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Teltow-Fläming Ein Glas „Goldstaub“ in gemütlicher Runde
Lokales Teltow-Fläming Ein Glas „Goldstaub“ in gemütlicher Runde
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11:40 01.09.2016
Kirsten Schacht hofft, dass auch der „Baruther Goldstaub“ 2016 wieder ein guter Jahrgang wird. Quelle: Frank Pechhold
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Baruth

Warum hat Baruth keine Weinkönigin? „Darüber haben wir uns noch nie ernsthaft Gedanken gemacht“, antwortet Kirsten Schacht. Gut möglich, dass eines Tages eine märkische Schönheit auf dem Mühlenberg zur Herrscherin über Trauben und Rebensaft gekrönt wird. Beim zehnten  Weinbergfest am Samstag von 14 bis 19 Uhr kommen die Veranstalter vom Institut zur Entwicklung des ländlichen Kulturraums (I-KU) und ihre Gäste ohne königlichen Prunk und Pomp aus.

2007 wurden die ersten 500 Reben gepflanzt

Vielleicht aus Ehrfurcht vor dem, was ein paar weinbeseelte Frauen und Männer dem kargen Sandboden abgerungen haben. Am einzigen Baruther Südhang wurden 2007 die ersten 500 Jungreben an hölzernen Pfählen mit metallenen Spanndrähten aufgestellt. Heute erbringen 4700 Rebstöcke einen leichten, fruchtigen Weißwein. Angebaut werden die Sorten Solaris, Muscaris, Helios und Johanniter. Gekeltert wird der gute Tropfen auf dem Weingut Hanke in Jessen.

Vor einem Jahr wurde die Weinbergscheune offiziell eröffnet. Quelle: Verein I-KU

Rund 3000 Flaschen Wein ergab die Ernte 2015. In den Anfangsjahren war das anders. Angesichts des damals geringen Ertrages erhielt der Wein seinen Namen: „Baruther Goldstaub“. Als Brandenburger Landwein verkörpert er in der Nase und am Gaumen die Landschaft von Fläming und Baruther Urstromtal: Sandboden, Kiefern, Obstgehölze und Sommerhitze.

Weinberg wird ehrenamtlich bewirtschaftet

„Die Pflege der Reben ist extrem aufwendig“, weiß Kirsten Schacht. Drei Jahre lang habe ein im Rahmen eines Förderprogrammes tätiger Weinbergarbeiter dem I-KU-Verein viel Arbeit abgenommen. „Momentan haben wir keinen Weinbergarbeiter“, sagt Schacht. Der Berg wird ehrenamtlich bewirtschaftet. Wobei der Großteil der Pflegearbeiten von Ragna Haseloff, Horst Heinisch, Karsten Wittke und Annette Braemer-Wittke bewältigt wird. „Bei Arbeitseinsätzen wie beim Rebschnitt oder der Weinlese helfen mehr Vereinsmitglieder mit“, sagt Kirsten Schacht. Aber man könne es niemand verübeln, der in Rangsdorf, Ludwigsfelde oder Berlin wohnt, dass er nicht so oft nach Baruth kommen kann.

Noch zwei Wochen Sonne für die Trauen

Voraussichtlich in zwei Wochen werden die ersten Trauben gelesen. So lange dürfen sie noch Sonne und damit jede Menge Süße tanken. „Traditionell feiern wir unser Weinbergfest dann, wenn noch alle Trauben an den Rebstöcken hängen“, sagt Schacht. Schließlich sei der Anblick voller Rebstöcke viel verlockender als der von leer gepflücktem Blattwerk.

Weinbergfest 2015. Quelle: Verein I-KU

Zwischen den beiden Weinbergen steht Samstag ein Zelt, das den Gästen notfalls Schutz vor Regenschauern bietet. In Sichtweite können Kinder auf einer Strohburg toben. Entlang der Rebstock-Reihen stehen Bänke und Tische, an denen man es sich bei einem Glas wohltemperierten Baruther Weines gut gehen lassen kann. Naschen verbiete sich für die Festgäste von selbst, sagt Kirsten Schacht: „Das sollte man besser nicht tun und die Trauben hängen lassen, wenn wir im nächsten Jahr wieder alle gemeinsam ein Weinbergfest feiern wollen.“

Kontakt:
www.i-ku.net

Von Frank Pechhold

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