-Fläming Ein Bolzplatz für Genshagen
Lokales Teltow-Fläming Ein Bolzplatz für Genshagen
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00:26 23.03.2018
So sieht der Spiel- und Bolzplatz in Genshagen zurzeit aus. Quelle: Foto: Jutta Abromeit
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Genshagen

Auf dem Bolzplatz im Ludwigsfelder Ortsteil Genshagen soll wieder Fußball gespielt werden können, das beschlossen die Stadtverordneten mehrheitlich. Das heißt: Aus dem wegen Vernachlässigung und vieler Maulwurfhügel seit Jahren schon unbespielbaren Platz soll wieder eine Fläche werden, auf der vor allem Kinder und Jugendliche bolzen können.

Dirk Houschka, Ortsvorsteher von Genshagen, dem mit mehr als 1300 Einwohnern größten Ortsteil von Ludwigsfelde, kämpfte seit Jahren darum, dass hier wieder gespielt werden kann. Quelle: Jutta Abromeit

Den Anforderungen einer Fußball-Wettkampfstätte entspricht das Areal an der Freizeitstätte Nußallee jedoch auch nach der Umgestaltung nicht wieder. Rund 186 000 Euro will die Stadt fürs Erneuern der Anlage in diesem Jahr ausgeben. Und beim Gestalten soll der Ortsbeirat ein Wörtchen mitreden. Er hatte wie berichtet über Jahre hartnäckig im Rathaus der Stadt für dieses Vorhaben gekämpft.

Kunststoff ist zu teuer

Nun heißt es in einer Neufassung des Beschlusses, den Stadtverordneten sei mit Festlegung einer Kostenobergrenze eine mit dem Ortsbeirat abgestimmte Planung zum Umbau des Bolzplatzes vorzulegen. Der ursprünglichen Idee, die Hälfte des Platzes in Kunststoff auszuführen, konnte aus finanziellen Gründen nicht entsprochen werden. Denn neben den Herstellungskosten waren auch die Bewirtschaftungskosten zu berücksichtigen, und die hätten deutlich über einem vertretbaren Maß gelegen.

Nun soll der Platz also zu einem Areal mit mittlerem Qualitätsstandard umgebaut werden. Ein Bolzplatz in Kunststoffausführung, wie sie die Genshagener am liebsten gehabt hätten, würde bei gleichen Maßen um die 400 000 Euro kosten, hieß es in der vom Rathaus geschriebenen Begründung.

Sportstätten-Förderung nicht möglich

Für die Stadtverwaltung war bei diesem Beschluss noch ein weiterer Aspekt hinzugekommen: der grundsätzliche Qualitätsstandart für solche Wohngebiets-Spielstätten in der Kernstadt und in den Ortsteilen. „Der vom Ortsbeirat Genshagen favorisierte Ausbauzustand als Kunststoff-Bolzplatz in den Abmaßen 40 mal 60 Meter ist selbst in der Kernstadt nicht vorhanden, obwohl da die Auslastung der Plätze deutlich höher liegt“, so hatte der für den Bereich Bauen und Infrastruktur zuständige Fachbereichsleiter Torsten Klaehn argumentiert. Deshalb sei guten Gewissens nur diese Variante zu favorisieren, so Klaehn.

Auf die Frage des in Genshagen wohnenden Stadtverordneten Heiko Müller (fraktionslos), ob die Finanzierung mit Sportstätten-Förderung erfolge, erklärte Bürgermeister Andreas Igel (SPD): „Solch eine Förderung fällt aus. Das ist keine Sportstätte, sondern ausdrücklich ein Bolzplatz.“ Gefördert werden könnten über einen solchen Weg ausschließlich Sportstätten in Vereinsträgerschaft.

Die Stadtverordnete Cornelia Hafenmayer (Linke/Filu) hakte nach: „Wäre eine Kofinanzierung vom Träger der Freizeitstätte möglich und wurde das geprüft?“ Auch das erklärte Igel: „Das wäre dann eine völlig andere Konstellation. Eindeutig: Nein.“

Von Jutta Abromeit

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