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Teltow-Fläming Ein Dorf im Dunkeln
Lokales Teltow-Fläming Ein Dorf im Dunkeln
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20:07 09.12.2015
Ortsvorsteher Hans-Jürgen Beyrow fordert eine notdürftige Reparatur der Laternen in Klein Kienitz. Quelle: Christian Zielke
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Klein Kienitz

Wer in Klein Kienitz am späten Nachmittag noch mal vor die Tür muss, braucht neuerdings eine Taschenlampe. Seit Ende November ist die Straßenbeleuchtung ausgefallen. Das 160-Einwohner-Dorf sitzt ab dem späten Nachmittag im Dunkeln.

Verursacher ist eine große Linde an der Dorfstraße. Deren Wurzeln haben das Stromkabel gekappt. Eine Reparatur ist nach Auskunft der Gemeinde Rangsdorf nicht möglich. Das noch aus DDR-Zeiten stammende Kabel sei zu marode. Damit nicht genug: Eine Firma hat im Klein Kienitzer Untergrund gegraben und dabei weitere schwere Mängel festgestellt. Die im historischen Gewand daherkommenden Laternen sind viel zu tief eingegraben. Regenwasser dringt in die Sicherungen der Elektrik ein. Auch die so wichtige Erdung wurde vergessen – Lebensgefahr. „Hätte jemand den Mast berührt, hätte es einen tödlichen Schlag gegeben“, sagt Ortsvorsteher Hans-Jürgen Beyrow (CDU). Deshalb entschied Bürgermeister Klaus Rocher (FDP), vorsichtshalber alle Laternen im Ort abzuschalten.

Wann sie wieder angeschaltet wird, bleibt zunächst im Dunkeln. Der Bürgermeister würde am liebsten die komplette Beleuchtung im Ort erneuern. „Und zwar nach dem neuesten technischen Stand mit LEDs“, sagte er der MAZ. Dafür müsste die Gemeindevertretung Geld in den Haushalt für das kommende Jahr einstellen. Wie viel, könne man derzeit noch nicht genau sagen. Sollte es so kommen, geht es den Klein Kienitzern ans Portemonnaie. Sie müssten dann Anliegerbeiträge für die neuen Laternen zahlen. Vor 15 Jahren, als die Laternen aufgestellt wurden, kamen die Anwohner noch ohne Beiträge davon.

Ortsvorsteher Hans-Jürgen Beyrow hält nichts von einem teuren Neubau. „Eine Reparatur müsste irgendwie möglich sein“, sagt er. Notfalls solle man die beiden Laternen, zwischen denen das defekte Kabel liegt, abklemmen oder überbrücken. Gerade jetzt im Winter könne man den Menschen nicht zumuten, im Dunkeln durch den Ort zu laufen. Eine Anwohnerin, die anonym bleiben möchte, erinnert an die Schüler, die morgens mit Taschenlampen entlang der viel befahrenen Straße zum Bus laufen. „Im Sinne der Kinder muss man was tun“, sagt sie. Eine schnelle Lösung verspricht Klaus Rocher nicht. Ihn ärgert, dass die Gemeindevertretung Anfang des Jahres keinen zusätzlichen Elektriker für den Bauhof einstellen wollte. „Das rächt sich nun“. Zudem sei Beleuchtung eine freiwillige Aufgabe der Gemeinde.

Info: Am 29. Dezember findet um 18 Uhr in der Klein Kienitzer Kirche eine Einwohnerversammlung zum Thema statt.

Von Christian Zielke

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