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Teltow-Fläming Ein Bus für die Lebenshilfe
Lokales Teltow-Fläming Ein Bus für die Lebenshilfe
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00:18 11.06.2017
Wilma Teichmann (2.v.l.), Regina Wach (l.) und Lothar Marx (am Steuer) nehmen den neuen Bus der Lebenshilfe in Augenschein. Quelle: Foto: Christian Zielke
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Blankenfelde

Groß ist er, hat eine dunkelblaue Farbe, acht Sitze und Platz für drei Rollstühle – der neue Bus der Lebenshilfe Blankenfelde riecht noch nach Neuwagen und hat nur wenige Kilometer auf der Uhr. Am Dienstag hat der Blankenfelder Verein, der sich um Menschen mit Behinderungen sorgt, das Fahrzeug ganz offiziell übernommen.

Für Wilma Teichmann, die Vorsitzende der Lebenshilfe, ist der Bus ein enormer Fortschritt. „Jetzt können wir endlich spontan sein“, sagt sie. Bisher musste sie immer Fahrdienste oder Busunternehmen beauftragen, wenn sie mit ihren Schützlingen auf Tour gehen wollte. Diese mussten dann auch ein Fahrzeug verfügbar haben, das für den Transport von Rollstuhlfahrern geeignet ist. Nun könne man auch mal von einem Tag auf den anderen Tag mit einer kleinen Gruppe an den See oder in die Stadt fahren.

Ein eigener Bus ist auf Dauer günstiger als gemietete

Seine Jungfernfahrt hat der Bus, der seit Mai auf dem Parkplatz vor dem Lebenshilfe-Haus in Blankenfelde steht, bereits hinter sich. So richtig in Anspruch genommen wird er in den Sommerferien, wenn es mit den Behinderten in den Vogelpark nach Teltow oder auf den Bauernhof nach Großziethen geht. Für die Lebenshilfe ist ein eigenes Fahrzeug auch ein wichtiger Kostenfaktor, denn gemietete Busse samt Fahrern seien auf Dauer teuer, sagt Wilma Teichmann.

Damit der Bus für die Lebenshilfe überhaupt angeschafft werden konnte, war ein enormer Kraftakt notwendig. Vor zwei Jahren beantragte die Lebenshilfe den Bus bei der Aktion Mensch. Die Hilfsorganisation hat 70 Prozent des fast 60 000 Euro teuren Fahrzeugs übernommen, das mit einer Hebebühne und Einstiegshilfen ausgerüstet ist. 17 000 Euro musste die Lebenshilfe selbst aufbringen.

Sparkasse und Volkssolidarität gaben zusammen fast 10 000 Euro

Viele großzügige Geber haben die Summe schließlich aufgebracht. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse hat sich mit 5000 Euro beteiligt, auch die Jagdgenossenschaft war großzügig. Fleißig waren die vielen ehrenamtlichen Spender der Blankenfelder Ortsgruppe der Volkssolidarität. Sie haben zwei Jahre lang im Rahmen der Listensammlung Geld von Privatleuten und Unternehmen aus dem Ort eingeworben. 20 Prozent der Einnahmen kann die Ortsgruppe selbst an soziale Einrichtungen geben. „Wir bemühen uns immer, vor Ort zu helfen“, sagt Regina Wach, die Vorsitzende der Blankenfelder Ortsgruppe. Da man vom Wunsch der Lebenshilfe nach einem Bus wusste, hat die Ortsgruppe 1500 Euro aus dem frei verfügbaren Spendenbudget zur Verfügung gestellt. „Weil alle ehrenamtlich sammeln, kommt das Geld in voller Höhe an – ohne Bürokratiekosten“, sagt Lothar Marx, der stellvertretende Ortsgruppenvorsitzende. Der Regionalverband der Volkssolidarität legte noch einmal 3000 Euro drauf.

Dass das Geld gut angelegt ist, davon ist Wilma Teichmann überzeugt. Mit dem ständigen Zuzug nach Blankenfelde-Mahlow und Umgebung steigt auch die Zahl der behinderten Bewohner. Sie in die Gemeinde zu integrieren, ist die tägliche Aufgabe der Lebenshilfe-Mitarbeiter und -Unterstützer.

Von Christian Zielke

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