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Ein Fußball für die jungen Flüchtling

Teltow-Fläming Ein Fußball für die jungen Flüchtling

Bei seiner Rundreise durch den Landkreis Teltow-Fläming besuchte am Mittwoch Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher unter anderem das Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Trebbin. Hier informierte er sich über die Schwierigkeiten mit denen die Sozialpädagogen und auch die Lehrer, aber vor allem die betroffenen Jugendlichen zu kämpfen haben.

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Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher (l.) übergibt einen Fußlball als Geschenk an Heimleiterin Maria von Schrötter (r.).

Quelle: Reck

Luckenwalde. Von der Kita bis zur Volkshochschule reichte das Spektrum der Bildungseinrichtungen, die der Staatssekretät im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Thomas Drescher (parteilos), am Mittwoch im Landkreis Teltow-Fläming besuchte. Hier besichtigte er die Kita „Abenteuerland“ in Klausdorf, danach das Jugendheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, für die der Staatssekretär einen Fußball als Geschenk im Gepäck hatte, und die Goetheoberschule in Trebbin und schließlich die Volkshochschule Teltow-Fläming in Luckenwalde.

Besuch in Heim für minderjährige Flüchtlinge

In den unterschiedlichen Einrichtungen ging es um ebenso verschiedene Themen. Eine seit fast zwei Jahren völlig neue Thematik für Pädagogen und Sozialarbeiter ist die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die im Landkreis Teltow-Fläming unter anderem in einem eigens dafür hergerichteten Haus in Trebbin vom Evangelischen Jugendwerk betreut werden.

Heimleiterin: „Völlig neue Erfahrung“

„Das ist eine völlig neue Erfahrung für die Jugendhilfe“, berichtete Heimleiterin Maria von Schrötter. Dies sei sowohl spannend, als auch oft deprimierend. Das betreffe einmal die enttäuschten Hoffnungen der Jugendlichen, die mit meist unrealistischen Berufswünschen hierher kommen und nicht verstünden, dass sie sogar für nicht so anspruchsvolle Tätigkeiten eine so lange und intensive Ausbildung brauchen. Und das betreffe bei einigen von ihnen die drohende Abschiebung, was ihnen jede Motivation raube. „Das bringt hier auch eine gigantische Unruhe hinein“, berichtete von Schrötter.

Schwierig auch für Lehrer

Schwierig ist es auch für die Lehrer. Das Oberstufenzentrum (OSZ) unterrichtet 80 ausländische Jugendliche. „Davon wollen höchstens 40 etwas lernen“, sagte Schulleiter Manfred Janusch, die anderen wollten gleich etwas tun. So werden die Jungs aus dem Trebbiner Heim vier Tage im OSZ unterrichtet und am fünften Tag in der Produktionsschule mit praktischen Tätigkeiten beschäftigt – was Drescher lobte.

Wunsch nach flexiblem Unterrichtsrahmen

Janusch wünscht sich einen flexibleren Unterrichtsrahmen, in dem man stärker auf willige und fähige Schüler eingehen könne, wie auch einen halbjährigen Zugang zum Unterricht, um möglichst zeitnah zur Ankunft mit der für die meisten notwendigen Alphabetisierung zu beginnen.

Von Hartmut F. Reck

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