Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Ein Flüchtlingskoordinator für Ludwigsfelde

Stadt gewährt Zuschuss Ein Flüchtlingskoordinator für Ludwigsfelde

Grünes Licht für einen Zuschuss von 35000 Euro gaben die Stadtverordneten von Ludwigsfelde, um die Stelle eines Flüchtlingskoordinators einzurichten. In der Stadt gibt es zwei Asylbewerberheime mit permanent mehr als 400 Bewohnern und eine mehrere Dutzend Leute zählende Gruppe ehrenamtlicher Helfer – ohne Koordinator geht es nicht mehr.

Voriger Artikel
Viel Arbeit für die Standesämter
Nächster Artikel
„Einmal Prinz und Prinzessin sein“

Das Ludwigsfelder Rathaus

Quelle: Schlage

Ludwigsfelde. In Ludwigsfelde bekommt die gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung (GAB) in diesem Jahr einen Zuschuss von 35 000 Euro für eine Koordinierungsstelle der Flüchtlingsarbeit. Das beschlossen die Stadtverordneten am Dienstag bei einer Gegenstimme. Angesichts von permanent mehr als 400 Flüchtlingen im Ort schaffen es Kreis, Kommune oder ehrenamtliche Helfer kaum, tagesaktuell den Überblick zu behalten, was wo und wann gebraucht wird. Dabei soll die Koordinierungsstelle helfen.

Die Gegenstimme dazu kam von Heiko Müller, dem einzigen Stadtverordneten mit Republikaner-Mandat. Er hatte sich an dem Begriff „Flüchtlinge“ gestoßen und verwies auf die zuletzt von Bürgermeister Andreas Igel (SPD) genannten 411 „Asylbewerber“. Müller überraschte die Stadtverordneten mit seiner Frage: „Wie viele anerkannte Flüchtlinge haben wir, die 35 000 Euro brauchen?“ Bürgermeister Igel erklärte, im Sinne der Menschen, die ohne Hab und Gut hier eine Bleibe suchen, nicht nach gerade anerkannten Flüchtlingen und noch Asyl begehrenden zu unterscheiden, das ändere sich ja täglich. Müller machte diese Rechnung auf: „Bei einer Anerkennungsquote von 1,5 Prozent hätten wir bei 411 Asylbewerbern acht Flüchtlinge. Und die brauchen 35000 Euro von der Stadt? Ich weiß, das ist dummer Populismus, bitte aber, exakt zu sein.“ Sein Argument: Die Kommune solle nicht Geld ausgeben für Leistungen Asylsuchender, die der Bund mit dem zuständigen Bundesamt zu zahlen hätte.

GAB-Geschäftsführer Henri Vogel erklärte das Finanzierungskonzept für die neue Stelle, für die die GAB dieses Jahr vorerst 90 000 Euro plant. Der städtische Zuschuss sei für Personal- und Sachkosten gedacht. Außerdem kalkuliert Vogel allein 2000 Euro für Dienstleistungen wie etwa Übersetzungsarbeiten. Und Vogel erklärte: „Unsere Lagerkosten lagen 2015 bei 120 Prozent der Vorjahre.“ Wie berichtet sammelte die GAB zwar viel Kleidung für Flüchtlinge, hatte jedoch selbst nicht ausreichend Lagerräume, so dass weitere Flächen angemietet werden mussten. Ob sein Finanzkonzept für die neue Koordinierungsstelle aufgehe, wisse er nicht, so Vogel. Er versprach, der Verwaltung und den Stadtverordneten Feedback.

Von Jutta Abromeit

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg