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Ein Hauch von Spanien

Robert Stefan Asang verfilmt einen Thriller und geht in der Region auf Kulissensuche Ein Hauch von Spanien

Robert Stefan Asang schreitet langsam über die Fliesen. Mit beiden Händen führt er seine Kamera, lässt sie die bemalten Decken und die Buntglasfenster des Trebbiner Ratskellers einfangen.

TREBBIN. . „Das passt perfekt“, sagt der Berliner Filmemacher. Sein Blick heftet sich an die Glasscheiben. Er sieht nicht mehr das Trebbiner Kellergewölbe vor sich, er erschafft vor seinem inneren Auge die Kammer eines Klosters – das Zuhause eines Mönchs, der in der Region bald für Wirbel sorgen dürfte.

In den kommenden Monaten will Robert Stefan Asang einen Thriller verfilmen. Dafür hat er den Roman „Cruor“ von Herbert Blaser in ein Drehbuch umgeschrieben. Die Geschichte erzählt von einem Schweizer Kommissar, der in einem mysteriösen Umfeld ermittelt. Ein geheimnisvolles, etwa 2000 Jahre altes Pergament stellt die biblische Geschichte um Jesus Christus in Frage. Dogmen geraten ins Wanken, der Vatikan ins Visier des Ermittlers. „Im Film geht es um kirchliche Macht- und Geldstrukturen“, erklärt Asang. Obwohl die Handlung in der Schweiz, in Spanien und Italien angesiedelt ist, will der Deutsch-Schwede den Film „Cruor – Im Bann des heiligen Blutes“ auch in der Clauertstadt drehen. Derzeit ist er auf Motivschau in Trebbin unterwegs und ist bereits fündig geworden.

Als Asang den Sitzungssaal des Rathauses betritt, nickt er zufrieden. Das dunkle Holz, die Leuchter und das Licht gefallen ihm. Nur mit den Fenstern muss etwas passieren. Im Film soll man nicht mehr auf den Marktplatz herabsehen, sondern eine spanische Aussicht genießen. Im Raum, wo sonst die Sitzungen der Ausschüsse stattfinden, soll dann das Büro der Bürgermeisterin der spanischen Kleinstadt Alpuente eingerichtet werden. Filmtricks machen es möglich. Auch für Schweizer Eindrücke muss das Filmteam nicht unbedingt in die Alpen reisen. Für eine mörderische Schlüsselszene hat der Regisseur den Löwendorfer Berg ausgewählt. Durch geschickte Perspektive und Schnitttechnik soll aus dem Aussichtsturm der schweizerische Scheltenpass werden. „Das Gute ist, dass die Kamera nicht alles sehen kann, was das Auge sieht“, erläutert Asang.

„Cruor“ ist der erste Spielfilm des Filmemachers. Da es eine Produktion mit kleinem Budget ist, können nicht alle Drehs im Ausland realisiert werden. Dass Asang sich die Clauertstadt als Kulisse für sein Kinodebüt ausgesucht hat, hat aber noch einen anderen Grund: „Ich möchte Danke sagen an Trebbin“, begründet er. Vergangenes Jahr hatte er viele Wochen in der Region verbracht, um eine Serie von Imagefilmen für die Stadt zu produzieren, die das Leben und die Menschen in Trebbin vorstellen. „Und das hat mir sehr viel Spaß gemacht.“

„Ich finde es toll, dass er mit einem so großen Projekt nach Trebbin kommt“, kommentiert Bürgermeister Thomas Berger (CDU) die anstehenden Dreharbeiten. „Ich bin schon stolz, dass wir der Schweiz mit schönen Kulissen aushelfen können.“

Wer die Rollen in dem Thriller übernehmen wird, ist noch nicht heraus. Derzeit steckt Asang in Verhandlungen und wertet die Bewerbungen aus – mehr als 300 Leute haben sich für den Film beworben. Auch die Trebbiner sollen die Chance bekommen, in Statistenrollen zu schlüpfen. Zum Beispiel werden Kinder gesucht, die in einer Szene mit der spanischen Bürgermeisterin auftreten, auch für den Dreh eines Gottesdienstes wird Asang auf Komparsensuche in der Region gehen. Die Castings sollen im Sommer stattfinden. Die Dreharbeiten werden im Oktober beginnen. „Dann, wenn es draußen dunkler und rauer wird“, sagt Robert Stefan Asang. (Von Nadine Pensold)

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