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Teltow-Fläming Ein Bücherstapel so hoch wie Jüterbogs Türme
Lokales Teltow-Fläming Ein Bücherstapel so hoch wie Jüterbogs Türme
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10:23 11.10.2017
Diese Schüler sammeln schon fleißig Bücher für einen gigantischen Leseturm. Quelle: Isabelle Richter
Jüterbog

Ein Bücherstapel so hoch wie ein ganzer Turm. Das ist der Ansporn zum Projekt „Leseturm“ an der Jüterboger Lindenschule.

Neue Herausforderung im zweiten Jahr

Die Bücherwürmer unter den Grundschülern lasen sich im ersten Halbjahr des vergangenen Schuljahres bereits auf 21,35 Meter – wenn man ihre Bücher übereinanderlegen würde. Im zweiten Halbjahr schafften sie weitere 19,53 Meter. Durchschnittlich 17 bis 20 Zentimeter Lesestoff schaffte es jeder Lindenschüler. Die fleißigste Leseratte – eine Sechstklässlerin – schmökerte sich durch einen Stapel von 1,23 Meter Höhe.

Die Schüler überboten damit den Jüterboger Eierturm. Deshalb gibt es in diesem Jahr die nächste Herausforderung. „Wir haben uns den 43 Meter hohen Wasserturm als Ziel gesetzt“, berichtet Deutschlehrerin Ines Lintow.

Jeder Zentimeter zählt

An der freiwilligen Leseaktion können alle Zweit- bis Sechstklässler teilnehmen. Sogar Büchermuffel sind inzwischen auf den Geschmack gekommen. Und so geht’s: Zu Beginn des Schuljahres werden Leselisten verteilt.

Wenn ein Schüler ein Buch vollständig gelesen hat, kann er den Namen des Buches dort eintragen. Zusätzlich gibt er an, wie dick das gelesene Buch war. Am Ende des Schuljahres werden die Angaben aller Schüler zusammengerechnet, um die Höhe des virtuellen Bücherturms zu ermitteln.

Ines Lintow ist optimistisch, dass auch der Wasserturm als Ziel für dieses Jahr keine Hürde ist. „Manche Schüler setzen sich sogar in der Pause hin und lesen“, erklärt sie.

Ohne Motivation geht es nicht

Zusammen mit Schulleiterin Jana Simon hatte die Lehrerin das Projekt nach einer Vorlage aus Bayern für die Lindenschule entwickelt. Obwohl die Aktion hauptsächlich neben dem regulären Unterricht läuft, erleichtert sie vielen Kindern schon jetzt den Schulalltag.

„Lesen ist so wichtig. Wenn die Schüler einen Text nicht lesen können, können sie später auch keine Textaufgaben lösen. Und wer viel liest, schreibt auch richtig“, erklärt die Grundschullehrerin. Für sie ist es deshalb umso wichtiger, dass die Kinder bereits in den ersten Jahren Lust aufs Lesen bekommen.

Spielerische Methoden zur Motivation sind einfach nötig. „Man muss sich immer etwas einfallen lassen, um sie zu locken“, sagt Lintow.

Mehr Bücher für die Jungs

Um den Schülern genug Lesestoff zu bieten, arbeiten die Lehrer immer daran, neuen Lesestoff zu sammeln. Bücherspenden sind deshalb gern gesehen.

Damit auch die Jungen auf ihre Kosten kommen und sich nicht durch unzählige Pferdegeschichten quälen müssen, wird besonders Lektüre zu den Themen Sport und Autos gesucht.

Von Isabelle Richter

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