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Ein Heimatfilm über Großbeeren

Großbeeren Ein Heimatfilm über Großbeeren

Maurice Schönicke vom Filmgymnasium Potsdam dreht einen Film über seinen Heimatort. Am Dienstag ließ er sich von Ortschronistin Regina Clausnitzer durch den Gedenkturm führen.

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Maurice Schönicke (l.) mit Regina Clausnitzer im Gedenkturm.

Quelle: Richter

Großbeeren. Filmatmosphäre in Großbeeren: Der 18-jährige Maurice Schönicke hat sich am Dienstagnachmittag mit der Ortschronistin Regina Clausnitzer am Gedenkturm in Großbeeren zu einer Führung verabredet. Der Zwölftklässler ist Schüler des Filmgymnasiums in Potsdam und produziert in Zusammenarbeit mit seinem Mitschüler Christian Schmittel einen Abschlussfilm über den gemeinsamen Heimatort.

Vier Stunden Filmunterricht in der Woche

„Ich habe in der Woche zwei Blöcke, sprich vier Stunden Filmunterricht, wo ich alles über Film lerne. Also wie wird geschnitten, wie werden Interviews geführt, die Kameraführung und auch Schauspiel ist mit drin“, erklärt Maurice den Unterschied zu einem gewöhnlichen Gymnasium. Christian Schmittel ist beim Drehtermin in Großbeeren nicht dabei. Als Unterstützung hat Maurice Schönicke aber drei Freunde mitgebracht. Alina Struwe übernimmt für das Projekt den Ton, Emily Mann gibt das Zeichen für den Aufnahmebeginn und Florian Reick unterstützt den Filmschüler mit seinem professionellen Kameraequipment, er ist Hobbyfotograf und verdient sich damit ein wenig Taschengeld dazu. Gedreht wird im Turm.

Letzte Führung von Regina Clausnitzer

Eines der Gesichter in dem Abschlussfilm ist Regina Clausnitzer. Für die 67-Jährige ist es die letzte Führung durch den Turm, denn sie geht ab 1. November in Rente. Seit 1993 ist sie bei der Gemeinde Großbeeren beschäftigt. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Für die Ludwigsfelderin ist Großbeeren, „schon immer ein interessantes Pflaster gewesen“, denn die ehemalige Geschichts- und Pädagogikstudentin hat besonders für die Napoleonischen Befreiungskriege viel übrig. Neben dem Interesse für diesen historischen Abschnitt, teilt sie aber auch noch ein weiteres geschichtliches Ereignis mit dem Dorf von rund 7000 Einwohnern und das hat teilweise auch private Gründe. „Wir hatten ja hier während der Nazizeit auch Lager und das größte, bekannteste ist das Arbeits- und Erziehungslager gewesen“ erzählt die Ortschronistin. Diese Thematik beschäftigt sie seit ihrer Kindheit und diesem sehr persönlichen Grund: „Mein Vati war selbst zehn Jahre im Konzentrationslager. Ich bin damit aufgewachsen.“

Film im Januar fertig

Clausnitzer hat einiges erlebt und sich in den vielen Jahren ihres Berufslebens ein breites Wissen angeeignet. In ihrer letzten Führung erzählt sie von der Schlacht bei Großbeeren am 23. August 1813. Dort gelang es den preußischen Truppen, die Armee Napoleons in die Flucht zu schlagen. Knapp 200 000 Soldaten kämpften dort gegeneinander und forderten viele Verletzte und Tote. Der Turm steht als Denkmal für das zurückliegende Ereignis. „Und Cut!“ Maurice hat für heute alles im Kasten. Er arbeitet seit Beginn des Schuljahres an dem Film. Im Januar wird er fertig sein.

Von Isabelle Richter

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