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Ein Herz für Graupapageien und Sittiche

Südbrandenburgische Vogelbörse Ein Herz für Graupapageien und Sittiche

Die Sparte Sperenberg/Klausdorf des Vereins „Vereinigung für Zucht und Erhaltung einheimischer und fremdländischer Vögel“ hat am Samstag die Vogelbörse in Sperenberg organisiert. Vogelfreunde der Region präsentierten Wellensittiche, Kanarienvögel und Zebrafinken. Doch nur wenige Besucher kamen, um sich über Ziervögel auszutauschen.

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Die jungen Züchter Rubin Mehlis (l.) und Paul Weber mit Zuchtwart Reinhard Herrmann.

Quelle: Gudrun Ott

Sperenberg. Nur wenige Vogelfreunde sind am Sonnabend zur Vogelbörse nach Sperenberg gekommen. Der Eintritt kostete einen Euro; nur zwanzig Euro lagen in der Kasse.

Die 26-jährige Jenifer Steldinger zuckte mit den Schultern. In den Wintermonaten kämen immer wenige Besucher, sagte sie. Die Sperenbergerin, deren Urgroßvater schon Vögel züchtete, besitzt ein Pärchen Pennatsittiche. Seit einem Jahr ist sie Mitglied der Sparte Sperenberg/Klausdorf. Mit 30 Mitgliedern zählt diese Sparte zu den größeren des Vereins „Vereinigung für Zucht und Erhaltung einheimischer und fremdländischer Vögel“.

Die Wiege deutscher Ziergeflügelzucht stand in Sachsen, wo bereits 1919 der erste Verein deutscher Ziergeflügelzüchter gegründet wurde. Seit Oktober 1952 besteht der jetzige Verein. Seit 14 Jahren ist Reinhard Herrmann Zuchtwart der Sparte. Selber züchtet er unter anderem Halsbandsittiche, Königssittiche und kann sogar einen „Princes of Wales-Sittich“ vorweisen. „Meine Frau hat einen Graupapagei mit der Hand aufgezogen“, erzählte er. „Der weicht ihr nicht von der Seite, redet wie ein Weltmeister und bestimmt das Familienleben im Haus. Er ist frauenbezogen. Trete ich an den Käfig, gibt der Papagei warnende Geräusche von sich.“

Norbert Tersch aus Hohenseefeld hat einen Graupapagei im Angebot. Es ist ein junger Vogel. Der Hobbyzüchter, der seinen ersten Papagei zum 50. Geburtstag bekam, kennt die mühevolle Aufzucht. „Ein handzahmer Graupapagei macht viel Arbeit, ist wie ein Baby und muss in der ersten Woche alle zwei Stunden gefüttert werden – auch nachts.“

Isolde Habermann aus Neuhof war mit Wellensittichen, Kanarienvögeln und Zebrafinken zur Vogelbörse gekommen. „Ich habe viel Freude an meinem Hobby. Mir geht angesichts der gefiederten Freunde geradezu das Herz auf“, so die Seniorin. Rudi Löffler aus Radeland gehört der Sparte seit mehr als 30 Jahren an. Er züchtet auch Pfauen. Seine Lieblinge sind aber die Barnard-Sittiche. Ihr Lebensraum geht in ihrer australischen Heimat wegen des Verschwindens der Mallee-Büsche zurück.

Zu den neun jungen Mitgliedern der Sparte zählen Rubin Mehlis aus Sperenberg und Paul Weber aus Neuhof. Die beiden 17-Jährigen sind seit drei Jahren im Verein. Sie haben ein gemeinsames Berufsziel: Sie wollen Landwirte werden. Für sie ist es der interessanteste Beruf der Welt. In keinem anderen seien Technik und Natur auf so abwechslungsreiche Weise miteinander verbunden.

Von Gudrun Ott

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