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Teltow-Fläming Ein Fest für die S-Bahn
Lokales Teltow-Fläming Ein Fest für die S-Bahn
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05:23 04.09.2017
Auf historischen Traktoren konnten sich die Besucher des S-Bahn-Festes durch Mahlow fahren lassen. Quelle: Fotos: Christian Zielke (2)
Mahlow

In Sachen Timing hat die Bahn bisweilen ein seltsames Gespür. So kam es, dass ausgerechnet am Sonntag, als der Mahlower City-Verein das Jubiläumsfest zum 25. Jubiläum der Wiedereröffnung der S-Bahn veranstaltete, keine Züge fuhren. Die Busse des Ersatzverkehrs umkreisten im 20-Minuten-Takt die Feiernden auf dem Bahnhofsvorplatz.

Die meisten Besucher kamen ohnehin zu Fuß oder mit dem Fahrrad und tauschten Erinnerungen an die Zeit vor und mit der S-Bahn aus, die am 31. August nach 31 Jahren Unterbrechung zum ersten Mal wieder fuhr. Das Musik-Duo „Die Andrews“ lieferte dazu entspannte Begleitmusik von Elvis Presley bis Frank Sinatra.

Die alten Holzbänke standen 31 Jahre später immer noch da

Monika Bolz erinnert sich noch an den Tag, als Mahlow und Blankenfelde wieder Anschluss nach Berlin hatten. Damals versammelten sich Tausende Menschen auf dem neuen Bahnsteig, der Bahnhofsvorplatz wurde zu einem großen Volksfest. „Ich bin mit dem Zug nach Lichtenrade gefahren und habe die alten Holzbänke auf dem Bahnhof gestreichelt“, erinnert sie sich. Es seien dieselben Bänke gewesen, die dort schon 1961 standen, als mit dem Bau der Mauer die Verbindung nach West-Berlin jäh abriss. „Als Kinder sind wir oft nach Lichtenrade gefahren und haben dort am Kiosk Eis gegessen“, sagt Monika Bolz.

Den Kiosk gab es 1992 nicht mehr, wohl aber die schnelle Verbindung nach Berlin, wo die Lehrerin viele Jahre gearbeitet hat. Wenn sie als Kind zu ihrer Großmutter nach Jüterbog gefahren ist, fuhr sie mit der S-Bahn nach Rangsdorf und dort weiter mit der Dampflok. Auf den Gleisen von Zossen nach Jüterbog fahren heute Draisinen, die S-Bahn nach Rangsdorf hingegen könnte in nicht allzu ferner Zukunft wieder verkehren. „Ich würde es mir wünschen“, sagt Monika Bolz.

Ein Mahlower fotografiert alles, was mit der Bahn zu tun hat

Dass so viele Besucher des Festes in Erinnerungen schwelgen konnten, lag vor allem an den Fotos von Toralf Hoyer. Die Eisenbahn ist für den 49-Jährigen Beruf und Hobby zugleich. Seit den 1980er Jahren fotografiert die Bahn in Mahlow – vom kleinen Triebwagen bis zu den langen S-Bahn-Zügen. Hunderte Fotos – zum großen Teil auf Negativen – hat er in seinem Archiv. Viele seiner Bilder sind derzeit in der Ausstellung zu sehen, die seit dieser Woche im Foyer des Verwaltungsgebäudes in Blankenfelde gezeigt wird. „Es war eine schöne Gelegenheit, die alten Bilder mal wieder zu sichten“, sagt Toralf Hoyer.

Bahnhöfe sind Anziehungspunkte. Das bekam auch Bernd Marquardt, der Vorsitzende des City-Vereins, zu spüren. Als er am Sonntagmorgen den Bahnhofsvorplatz betrat, fand der dort die Hinterlassenschaften der letzten Nacht in Form von Glasscherben und Müll. „Keiner hat was dagegen, wenn sich die Jugendlichen dort aufhalten, aber man kann doch seinen Müll mitnehmen.“

Die Ausstellung „25 Jahre S-Bahn“ ist noch bis Ende des Jahres im Verwaltungsgebäude, Karl-Marx-Straße 4, in Blankenfelde zu sehen.

Von Christian Zielke

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